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Nationalmannschaft Klose will sofort zu den Bayern

07.06.2007 ·  In den Transferpoker zwischen Werder Bremen und Bayern München um Miroslav Klose scheint Bewegung zu kommen. Dem Stürmer selbst „wäre es lieber, wenn es so schnell wie möglich klappt“. Nun müssen sich die Klubs über eine Ablöse einigen.

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Als sich Miroslav Klose am Mittwochabend in den Urlaub verabschiedete, betonte er noch einmal, wie sehr er sich darauf freue. Doch auf die Frage, ob er sich in den Ferien denn auch entspannen könne, sagte der 28-Jährige: „Entspannt ist etwas anderes.“ Zu sehr nagen an Klose seine Formkrise und seine in der DFB-Auswahl seit 345 Minuten andauernde Torflaute - vor allem aber beschäftigt ihn, dass er immer noch nicht weiß, wo er ab 1. Juli spielen wird.

Nur eines hat Klose erstmals klar gestellt. „Fakt ist, dass ich mich entschieden habe, 2008 beim FC Bayern zu spielen“, sagte der Stürmer im Anschluss an das 2:1 der deutschen Nationalelf im EM-Qualifikationsspiel in Hamburg gegen die Slowakei.

Bremer gesprächsbereit

Doch Klose will unbedingt schon in diesem Sommer zum deutschen Rekordmeister wechseln, daraus machte er erst gar keinen Hehl. „Mir wäre es lieber, wenn es so schnell wie möglich klappt und ich so schnell wie möglich Klarheit hätte“, verdeutlichte er sein Ansinnen, um artig, wie es bei so einer Hängepartie üblich ist, hinzuzufügen: „Aber wenn ich noch ein Jahr in Bremen bleibe, werde ich auch bei Werder alles geben.“

Längst scheint jedoch klar, dass die Zeit des WM-Torschützenköniges von 2006 in Bremen am 30. Juni abgelaufen ist. Selbst Werders Sportdirektor Klaus Allofs hat inzwischen eingesehen, dass es wenig Sinn macht, den abwanderungswilligen Klose zu halten. Entsprechend hatte Allofs Gesprächsbereitschaft signalisiert.

„Miro nicht ganz so befreit“

Laut Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß liegt Werder seit zehn Tagen „ein konkretes Angebot von uns vor. Das ist fair genug“. Der deutsche Rekordmeister soll zehn Millionen Euro Ablöse geboten haben. Dies ist den Bremern aber zu wenig. Sie erhoffen sich bis zu 15 Millionen, brachten aber auch einen Tausch mit dem zur Zeit verletzten Münchner Lukas Podolski nach Bremen ins Gespräch. Dies lehnte aber wiederum Hoeneß strikt ab. Podolski werde nicht freigegeben. 2008 kann Klose ablösefrei zum FC Bayern gehen, weil dann sein Vertrag in Bremen ausläuft.

Dass ihn das Thema Vereinswechsel belastet, sieht man Klose unabhängig von seinen körperlichen Problemen seit Wochen an. Man merke, „dass Miro nachdenklich ist und nicht ganz so befreit aufspielt“, erklärte Teammanager Oliver Bierhoff. Gegen die Slowaken zeigte er sich zwar „stark verbessert“, wie Bundestrainer Joachim Löw attestierte, „aber eine Leistungsexplosion war nicht zu erwarten“.

„Ich hätte das Ding schon gerne gemacht“

Da passte es ins Bild, dass sich der Stürmer in der 10. Minute schon als Torschütze des 1:0 feiern ließ. Doch letztendlich entschied die Europäische Fußball-Union (Uefa) nach Studium der Fernsehbilder auf Eigentor von Jan Durica. Er habe schon das Gefühl gehabt, so Klose, „dass er mir den Ball an den Schienbeinschoner geschossen hat, aber die Uefa hat eben so entschieden. Das ist kein Problem“, sagte er und war um Gelassenheit bemüht.

Doch egal war es dem künftigen Bayern nicht, dass Durica der Treffer zugesprochen wurde und nicht ihm. Immerhin datiert sein letztes Tor in der DFB-Auswahl vom 6. September 2006 (13:0 in San Marino). Seitdem hat er in 345 Spielminuten nicht mehr getroffen. „Natürlich ist das ein Unterschied, ich hätte das Ding schon gerne gemacht“, gab er zu, „aber der wollte das Tor eben unbedingt selbst machen“.

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