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Messi-Glosse Gezwitscher und Grußbotschaft

 ·  Messi schien verletzt. Und die ganze Welt sorgte sich. Fast so sehr wie um Kate. Da geriet der Bayern-Gruß an Badstuber in Vergessenheit.

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© REUTERS Vergrößern Schmerzverzerrt: Messi liegt nach dem Zusammenstoß am Boden

Am Mittwochabend stand die Fußballwelt für ein paar Minuten still. Das muss jeder gemerkt haben - auch wenn er ausnahmsweise mal nicht die bizarr diskutierte Jagd des argentinischen Wunderfußballspielers Lionel Messi auf Gerd Müllers Torrekord verfolgt hat. Denn plötzlich schien nicht nur das 85. Messi-Tor des Jahres 2012 und somit die Einstellung der Bestleistung des „Bombers“ von 1972 in Gefahr. Nein, im torlosen Champions League-Spiel zwischen dem FC Barcelona und Benfica Lissabon ging es um mehr. Eigentlich um alles.

Denn der erst kurz zuvor eingewechselte Weltfußballer lag mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Er kugelte sich auf dem Rasen hin und her, griff sich ans Knie, hielt die Hände vors Gesicht. Es schien vorbei zu sein mit dem Toreschießen. Wie einige spanische Medien auf ihren Websites wagte auch der Fernsehreporter des in Deutschland übertragenden Senders sogleich aus der Tonkabine im Münchner Norden die Ferndiagnose: Kreuzbandriss.

„Messi ist verletzt. Die Welt muss untergehen“

Im weltweiten Netz des Gezwitschers und Geplappers brach eine Sorge aus wie um die bemitleidenswerte Herzogin Kate wegen deren Schwangerschaftsübelkeit. Gott und mehrere Fußballgötter wurden angefleht, die Bänder, Sehnen, Knorpel, Knochen, Muskeln des Heilsbringers gesund zu erhalten. Twittereinträge wie „Messi ist verletzt. Die Welt muss untergehen“ oder „Stop football. Messi is injured“ ließen aufs Ende aller vorweihnachtlichen Freude oder gar aufs Ende überhaupt schließen.

Und sogar Dirk Nowitzki meldete sich nur wenige Minuten nach dem Zusammenstoß des Lieblings aller Fußballfans mit Benfica-Torwart Artur Moraes von seinem Lazarett im fernen Texas aus zu Wort. „I hope Messi is ok“, schrieb der Star dem Superstar. Nowitzkis Hoffnung wurde erfüllt. Der Bemitleidete meldete sich am Donnerstag, als lediglich ein Bluterguss festgestellt war, mit den Worten: „Ich möchte Euch allen danken für Eure Unterstützung“ zurück.

Altbacken herzlich: „Alles Gute, Holger!“

Bei dem Wirbel um einen Bluterguss trat die goldige Grußbotschaft der Münchner Bayern völlig in den Hintergrund. Sie sandten ihrem tatsächlich wegen eines Kreuzbandrisses ein halbes Jahr lang verletzt fehlenden Mannschaftskameraden Holger Badstuber einen Postkartengruß ganz alter Schule.

Auf dem Mannschaftsfoto hielten sie sein derzeit nicht benötigtes Trikot ins Bild, zudem hatten sie „Alles Gute, Holger!“ auf ein Papptransparent drucken lassen. Was ist schon die Welt des Internet gegen eine Kurznachricht solch altbackener Herzlichkeit.

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06.12.2012, 16:52 Uhr

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