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Reaktionen aus Argentinien Und Maradona ist schuld

 ·  Argentinien erwacht aus einem Albtraum: Nach der 0:4-Niederlage gegen Deutschland herrscht tiefe Betroffenheit in Buenos Aires. Der Schuldige scheint aber schon gefunden - und ein kleiner Trost auch.

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Henrique Laitenberger

Der Sieg gegen Argentinien ist nur mit dem Adjektiv "grandios" zu beschreiben...

ABER leider hat er auch Folgen für die deutsche Mannschaft gehabt, prekäre und teilweise kontraproduktive. Einen Hochmut, wie ihn Maradona an den Tag gelegt hat, empfinden die deutschen Fans nun natürlich nicht, allerdings ist mit den beiden Kantersiegen gegen zwei gute Mannschaften (von denen eine allerdings vollkommen außer Form und die andere maßlos überschätzt war) die Erwartungshaltung im Land enorm gestiegen. Nichts anderes als der WM-Sieg wird erwartet, ungeachtet der Tatsache, dass mit Spanien im Halbfinale ein wirkliches Riesenkaliber auf Deutschland wartet. Die Spanier haben zwar während des Turniers über kaum brilliert, verfügen aber mit Villa einen Stürmer, der sich in der Form seines Lebens befindet (im Gegensatz zu England) und ein hervorragendes taktisches Konzept (im krassen Gegensatz zu Argentinien) - Unmittelbar Beteiligte wie Klose tuen gut daran, darauf hinzuweisen, dass die wahre Bewährungsprobe erst jetzt kommt. Wobei man mich natürlich in dem Punkt nicht falsch verstehen soll, dass Deutschland sowohl im Achtel- als auch im Viertelfinale wunderbare Spiele gezeigt hat. Wenn es Deutschland gelingt, an diese Form nahtlos anzuknüpfen, müssen wir uns keine zu großen Bedenken machen.

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 05.07.2010 12:58 Uhr

Mit den ewig tricksenden und unfairen Argentinos hat wohl niemand Mitleid.

Normalerweise würde man sagen, dass es einem etwas leid tut für eine gegnerische Mannschaft die so vorgeführt wird. Die Engländer sind einem noch vergleichsweise nahe. Aber diese spielen auch fair, selbst in der Niederlage. Vor allem die Holländer sind diesmal sehr sympathisch und auch hier würde es ein sehr faires Spiel geben. Aber Argentinien mit seiner Macho-Kultur, mit diesem brutalen und hinterhältigem Foulspiel der letzten Jahre und der Unfähigkeit zu verlieren ist einfach keine sympathische Mannschaft. Ähnlich sind nur die Italiener und Brasilianer - die spielen alle gut, aber sie tricksen und vor allem sie bauen ihr Spiel auf Täuschung und Hinterhältigkeit auf und das verträgt sich nun mal nicht mit dem nordischen Fussball der Engländer, Holländer oder Deutschen. Gut dass der kleine Napolean rausgeflogen ist, seine Eitelkeit ist unerträglich - aber der kleine addict wird schon darüber hinweg kommen.

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Frank Debernitz

sinnliche Freude ....

ist es nicht typisch Deutsch nach jedem Spiel Gründe, Ursachen und Umstände zu suchen und zu finden?
Nun lesen wir die internationalen Pressestimmen jener Länder, deren Spieler bereits zuhause oder auf dem Rückflug sind .... und der drei Manschaften die
noch im Tunier lobend die Augen auf Deutschland richten.
Und wir ? ..... sollten wir wie unsere Elf in Südafrika einfach mal nicht "typisch Deutsch" sein und das ohne Erklärungen?
Mal nicht der hässliche Teutone in Feinripp und weißen Socken, deren Panzer alles überrollt .... sondern der schön spielende Germane .. von allen "Fußballfanherzen" begehrt.
Also, erfreuen wir uns weiterhin (mit fast sinnlichen Gedanken) auf ein schönes Fußballfest

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Frank Hollenbach
Frank Hollenbach (zveti) - 04.07.2010 16:40 Uhr

Mach mir den Maradona

Maradona wird uns fehlen - rudernd mit großen Gesten am Spielfeldrand und eingepackt in einen Anzug, der ihn ebenso im Stich ließ, wie der Erfolg im Spiel. Die breite Brust hat ausgedient. Für Maradona beginnt zum n-ten mal eine Tour des Leidens. Seine Landsleute gehen auf Abstand, nun hat es ein Ende mit seiner Narrenfreiheit.
Es ist richtig und vernünftig, sich anspruchsvolle Ziele zu setzen. Allein, mit der Umsetzung hat es gehapert. Auf dem Platz herrschte die große Rat- und Lustlosigkeit. Willkommen auf dem Boden der Realität. Jetzt muss ein Nachfolger gefunden werden, der in den nächsten vier Jahren bis zur WM in Brasilien ein richtiges Team formt. Wer tritt in die Hausschlappen von Maradona?

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 04.07.2010 15:53 Uhr

Hochmut bei der deutschen Mannschaft...

ist wirklich nicht zu sehen. Die Mentalität ist eher, wir sind (überwiegend) keine Stars, wir haben nichts zu verlieren, geben aber alles (als Mannschaft, nicht als Egomanen) und haben Spaß dabei. Wenn Thomas Müller nach dem Spiel im Fernsehen seine Omas und den Opa grüßt und beim nächsten mal eine wirklich dumme Frage des Interviewers mit lockerer Ironie beantwortet, ist das erfrischend bodenständig und unbekümmert.

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chris lopp
chris lopp (hiairbaer) - 04.07.2010 15:26 Uhr

Hochmut?

Ich lese Kommentare wie Hochmut und hämisch. Hmm wer hat denn angefangen damit? Wir Deutschen bleiben immerhin auf dem Teppich. Die Argentinier in Ihrer arroganten Art haben es sicher verdient so "unehrenhaft" aus dem Turnier rausgeworfen zu werden. Kommentare von Maradonna(ja ich habe sie life gesehen im argentinischen fernsehen) zeugen von Hochmut und Häme, deswegen mag da was dran sein am "Hochmut kommt vor dem Fall".

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Peter Slater

3 Weltklassesturmer reichen nicht allein / Faire sportliche Verlierer

Also, naturlich machen 3 Weltklassesturmer keine Mannschaft aus und der verhatschelte Messi hatte in diesem Turnier kaum Chancen gehabt, weil alle nur genau diese 3 Sturmer als argentinische Heilsbringer erkoren haben und der grosse Rest der Mannschaft musste sich dem unterordnen. Maradona hat sich blenden lassen, denn im Grunde ging seine These auf, namlich mit genau diesen 3 Sturmer der Extraklasse die anderen Gegner bis ins Mark erschuttern wollen, nur ging dieses Rezept gegen Deutschlands disziplinierte Mannschaft nicht auf und die Gefahr bestand eigentlich immer, das die jungen deutschen Spieler von dieser Wucht erdruckt werden konnte und nahm den Argentiniern die Luft zum Atmen. Argentiniens Spieler zeigten Grosse und gaben sich als fairer Verlierer und das gebuhrt Respekt und auch der verruckte Maradona liess von Hasslichkeiten ab und Argentinien sollte jetzt ihre Mannschaft mitsamt Maradona nicht zum Teufel wunschen, denn sie wurden von einer besseren Mannschaft geschlagen, auch wenn diese Klatsche etwas hoch ausgefallen ist.

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kurt richard

Mit dem VERLIEREN ....

.... wären wir sicher besser zurecht gekommen, als die argentinier. wie sind solche ewigen rückschläge schon fast gewohnt.
wenn man sie so weinen sieht, die argentinier, bekommt man richtig mitleid. dort lebt der fussball, dort ist fussball der gott, dort hält fussball diese gesamte nation aufrecht und zusammen, fördert die gesamte nation, steuert sie, lässt sie .... leben.
das verlorene spiel - egal jetzt, gegen wen - lässt so vieles zusammenbrechen. angefangen von hoffnungen in ihrer hoffnungslosigkeit, bis hin zum bruch ihres stolzes in der nation. es wird also eine weile dauern, bis sie sich wieder berappelt haben und wieder ans vorangehen denken. eine gelähmte nation.
es besteht jedoch die hoffnung - die nie aufgegeben werden sollte - das es auch mal wieder aufwärts geht. ich drück euch die daumen, argentinien.
und wir, wir täten gut daran, nicht so hämisch zeugnis von unserem hochmut abzugeben, denn hochmut ... kommt vor dem fall!!!! kurtrichard .

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Jahrgang 1949, politischer Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in Buenos Aires.

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