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Eurogoals : Angst vor „Fifa-Virus“ bei Real und Barça

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Für die Barcelona-Stars Lionel Messi (links) und Neymar geht es jetzt erstmal nach Südamerika. Bild: EPA

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          Lange mussten die Schwergewichte des spanischen Fußballs keine Angst vor der Ansteckung haben. Nun aber befürchten Real Madrid und der FC Barcelona wieder den „Fifa-Virus“. Vor allem in der Primera División hat sich dieser Begriff einen Namen gemacht. Immer wenn die Vereine ihre Spieler im Namen des Fußball-Weltverbandes zu den Nationalmannschaften abgeben müssen, geht die Furcht um, dass sie nicht nur müde von den weiten Reisen und den Spielen zurückkehren, sondern schlimmstenfalls auch verletzt und damit nicht einsetzbar für den Klub, der das Gehalt zahlt.

          Auch Zinedine Zidane war einst anfällig für die „Erkrankung“, schließlich spielte er für die französische Nationalelf. Nun ist er Trainer von Real Madrid. Und so dachte Zidane trotz des 2:1 durch Tore von Karim Benzema und Casemiro, vorbereitet jeweils von Cristiano Ronaldo, beim seit August daheim ungeschlagenen Athletic Bilbao vor allem ans Wohlbefinden seiner Stars nach ihren Trips zu den Auswahlteams. „Kaum ein Spieler bekommt Zeit, um sich auszuruhen. Wenn sie zurückkommen, haben wir neun Spiele in 25 Tagen, und dann geht es wirklich um was“, sagte Zidane auch mit Blick auf die Champions-League-Duelle mit dem FC Bayern. „Dafür brauchen wir alle unsere Spieler.“

          Beim FC Barcelona ist die Sorge vor verletzten Spielern nicht minder groß als beim Erzrivalen Real Madrid. In der Tabelle liegen die Katalanen zwei Punkte hinter den „Königlichen“ und haben schon eine Partie mehr absolviert. Im Duell mit dem FC Valencia ging es vor allem in der ersten Halbzeit wild zu mit vier Toren und einem Platzverweis für Eliaquim Mangala von den Gästen. Am Ende setzte sich Barça in Überzahl durch, auch Lionel Messi war mal wieder erfolgreich war. Die Katalanen haben noch eine höhere Belastung ihrer Stars. Während Reals Sturmtrio Cristiano Ronaldo, Gareth Bale und Karim Benzema aus Europa kommt, reisen Messi, Luis Suarez und Neymar nun nach Südamerika zu ihren Nationalteams.

          Das Topspiel der Verfolger in Spanien fand in Madrid statt. Atlético traf auf den FC Sevilla. Vierter der Tabelle gegen den Dritten. Und schnell wurde klar, warum Atlético unter der Woche in der Champions League beim 0:0 gegen Leverkusen einen eher mauen Auftritt hingelegt hatte. Offenkundig hatte sich das Team von Diego Simeone für Sevilla geschont. Diego Godin, Antoine Griezmann und Koke trafen bei einem starken Auftritt zum 3:1-Sieg. Und plötzlich liegt Madrid nur noch zwei Punkte hinter den Andalusiern.

          Während der Kampf um die besten Plätze im Verfolgerfeld hochgradig spannend ist, gibt es an der Spitzenposition der englischen Premier League doch eher Langeweile. Der FC Chelsea hat es sich mit zehn Punkten Vorsprung vor Tottenham Hotspur, das den FC Southampton 2:1 besiegte, gemütlich ganz oben eingerichtet. Beim 2:1-Erfolg bei Stoke City traf der Brasilianer Willian mit einem frechen Freistoß, ehe Gary Cahill erst einen Elfmeter verschuldete und dann den Siegtreffer kurz vor dem Ende erzielte.

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