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Nationalmannschaft Adler muss noch warten

 ·  Joachim Löw verzichtet auf Überraschungen: Bei der Nominierung für die anstehenden Qualifikationsspiele verzichtet er auf René Adler. Bastian Schweinsteiger kehrt erwartungsgemäß zurück - und muss zum Rapport.

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© REUTERS René Adler muss noch warten und Bälle halten

Der Rückkehrer wird gleich zum Gespräch gebeten. Joachim Löw will von Bastian Schweinsteiger schon ganz gerne wissen, was der kürzlich mit seiner Einlassung in puncto Teamgeist bei der Fußball-Nationalmannschaft gemeint haben mag. Im Gegensatz zum FC Bayern, wo sich bei einem Tor die gesamte Bank mitfreue, so hatte Schweinsteiger kürzlich in einem Zeitungsinterview gesagt, sei das bei der EM in Polen und in der Ukraine nicht der Fall gewesen: „Da sind nicht immer alle gesprungen.“

Als Löw am Freitag in Frankfurt sein Aufgebot für die beiden kommenden Aufgaben in der WM-Qualifikation am kommenden Freitag in Dublin gegen Irland und vier Tage später in Berlin gegen Schweden (F.A.Z.-Liveticker) vorstellte, gab er sich in dieser Hinsicht arg- und ein bisschen ratlos. „Das konnte ich so nicht feststellen“, sagte der Bundestrainer zur angeblichen Passivität der Reservisten beim Torjubel. Seiner Wahrnehmung nach sei die Stimmung „sehr harmonisch“ und zwischen den Spielen sogar „beeindruckend gut“ gewesen. Insofern konnte oder wollte Löw sich keinen Reim auf Schweinsteigers Worte machen: „Ich weiß nicht, welche Botschaft er aussenden wollte.“

Die Aussagen des Antreibers mögen überrascht haben - für seine Rückkehr ins Team nach den drei verpassten Länderspielen seit der EM gilt das nicht. Auf dem Platz, das stellte Löw klar, zählt er voll und ganz auf den Mittelfeldspieler, den er als „wichtigen Impuls- und Taktgeber“ bezeichnete. Die - nationalmannschaftsfreie - Zeit nach seinen Verletzungen habe er „optimal genutzt“ und zuletzt im Trikot des FC Bayern wieder „herausragende Leistungen“ gezeigt, sagte Löw. Während Schweinsteiger also wieder voll auf der Höhe scheint, mussten Ilkay Gündogan und Julian Draxler für die letzten Pflicht-Länderspiele des Jahres wegen Verletzungen absagen.

Torhüter-Trio unverändert

In der einzigen Personalie, die für manchen Beobachter so etwas wie Spielraum bot, entschied Löw konservativ. René Adler, der zuletzt im Tor des Hamburger SV länderspielreife Leistungen gezeigt hatte, kehrt vorerst nicht in die Auswahl zurück. Es gebe im Moment „keine Veranlassung“, etwas an der Besetzung mit Manuel Neuer, Ron-Robert Zieler und Marc-André ter Stegen zu ändern, „weil wir von der Qualität der drei absolut überzeugt sind“, sagte der Bundestrainer. Zugleich stellte er klar, dass er Adler, der bis zu seiner Verletzung vor der WM 2010 die Nummer eins im deutschen Tor war, durchaus auf dem Zettel habe: „Ich traue ihm das absolut zu.“

Das Ziel für den bevorstehenden Doppelspieltag formulierte Löw unmissverständlich: „sechs Punkte“. Er sei „zuversichtlich“, dass die Mannschaft nun „besser im Rhythmus“ sei als vor vier Wochen, beim 2:1 gegen Österreich. Dennoch müsse es auch darum gehen, „dass wir uns in einigen Bereichen wieder stabilisieren“, forderte Löw. So wacklig wie in Wien hatte er sein Team auch selten gesehen.

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Jahrgang 1974, Sportredakteur.

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