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Eurogoals : Real wartet auf Pokal – Frust bei Arsenal

Für Mesut Özil und den FC Arsenal reichte es nicht mehr zu Platz vier. Bild: Picture-Alliance

Madrid wird Meister. Barça hat Mühe. ManCity souverän. Kane in Torlaune. Liverpool muss in die Extrarunde. Juve holt den Titel. Und Monaco trifft weiter. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

          Die „Königlichen“ sind nach fünf Jahren wieder die Könige der spanischen Primera División. Nach 37 Spieltagen kam es zum Showdown zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Doch im Fernduell um die Krone in der Meisterschaft war schnell die Luft raus. Der Klub aus der Hauptstadt brauchte sowieso nur noch einen Punkt, um den Titel klarzumachen, während Barça auf Schützenhilfe hoffen musste. Dabei vergaßen die Katalanen fast, ihre Pflichtaufgabe im eigenen Stadion zu erfüllen. Nach 0:2-Rückstand gewann Barcelona gegen SD Eibar immerhin noch mit 4:2. Doch es reichte nicht.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Denn Real Madrid wollte sich gar nicht erst auf das Spielchen einlassen, den einen fehlenden Punkt mit einem Remis beim FC Málaga einzufahren. Schon nach 98 Sekunden traf Cristiano Ronaldo. In der zweiten Halbzeit legte Karim Benzema nach zum 2:0-Endstand. So fuhr Trainer Zinedine Zidane nach dem Triumph 2016 in Champions League, europäischem Supercup und Klub-WM schon den vierten Titel seiner noch jungen Karriere als Coach ein. Auf den Pokal aber muss er noch warten: Den gibt es in Spanien immer erst am ersten Spieltag der neuen Saison.

          Barcelona hätte im Fernduell nur eine Niederlage Reals weitergeholfen. So richtig schien der Glaube schien der Glaube nicht mehr vorhanden zu sein. Takashi Inui, früher bei Eintracht Frankfurt, sorgte mit zwei Traumtoren für den unerwarteten Rückstand. Zudem verschoss Lionel Messi einen Elfmeter. Am Ende drehte Barça die Partie aber doch noch durch Treffer von Junca (Eigentor), Luis Suarez und zweimal Messi. So reichten 90 Punkte am Ende nicht, weil Real drei sammelte. Weitere Titelchancen haben beide noch: Madrid im Finale der Champions League, Barça im spanischen Pokal-Endspiel.

          Erstmals in seiner noch jungen, aber schon erfolgreichen Trainerkarriere gibt es für Pep Guardiola in dieser Saison keinen Titel. Das Minimalziel erreichte der Coach von Manchester City in seiner ersten Spielzeit mit dem neuen Klub aber: Durch einen 5:0-Sieg beim FC Watford erreichten die Citizens die Gruppenphase der Champions League. Vincent Kompany, Sergio Agüero mit einem Doppelpack und Fernandinho sorgten mit ihren Treffern schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Nach der Pause legte Gabriel Jesus noch einen drauf.

          Damit war klar, dass der FC Liverpool einen Umweg für die Rückkehr in die Königsklasse in Kauf nehmen muss. Das Team von Jürgen Klopp hatte eine bessere Ausgangslage in dieser Saison durch viele Punktverluste gegen vermeintlich schwächere Gegner verpasst. Immerhin im „Finale“ gegen Absteiger FC Middlesbrough gaben sich die „Reds“ keine Blöße. Georginio Wijnaldum, Philippe Coutinho und Adam Lallana erzielten die Tore. Nach einem Jahr Pause ist Liverpool damit zurück im Europapokal, muss aber in die Playoffs zur Champions League.

          Dort war der FC Arsenal in den vergangenen zwanzig Jahren Stammgast. Nun sind die „Gunners“ nicht dabei. Zwar besiegten sie Liverpools Stadtrivalen FC Everton 3:1, doch das reichte nur zu Platz fünf und der Teilnahme an der Europa League – ein Punkt fehlte auf Liverpool. Héctor Bellerín, Alexis Sanchez und Aaron Ramsey trafen für Arsenal, das lange in Unterzahl spielte. Laurent Koscielny sah die Rote Karte: Erfreulich war zudem, dass Per Mertesacker, der aufgrund einer Verletzung in dieser Saison kein Spiel machte, zumindest auf der Bank saß. Das minderte den großen Frust aber nicht.

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