06.10.2012 · Das deutsche Fußball-Idyll zeigt Risse: Neonazis unterwandern nun auch im Westen zunehmend selbst offizielle Fanklubs. Besonders betroffen von der geschickten, rechtsextremen Agitation sind Dortmund und Aachen.
Von Michael Horeni und Olaf SundermeyerRichtlinien für Lesermeinungen
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Form eines Systems, in dem Menschen wegen ihrer politischen Gesinnung
ihre Rechte eingeschränkt bekommen , und nicht mal zum Fussball
gehen dürfen ?
Jedenfalls nicht Demokratie .
Fussball ist ein Volkssport , und die Zuschauer im Stadion
repräsentieren auch alle Schichten und Meinungen der
Bevölkerung. Ich zweifele nicht daran , das bei 80.000 besuchern 25
Rechtsradikale, 100 linksradikale ,100 radikale Ismaisten, 30 radikale
Kommunisten usw. anwesend sind, das dürfte normal sein. Fakt ist
aber doch , so lange sich niemand kriminell auffällig benimmt ,
oder durch Straftaten auffält, darf er genauso zum Fussball gehen ,
wie jeder andere Mensch auch in diesem Land.
Das sind die demokratisch verbrieften Grundrechte, und die
Öffentlichkeit, aber vor allem die Medien sollten statt zu hetzen
viel mehr diese Grundrechten verteidigen, denn Freiheit und Demokratie
sind nach wie vor, oder gerade heute viel weniger, eine Selbsverständlichkeit.
Falsch.
Das ist keine Vermutung, dafür gibt es handfeste Indizien. Desweiteren vergleichen sie Äpfel mit Birnen: Rechte versuchen genau wie Linke, auf Demos 'gleichgesinnte zu Akquirieren'. Es gibt zahlreiche rechte Demos in Deutschland statt, ihre Sorge um die freie Meinungsäußerung in unserem Land ist also unbegründet. Die Unterwanderung von Ultragruppierung in Fußballstadien hat eine andere Qualität: Da wird eine ganz neue Zielgruppe erschlossen, die vorher mit der ganzen Sache nichts zu tun hatte. Und wenn sie gerne mehr Liberalität gegenüber dem Anwerbungsverhalten radikaler Gruppierungen fordern, dann mache ich ihnen einen Vorschlag: Lassen sie das nächste Sprengstoffattentat von al-Qaida, die nächste Straßenschlacht am 1.Mai oder die nächsten NSU-Morde doch einfach in ihrem Wohnzimmer planen. Danach unterhalten wir uns dann nochmal darüber, was das Ganze mit Meinungsfreiheit zu tun hat.
@H.pagel
Ob gezielt angworben wird, ist eine Vermutung. Diese Vermutung besteht
bei den anderen Gruppen genauso und immer. Das liegt in der Sache ,
Minderheiten versuchen immer im Auftreten in der Masse gleichgesinnte zu
Akquirieren. das tun linke gewalttäter auf Demos auch ständig
, und zihen viele andere mit. Da kann ich gleiches Entsetzen in den
Berichten darüber nicht entdecken.
Und egal , ob Vermutung oder nicht, die Demokratie muss die Diskussion
aushalten , und auch den Versuch sich auszubreiten, sol lange
demokratische legitimierte Mittel eingesetzt werden , um das zu
erreichen . Menschen anzusprechn oder mit Transparenten zu werden ist
nach meiner Meinung nicht kriminell, so lange da nichts verbotenes
draufsteht oder verbotene Inhalte vermittelt werden.
Wenn das der Kern des Artikels sein soll, ist er allerdings gut
verborgen, in der Fülle der Vorwürfe und Unterstellungen. Am
Ende ist wohl der Fussball noch Schuld , das es rechte Gewalt gibt, oder
was soll vermittelt werden ?
Ob...
.. sie mit ihren Annahmen ('bei 80.000 besuchern 25 Rechtsradikale, 100 linksradikale ,100 radikale Ismaisten, 30 radikale Kommunisten usw. anwesend sind, das dürfte normal sein') recht haben, kann ich nicht beurteilen. Leider verfehlen sie das Thema. Im obigen Text geht es nicht um's 'zum Fussball gehen'. Es geht um die gezielte Anwerbung seitens der rechtsradikalen Szene innerhalb der Ultra-Gruppierungen. Der Unterschied sollte klar sein. Wenn radikale Islamisten anfangen würde, im Stadion gezielt Kämpfer für ihre Sache anzuwerben, würde gleichermaßen etwas dagegen unternommen werden.
haben sich jetzt die 8 "Nazis" nicht gesetzeskonform
verhalten, dass dies ein Stadionverbot oder sonstige Bestrafung
rechtfertigen würde?
Ich kann nämlich im Text keinen klaren Straftatbestand feststellen,
obwohl man doch diesbezüglich bei rechtem Klientel
außerordentlich gründlich recherchiert.
Der Verein..
...hat meines Wissens nach das Hausrecht im eigenen Stadion. Er darf
also Stadionverbote verteilen, ohne dass irgendeine Straftat vorliegt.
Korrigieren sie mich bitte wenn ich falsch informiert bin.
Dass ein Fußballverein kein Interesse an der Verbreitung
menschenverachtenden Gedankengutes in der eigenen Fangemeinschaft hat
ist wohl nachvollziehbar. Denn selbst, wenn der Verein kein Interesse
daran hätte, seiner sozialen Verantwortung nachzukommen,
würden ihm dadurch immernoch Image-Verlust und die damit
einhergehenden finanziellen Schäden drohen.
Was für eine riesige Bedrohung
Da protestieren 5 Rechte im Stadion für ihren Siggi, mit nem Transparent welches wohl kaum sonst aufgefallen wäre. Ja dies ist eine enorme Unterwanderung, womöglich fühlen sich nun 500 Islamisten von denen im Stadion regelrecht bedroht. Ich leide mit ihnen mit. Wer einmal einen Spaziergang durch den nördlichen Teil Dortmunds macht glaubt sich in den Ghettos kaum mehr in Deutschland zu befinden. Aber eh egal, hauptsache wir sind nun Nazifrei im Stadion, und haben unser schlechtes Gewissen wiedereinmal beruhigt. Ich bin übrigens auch dafür die Hymne im Stadion abzuschaffen und die schwarz rot goldene Fahne ebenso, es könnte unseren ausländischen Gäste ein falsches Zeichen geben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.10.2012 20:36 UhrHerr Johnson
Ihr Zynismus spricht Bände und ist entlarvend.
ist weder in der Regierung noch auf dem Fußballplatz angenehm
fürs friedliche Publikum!
Und wie steht's mit Dresden?
Wie es mit Dresden steht, Herr Stoeckel, kann ich Ihnen sagen
In Dresden gab es in den letzten 3 Jahren 4 Mordfälle.
In einem Fall war der Täter ein geisteskranker
Rußlanddeutscher. Dieser Fall (das Mordopfer war Marwa
El-Sherbini) wurde von Politik und Medien monatelang für eine
deutschlandfeindliche Hetzkampagne ausgeschlachtet.
In den drei anderen Fällen möchte ich nichts zur Provenienz
der Täter sagen. Schließlich wollen wir keine Vorurteile
fördern wollen. Und wir wollen auch nicht in den Verdacht der
Islamophobie geraten.
Neben den „rechten Schreckgespenster“ aber bitte doch auch die andere Seite nicht vergessen.
Politik hat recht wenig mit Fußball zu tun und dies sollte so
bleiben. Aber es sind nun einmal Massen von Menschen mit verschiedensten
Hintergrund bei Spielen in dem Borussiapark,… Da kann man halt
für sich werben, die Linke Szene hat dafür Transporte von
Brennelementen oder Bahnhöfe. Aber beides sollte wenn schon, dann
gleich verurteilt und behandelt werden. Also so lange die „rechten
Schreckgespenster“ keine Straftat begehen, so lange sollte man
doch bitte die Kirche im Dorf lassen.
Anm.: Momentan gibt es zu der derzeitigen Regierung keine Opposition von
den im Bundestag vertretenen Parteien. Also ist es nur eine Frage der
Zeit bis extreme Parteien entsprechenden Zulauf bekommen. In
Ostdeutschland ist dies schon Realität. Nur verurteilen und
verbieten wird da kaum reichen. Eine Facettenreiche politische
Landschaft ist das mindeste was man dagegen tun kann und tun muss.
Herr Klier...
Das ist ja wohl die lächerlichste Argumentation, die ich in diesem Forum je gelesen habe. Sie glauben also nicht an die NSU? Das steht ihnen frei. Aber ihren "Glauben" als Argumentationsgrundlage zu benutzen, tut mir leid, das kann niemand in diesem Forum ernst nehmen. Stand der Dinge ist: Es gab systematisch geplante, rechtsmotivierte Morde. Da ändern weder der Weihnachtsmann noch das Sandmännchen was dran.
Herr Hinderer, was wollen Sie überhaupt erreichen mit ihren erratischen Postings?
Politisch motivierte Gewalt in Deutschland ist links.
Ausschließlich links.
Das weiß jeder, der sich schon mal mit der Materie
beschäftigt hat.
Wo sind sie denn, die sagenhaften "rechten Morde"?
Es gibt keine. Der letzte medial breitgetretene sog. "Rechte
Mord" war 2009 in Dresden der Mord an Marwa El-Sherbini.
Nur dass dieses Verbrechen (so schlimm wie so was ist) eben nichts mit
"Rechts" zu tun. Nach der Tat hat die Polizei die Wohnung der
Täters (ein geisteskranker Rußlanddeutscher) durchsucht und
dabei - nichts gefunden. Keine Reichskriegsflagge, kein
NPD-Mitlgliedsbuch, nicht mal ein klitzekleines Hakenkreuz.
Und sonst? Meinen Sie den herbeihalluzinierten NSU?
Glaube ich nicht. Der Plot ist so unglauwürdig (nicht davon zu
reden, dass die bis heute nicht ein einziges gerichtsverwertbares
Beweismitten finden konnten), dass selbst Sie nicht drauf reinfallen.
Hoffe ich mal.
Im Übrigen wäre es nett, wenn Sie auf meine tatsächlichen
Äußerungen eingehen würden.
Danke.
Lesen Sie die Verfassungsschutzberichte mal durch.
Lesen Sie ferner die Morde unter der Rubrik "politisch motivierte
Gewalt: Rechts" - sogar laut offizieller Lesart über 60 Morde
seit 1992 und ein Vielfaches an schweren Körperverletzungen aus
"politischen Gründen".
Kommen Sie mir nicht mit der "man muss sich wehren"-Lüge.
Das ist heute genau so gelogen wie 1933. Die Gewalt geht von rechts aus
- dort wird offen gesagt, dass der politische Gegner am Besten zu
töten ist.
Unterhalten Sie sich mal mit den Knilchen.
Und dann unterhalten Sie sich mit dem linken Widerpart. Da ist dann die
Rede von "einsperren".
Die rechten Schreckgespenster begehen schwere Körperverletzung, Totschlag und Mord
ja wirklich?
Nur schade, dass sich für diese Unterstellungen so leider gar keine
Belege finden lassen.
Bei der ach so friedlichen Linken ist das anders.
Vor zwei Jahren haben in Dresden 20 friedliche Linke 3 gewalttätige
Rechte verprügelt (in der Fachsprache wird das "friedlicher
Widerstand" genannt). Auf einen am Boden liegenden haben die so
lange getreten, bis der Schädel gebrochen war.
Nur mal ein Beispiel wie weit es her ist mit "der Schwächere
ist in dieser Ideologie ja schutzwürdig".
...
Ihre linken Schreckgespenster blockieren Straßen und begehen
Sachbeschädgung. Sollte Gewalt gegen Personen ausgeübt werden,
endet diese, sobald eine Person zu Boden geht - der Schwächere ist
in dieser Ideologie ja schutzwürdig.. Die rechten Schreckgespenster
begehen schwere Körperverletzung, Totschlag und Mord.
Begründet ist das darin, dass in rechten Kreisen die Gewalt erst
richtig los geht, wenn der Gegner am Boden liegt - Schwäche wird in
dieser Ideologie als todeswürdig erachtet. Dennoch sollen beide
Gespenstergruppen gleich behandelt werden?
Sie sind ein erstklassiges Beispiel der in diesem Land verbreiteten Rechtsblindheit.
Das Verhalten (ich wollte erst "Benehmen" schreiben, aber das passt nicht) beider Gruppen ist ja sehr oft ähnlich -- wächst da was zusammen, was zusammen gehört?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.10.2012 14:06 UhrDer falsche Ansatz!
Die Ultras über einen Kamm zu scheren hätte genau den polarisierenden Effekt, den sich Rechtsradikale Gruppierungen erhoffen. Um das klarzustellen: Nicht alle Ultras sind Krawallmacher, und nicht alle Krawallmacher sind Nazis. Der Unterschied zwischen spontanen Gewalteruptionen (die leider auch immer wieder vorkommen) und ideologisch motivierter Gewalt sollte prinzipiell klar sein, auch wenn der Übergang des Einen in das Andere manchmal fließend ist. Umso wichtiger ist es, die Rechten in den Fankurven zu isolieren. Und dies kann nur in Kooperation mit den mit den politisch neutralen Ultragruppierungen gelingen.
Rocker, Freefighter, Ultras, Hooligans, Fans; alle Rechtsextrem und mit direkten Verbindungen zu Leuten, die permanent Menschen umbringen, und zwar über den Dreh- und Angelpunkt BVB. Genau so wird die Wirklichkeit wohl sein...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.10.2012 14:31 Uhr...
Ich denke, die Autoren meinten, dass es in allen Gruppierungen
rechtsextreme Untergruppen gibt. Das bedeutet, dass sie diese
Gruppierungen NICHT pauschal als rechtsextrem darstellen.
Dass der BVB prominentes Thema ist, liegt wohl daran, dass:
a) rechtsextreme Gruppierungen in und um Dortmund verboten wurden, so
dass deren Mitgliederlisten mit denen der Fanclubs verglichen werden konnten
und
b) Dortmund nach allen Berichten ein größeres Problem mit
Rechtsextremisten hat als andere Orte in NRW.
Trotzdem schreiben die Autoren nur, dass Rechtsextremisten versuchen,
dass Stadion auszunutzen. Der BVB wird also NICHT denunziert.
Es ist ein interessanter Artikel
Der geneigte Leser wünscht sich mehr davon :)
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