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Veröffentlicht: 19.12.2012, 10:54 Uhr

Pokal-Nachwehen Bayern fordern „Lex Dortmund“ für Ribéry

Nach dem Platzverweis für Ribéry im Pokalspiel beim FC Augsburg fordern die Bayern-Bosse, dass die Rote Karte keine Sperre nach sich zieht.

© REUTERS Rot für Ribéry: Der Bayern-Star kann es nicht fassen

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge fordert nach der Roten Karte für Franck Ribéry im Pokalspiel beim FC Augsburg eine Amnestie für den französischen Fußball-Nationalspieler. „Das war keine Rote Karte. Und ich erwarte da auch, dass man beim DFB entsprechend - genauso wie es die Lex Dortmund gegeben hat - einsieht, dass es keine Rote Karte war“, sagte Rummenigge nach dem 2:0-Sieg und dem damit verbundenen Viertelfinal-Einzug des FC Bayern München. „Ich erwarte gleiches Recht für alle, wie es so schön heißt.“

Rummenigge spielte damit auf die Rote Karte von Dortmunds Marcel Schmelzer aus dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg an, als der BVB-Profi fälschlicherweise wegen eines Handspiels vom Platz gestellt worden war. Wie Rummenigge sah auch Sportvorstand Matthias Sammer die Rote Karte als nicht gerechtfertigt an. „Ich hätte sie nicht gegeben. Wir haben von der ersten Sekunde an darauf hingewiesen, dass der Gegenspieler Franck permanent provoziert hat. Ich finde, so was muss man immer im Gesamtzusammenhang mit erkennen“, befand Sammer, den die Ungleichbehandlung erzürnte: „Ich finde, es ist keine Rote Karte für Franck Ribéry - oder ein bisschen für beide.“ Ribérys Gegenpart Koo bekam für seine Provokation nur die Gelbe Karte von Schiedsrichter Kinhöfer zu sehen.

FC Augsburg - FC Bayern München Der Augsburger Koo war sicher nicht unschuldig, wie die Szene beweist - aber er kam mit Gelb davon © dpa Bilderstrecke 

Trainer Jupp Heynckes kann den Platzverweis aus der 47. Minute dagegen nachvollziehen. „Er ist provoziert worden von Koo, das sieht man“, sagte er. „Aber die Rote Karte ist vertretbar. Das muss man objektiv zugestehen, das darf so einem Klassespieler nicht passieren. Ich kritisiere die Entscheidung des Schiris in keinem Fall.“

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