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Paris Saint-Germain Kein Platz mehr für alten Adel

 ·  Paris Saint-Germain wird von Geld aus Qatar geflutet, ist „chic“ - aber frühere Anhänger wenden sich ab. Frauen in hohen Schuhen, die in der Halbzeit den Eingangsbereich der Damentoiletten blockieren, mag nicht jeder.

Artikel Bilder (5) Lesermeinungen (14)
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Michael Messerer

Verfestigung bestehender Verhältnisse

Das mit dem financial fair play ist ja alles gut und recht. Aber eigentlich wird dadurch nur die Macht derjenigen Klubs gefestigt, die bereits ganz oben sind und mit regelmäßigen Einnahmen aus der CL planen können.
Hat sich eigentlich schon mal jemand überlegt, was es in einer kleinen Liga wie z.B. Zypern bedeutet, wenn deren Meister Nikosia regelmäßig Millioneneinnahmen aus der CL-Teilnahme generiert?
Ohne die Investitionen verschiedener Privatleute wäre Chelsea und ManCity Premier League Mittelmaß und Vereine wie ManU, Liverpool, Arsenal und Tottenham würden sich Jahr für Jahr die CL-Einnahmen teilen. Ist das die schöne neue (faire?) Fußballwelt, die sich Platini wünscht?

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Tyler Durden Volland

Bei manchen Mommentaren kann mann nur den Kopf schütteln.....

KEIN Verein der Welt kann mehr oben mitspielen, wenn er nicht Zugang zu grossen Mitteln hat. Dass man den ganz grossen Erfolg, siehe Chelsea, nicht kaufen kann hat damit wenig zu tun. Wer in der CL regelmässig in die späteren Runden kommen will, der MUSS einkaufen können. Dazu braucht man die Mittel und die Fachleute.
Die Trennung zwischen absolutem Spitzenfussball und mittelmässigen Profis wird auch in Zukunft noch extremer werden, und die CL wird deshalb auch eines Tages durch eine Europaliga, nach US Vorbild, ersetzt werden.

Ob jemandem das gefällt oder nicht, ist völlig nebensächlich. Es IST so.

Die Entscheidung von PSG war so gesehen richtig. Wer oben überleben will, der muss so entscheiden. Vereine, die diesen Weg gehen, mögen nicht in kurzer Zeit ganz an die Spitze kommen, aber alle spielen oben mit.
Bayern, PSG und Real haben völlig unterschiedliche Finanzierungsmodelle, aber alle drei funktionieren. Ohne das Geld geht nichts.....

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Verena Pfeiff
Verena Pfeiff (Rena15) - 30.12.2012 12:55 Uhr

Es ist traurig...

...wie diese Sicherheitsdiskussion dazu genutzt wird, um den Fussball in einen reinen Event zu verwandeln...die 50+1 Regel wird nicht mehr lange das ausländische Geld abwehren können..In 5-10 Jahren wird es überall in Europa so aussehen, wie in Paris...Fussball wird kein Volkssport mehr sein, sondern nur noch Unterhaltung für die Oberklasse...die Stimmungsmache hat Erfolg, wie man auch hier in den Kommentaren sehen kann...ich gehe seit meiner Kindheit in die Stadien Europas und ich fühle mich heute nicht weniger sicher als noch vor 10 Jahren...auf jedem Volksfest gibt es am Wochenende mehr Schlägereien und Verletzte als an einem Spieltag in der Bundesliga..aber, wie gesagt, die Sicherheit wird ja ohnehin nur vorgeschoben, um das übergeordnete Ziel der totalen Vermarktung als High Class Event zu pushen...irgendwann werden die Spiele ohne Live-Publikum statt finden..Stadien und deren Absicherung kosten zu viel Geld...konsumiert wird der Event nur noch über Medien..traurig, traurig..

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 13:45 Uhr
Verena Pfeiff
Verena Pfeiff (Rena15) - 30.12.2012 13:45 Uhr

um das ganze Szenario mal durchzuspielen..

..Spanien lebt die totale Vermarktung bereits jetzt vor..jedes Spiel wird einzeln an die TV Sender verkauft..Barca und Real bekommen die guten Zeiten am Wochenende, der Rest spielt teilweise unter der Woche..Nachmittags oder um 23Uhr..die Konsequenz: die Kluft zwischen den Großen 2 zu dem Rest der Liga wird immer größer..die Stadien bleiben fast leer, weil die Spiele unter der Woche teilweise erst zwei Tage vorher terminiert werden...Stadionbesuche und Auswärtsfahrten planen wird somit fast unmöglich..

die Konsequenz: ein paar finanzstarke Vereine in jeder europäischen Liga werden ihr Land dominieren und sich durchsetzen..der Rest wird den finanziellen Tod sterben...die nationalen Ligen werden aufgelöst..als nächstes wird eine europäische Superliga für die verbleibenden großen Vereine folgen, ähnlich der heutigen CL..die bankrotten Vereine werden von den Großen aufgekauft und werden zu Nachwuchsfördermannschaften umgeformt, mit denen sich das gemeine Volk am WE vergnügen darf..

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Amal Younis

Die Alternative zu den Qataris waere,......

.......Chaos, Schlaegerien, nicht auf der fussbalisch sehr wichtigen europaeieschen Ebene praesent sein und womoeglich gar ein Abstieg aus der franzosischen Liga.
Wer sportlichen Erfolg erzielen will, muss viel Geld investieren. Das war immer so, ist so und wird auch so bleiben.
Dank den Arabern leben nicht nur viele europaeiesche Fussballclubs, sondern auch viele Firmen diesen vom Untergang bedrohten Kontinents.

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 30.12.2012 11:01 Uhr

Kein Platz mehr für alten Adel

So komm es halt, wenn die eigene Dynamik nachläßt und man nur noch vornehm tut, ohne die eigene Stellung durch entsprechende Aktivitäten zu untermauern. Ganz Frankreich scheint schlapp, schlaff zu sein. Ist das vielleicht der Vorbote einer FAZ-Überschrift in einigen Jahren: "Kein Platz mehr für altes Frankreich"?

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joachim tarasenko

Ist eh alles egal oder?

Der Fussball wird den Weg der Games gehen. Mit Joystick und Serien, die man sich selber zusammen stellen kann. Ja sogar die Tore kann man schießen lassen. Wenns den Leuten gefällt.
Auch der FCB hat schon durchblicken lassen er benötigt die Fans nicht wirklich. Den Spielern wird es auch egal sein ob das Stadion gähnend leer ist. Dann sind ja wohl alle glücklich. Es wird andre Dinge geben um die Menschen zu unterhalten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 21:14 Uhr
joachim tarasenko

Ich denke Sie sind es der den Bezug zur Realität verloren hat

Es stand oft genug zu lesen dass der Fan eigentlich nicht wichtig sei. Hoeness selber hat es bereits auf einer turbulenten Jahresversammlung vor 2 Jahren angedeutet. Die TV Gelder, das Sponsoring und die Werbung relativieren die Gelder aus dem Ticketverkauf. Wo wäre denn der FCB ohne die TV Gelder aus der CL, dem Trikotverkauf und dem grossen Sponsor Telekom? Haben Sie noch keine Fussball Games gesehen? Schütteln Sie ruhig mit dem Kopf, sie haben den Zug verpasst.

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Ralf Becker (mfoe) - 30.12.2012 11:26 Uhr

Nichts davon wird passieren.

Ihre Behauptungen sind haltlos und unsinnig. Da kann ich nur den Kopf schütteln über so wenig Realitätsnähe.

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Echte Stimmung gibt's nur ohne Proleten aus der Kurve.

Im Sommer war ich mit meinem jüngeren Sohn in Barcelona beim "Clasico" (Supercup) des FC Barcelona gegen Real Madrid. Trotz tiefster Rivalität beider Vereine und katastrophaler Jugendarbeitslosigkeit in Spanien war es ein stimmungsvolles Fussball-Familienfest:

1.
Kein Alkohol im Stadion. Wer darauf Wert legt, bleibt also gleich Zuhause.

2.
Keine Gästefans (für das Rückspiel hatte Barcelona ganze 700 Tickets) und damit keinerlei Konfrontation.

3.
Keine Einlasskontrollen, weil schlicht überflüssig.

4.
Keine verhätschelte und sich maßlos selbstüberschätzende "Fankurve" mit proletarischen "Choreografien", sondern 90.000 begeisterte Zuschauer, die oft als Drei-Generationen-Familien im Stadion waren. Wunderbare, natürliche und sympathische Stimmung auf allen Rängen und in allen Blöcken durch alle Zuschauer.

Wer sich ein Bild machen mag: Youtube "FC Barcelona Hymne". Sympathische und echte Stimmung. So geht das.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.12.2012 16:14 Uhr
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Immer schön bei der Wahrheit bleiben, Herr Nierhoff.

Herr Wendt hat das zwar nach einem Hertha-Spiel gesagt - allerdings nach deren Auswärtsrelegationsspiel in D'dorf :)

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Alexander Nierhoff

Rainer Wendt

...hat bei Randalen von Herthanern den Beweis erbracht gesehen, dass Stehplätze verboten gehören... Das heißt nach Randalen im einzigen reinen Sitzplatzstadion der Republik, dem Berliner Olympiastadion. So viel zu Wendts Kompetenz.

Angst haben muss man nicht vor mir haben, sondern vor Polizeigewerkschaftlern, die Gummigeschosse fordern und auch im Übrigen nicht auf dem Boden des GG stehen. Ein Glück, dass es noch die GdP gibt und nicht nur Wendt...

Wie gesagt, fragen sie Rentner und Familien, die in deutsche Stadien gehen, ob sie Angst haben.

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Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt weiß im Gegensatz zu...

... Ihnen, wovon er redet.

Aber klar: Wer - wie vielleicht Sie - zu denen gehört, die Angst im Stadion verbreiten, hat selbst natürlich keine Angst.

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Alexander Nierhoff

@Fischer

Wieder einmal ein Kommentar, der von Unwissenheit über deutsche Stadien strotzt. Es gibt Unmengen von Familien die jedes Wochenende in die Stadien fahren, auch Senioren, die schon in den Vorgängerstadien standen oder saßen. Keiner davon hat Angst, dass ihm etwas passiert oder fürchtet gar, wie Rainer Wendt es tatsächlich mal formuliert hat, um sein Leben. Was an dieser Stimmung weniger echt sein soll, leuchtet mir nicht ein.

Ebenso wenig, wieso "Fankurven" notwendiger Weise proletarisch sind. Es gibt auch den S-Klasse-Fahrer, der am Samstag den Boss-Mantel gegen das Trikot oder die bestickte Jeansjacke austauscht und - selbstverständlich - in der Kurve/auf der Tribüne steht und nicht im Logensessel sitzt.

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29.12.2012, 13:22 Uhr

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