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Operation gelungen Lamentieren verboten

03.11.2011 ·  Nach dem Schlüsselbeinbruch von Schweinsteiger müssen Bayern-Coach Heynckes und Nationaltrainer Löw Ersatzlösungen finden. Beide bedauern, ohne zu klagen.

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Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger ist nach seinem Schlüsselbeinbruch im Champions-League-Spiel gegen den SSC Neapel noch in der Nacht zum Donnerstag operiert worden. Im Klinikum Rechts der Isar in München setzte ihm Professor Andreas Imhoff bei dem um 2.00 Uhr durchgeführten Eingriff im Beisein von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt eine Platte am verletzten Knochen ein.

Schweinsteiger hatte sich die Verletzung beim 3:2-Sieg der Münchner am Mittwochabend kurz nach der Pause bei einem Zweikampf mit Neapels Mittelfeldspieler Gökhan Inler zugezogen. Er war unglücklich gestürzt, das Schlüsselbein brach nahe der rechten Schulter.

Der 27-Jährige muss noch bis Freitag in der Klinik bleiben. Danach folgen zwei Wochen absolute Ruhe, ehe er mit der Rehabilitation beginnen kann. In sechs Wochen sei mit seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining zu rechnen. „Die Vorrunde ist auf jeden Fall gelaufen“, berichtete Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick am Donnerstag.

Als Mannschaft eine Lösung finden

Schweinsteigers Ausfall „tut uns sehr weh, denn er ist unser Spielmacher“, erklärte Karl-Heinz Rummenigge am Mittwochabend. Man dürfe aber jetzt „nicht lamentieren“, betonte der Bayern-Chef. „Eins zu eins kann man einen Bastian Schweinsteiger nicht ersetzen“, erklärte Stürmer Thomas Müller: „Da müssen wir als Mannschaft eine Lösung finden.“

Trainer Heynckes erklärte vor der Aufgabe am Sonntag beim FC Augsburg. „Wir haben es immer geschafft, Spieler zu ersetzen.“ Möglich wäre ein Defensiv-Duo mit Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk. Oder Heynckes zieht Toni Kroos zurück und betraut ihn mit Schweinsteigers Rolle. Müller könnte dafür auf die Position „10“ wechseln, David Alaba den rechten Flügel besetzen. „Der Trainer wird das irgendwie kompensieren“, meinte Rummenigge: „Wir werden trotzdem aussichtsreich in die nächsten Spiele gehen.“

Auch Joachim Löw muss nach der Verletzung des „emotionalen Leaders“ seine Länderspiel-Pläne überdenken. Der Bundestrainer bedauert wie die Bayern Schweinsteigers Zwangspause. Der 27-Jährige genießt als Mittelfeldchef auch bei Löw eine Sonderrolle. Doch der Bundestrainer formulierte nach WM-Platz drei und den anschließenden zehn Siegen in der EM-Qualifikation eine klare Erkenntnis: „Wo früher geklagt wurde, dass wir keine Alternativen haben, können wir heute schnell reagieren und variieren.“

Möglicherweise wird Löw nach der souveränen EM-Qualifikation auch noch dem einen oder anderen hochbelasteten Spieler eine Pause gewähren. Für Löw sind die Begegnungen am 11. November gegen den EM-Mitgastgeber Ukraine in Kiew und vier Tage später gegen die „Oranjes“ zwar „keine Freundschaftsspiele“, wie der DFB-Chefcoach betonte: „Dennoch werde ich sicher einigen jungen Spielern eine Chance geben.“

Bei der Verteilung der Belastung dürfte Löw auch die Interessen der Vereine mit im Blick haben. Denn nur vier Tage nach dem Länderspiel-Klassiker gegen Vizeweltmeister Niederlande steigt in der Liga das absolute Topspiel FC Bayern gegen Meister Dortmund.

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