21.03.2005 · Mit einem Fitnesstest für den Kader des Nationalteams läutet Jürgen Klinsmann die nächste Etappe auf dem Weg zur WM ein. Das Spiel gegen Slowenien ist der letzte Test vor der Nominierung des Kaders für den Confederation Cup.
Mit der Zusammenkunft eines Großaufgebots aller derzeitigen WM-Kandidaten hat Jürgen Klinsmann eine neue Etappe auf dem Weg zum großen Ziel „Titelgewinn 2006“ eröffnet. Vor dem letzten Test vor der Zusammenstellung des Aufgebots für den Confederations Cup im Juni, der bereits als Generalprobe für die WM 2006 gilt, lud der Bundestrainer gleich 37 Spieler nach Frankfurt ein.
Am Montag mußte allerdings Dietmar Hamann seine Teilnahme wegen einer am Vortag im Ligaspiel des FC Liverpool gegen den FC Everton (2:1) erlittenen Innenbandverletzung im Knie absagen und seine erste Rückkehr in den Kreis der Nationalmannschaft seit der Europameisterschaft 2004 verschieben. Zudem kann Gerald Asamoah die zweitägigen Übungen nicht mitmachen: „Die Verletzung im Muskel sitzt tief. Ich hoffe, daß ich in zwei Wochen wieder fit bin“, sagte der Schalker nach seiner Ankunft.
Intensiver Fitnesstest
Somit werden nur 32 Profis an diesem Dienstag und Mittwoch einen intensiven Fitnesstest absolvieren. 19 werden dann am Freitag zum Länderspiel nach Slowenien reisen, das am Ostersamstag (20.00 Uhr) auf dem Programm steht. „Alles ist weiter nur auf die WM ausgerichtet, wir werden diesen Weg konsequent fortsetzen“, erklärte Klinsmann.
Für das intensive Mitwirken der Nationalspieler am gelungenen Neuanfang nach der verpatzten EM in Portugal wollte sich Klinsmann im Mannschaftshotel Intercontinental in der Frankfurter Innenstadt bei allen Beteiligten in großer Runde bedanken und zugleich die weiteren Schritte erläutern. Der 40jährige wird von seinem innovativen und konsequenten Kurs nicht abrücken. „Es hat sich viel Schwung entwickelt, die Nationalmannschaft verbreitet Spaß“, betonte Klinsmann.
„Gummitwist“ längst akzeptiert
„Wir haben viel bewegt und viel verändert am Anfang, was Mut verlangt hat“, ergänzte Teammanager Oliver Bierhoff. Nicht nur die fünf Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage in der Ära Klinsmann haben das öffentliche Bild der Nationalelf verändert, sondern auch Klinsmanns frischer Geist.
Wurde beispielsweise im September vergangenen Jahres der erste ungewöhnliche Fitnesstest unter Anleitung der amerikanischen Spezialisten von „Athletes Performance“ teilweise noch als „Gummitwist“ belächelt, ist die Neuauflage in Frankfurt als wichtiger Schritt Richtung WM längst akzeptiert. Klinsmann hat den „gläsernen Spieler“ eingeführt, um seinen WM-Kandidaten selbst neue Impulse zu liefern. Kapitän Michael Ballack und Co. bekamen individuelle Trainingsprogramme „geschneidert“, dazu persönliche Video-Sequenzen mit der Präsentation von Stärken und Schwächen.
Auch Nachrücker und „Alt-Internationale“ dabei
„Durch die im zweiten Test gewonnenen Ergebnisse können wir feststellen, ob sich die Werte der Spieler in einigen Bereichen bereits verbessert haben“, erläuterte Klinsmann-Assistent Joachim Löw den Wert der Testreihe, die nun immer im Abstand von einem halben Jahr wiederholt werden soll. Dieses Mal ist neben Sprint- und Sprungübungen sowie Beweglichkeits- und Geschicklichkeits-Tests auch ein Ausdauertest vorgesehen. Das gesamte Programm wird unter gemeinsamer Aufsicht des amerikanischen Experten Mark Verstegen und von DFB-Internist Tim Meyer ablaufen.
Mit der Einbeziehung möglicher Nachrücker wie Moritz Volz oder Christian Pander, aber auch „Alt-Internationaler“ wie Markus Babbel verfolgt Klinsmann gleich mehrere Ziele. Neben der Erweiterung der neuen DFB-Datenbank wird diesen Spielern das Gefühl gegeben, nicht völlig abgeschrieben zu sein. Zudem wird der Konkurrenzdruck auf die etablierten Kräfte erhöht.
DFB will Klinsmann offenbar länger halten
„Wenn's klappt würde ich mich freuen. Ich kann ja nichts verlieren“, beschrieb der Stuttgarter Babbel, am Sonntag noch Siegtorschütze für den VfB Stuttgart gegen Freiburg, seine Rückkehr in den DFB-Kader nach fast fünf Jahren. Auch die derzeit verletzten Jens Nowotny, Andreas Görlitz, Phillip Lahm und Christoph Metzelder hatte Klinsmann am Montag mit nach Frankfurt eingeladen.
Angesichts des veränderten Bildes der Nationalelf (Klinsmann: „Die Fans identifizieren sich mit unserem Stil“) verwundert es nicht, daß die DFB-Führung zumindest erste Signale aussandte, eine Zusammenarbeit mit Klinsmann und Bierhoff über 2006 hinaus auszuweiten. „Sie haben Spaß gefunden“, empfand der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger. Für Bundestrainer und Manager ist dies aber derzeit kein Thema, es bleibt für sie dabei: Zu allererst zählt die Weltmeisterschaft im eigenen Land.
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |