Home
http://www.faz.net/-gtm-reh4
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Nach dem Skandalspiel Türkischer Co-Trainer tritt zurück

22.11.2005 ·  Eine Woche nach dem Skandalspiel in Istanbul ist der Co-Trainer der türkischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Unterdessen denkt Fifa-Präsident Blatter darüber nach, auf das Abspielen von Nationalhymnen vor Länderspielen zu verzichten.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (4)

Nach dem Skandal im WM-Qualifikationsspiel zwischen der Türkei und der Schweiz überlegt Fifa-Chef Joseph Blatter, risikoreiche Spiele generell auf neutralem Boden austragen zu lassen. Außerdem erwägt der Präsident des Fußball-Weltverbandes (Fifa), auf das Abspielen von Nationalhymnen zu verzichten.

„Das war eine derartige Respektlosigkeit und eine Verletzung des nationalen Stolzes. Ich frage mich, ob es überhaupt noch Sinn macht, Nationalhymnen abzuspielen“, sagte Blatter der „Schweizer Illustrierten“ nach den Pfiffen vor den Spielen in Bern und Istanbul. Wenn sich Nationalismus sowie Leidenschaft und Emotionen paarten, entstehe offenbar eine explosive Situation, meinte der Schweizer.

Entscheidung „ohne Druck“

Knapp eine Woche nach den Attacken gegen Schweizer Spieler beim WM-Relegationsspiel in Istanbul ist der türkische Co-Trainer Mehmet Özdilek zurückgetreten. Er habe seine Entscheidung „ohne Druck“ nach einem Gespräch mit Nationalcoach Fatih Terim getroffen, sagte Özdilek dem türkischen Nachrichtensender NTV. Özdilek hatte einem der Schweizer Akteure, die nach dem Abpfiff in die Kabinen gerannt waren, ein Bein gestellt und damit die anschließende Randale in den Stadion-Katakomben ausgelöst.

Der Präsident des türkischen Fußball-Verbandes, Levent Bicakci, wies dagegen Rücktrittsforderungen zurück. In einer Reaktion auf Sportminister Mehmet Ali Sahin erklärte Bicakci, die Kritik des Ministers habe sich nicht gegen den Fußball-Verband gerichtet. Sportliche Erfolge seien wichtig, hatte Sahin gesagt, doch niemand habe das Recht, das Ansehen der Türkei zu beschädigen. „Wenn erfolglose Verbandspräsidenten nicht zurücktreten, werde ich das Nötige tun“, zitierten türkische Medien den Sportminister.

Fifa-Anhörung Ende November

Die Fifa hat derweil Funktionäre und Spieler beider Länder für Ende November nach Zürich geladen. Dann sollen die Verbandsvertreter, die Nationaltrainer beider Teams und die Spieler angehört werden, die sich an den Krawallen beteiligt hatten.

Dazu gehören auf türkischer Seite Abwehrspieler Alpay Özalan (1. FC Köln), Torwart Volkan Demirel und Emre Belözoglu. Auf Schweizer Seite sind es die Bundesliga-Profis Benjamin Huggel von Eintracht Frankfurt, Raphael Wicky vom Hamburger SV sowie Johann Vogel, Valon Behrami und Stephane Grinchting. Blatter hatte der Türkei nach dem Skandalspiel Strafen bis hin zum Ausschluß des Verbandes von internationalen Partien angedroht.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   21  32   46 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   21  35   44 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   21  22   43 Verbesserung zur Vorwoche
4.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   21  18   41 Verschlechterung zur Vorwoche
5.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   21  -1   33 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   21  0   31 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   21  -2   31 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   21  -11   27 Verbesserung zur Vorwoche
9.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   21  3   26 Verbesserung zur Vorwoche
10.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   21  -8   26 Verbesserung zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   21  -2   25 Verschlechterung zur Vorwoche
12.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   21  -12   24 Verschlechterung zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   21  -6   23 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   21  -12   22 Gleichheit zur Vorwoche
15.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   21  -11   20 Gleichheit zur Vorwoche
16.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   21  -11   18 Gleichheit zur Vorwoche
17.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   21  -14   18 Gleichheit zur Vorwoche
18.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   21  -20   17 Gleichheit zur Vorwoche

Muntermacher Alba

Von Michael Reinsch

Alba Berlin läuft weiter den Erwartungen hinterher. Im Pokal ereilte den Klub nun das vorzeitige Aus. Nun dient der Vorzeigeklub nur noch als Motivation für die Gegner. Mehr

Ergebnisse, Tabellen und Statistik