http://www.faz.net/-gtl-7751m
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 22.02.2013, 11:22 Uhr

Messer-Attacken in Rom Borussia-Fans haben Krankenhaus verlassen

Die drei Mönchengladbacher Fußball-Anhänger, die am Rande des Europa-League-Spiels in Rom mit Messern attackiert wurden, geht es besser. Lazio-Fans sind wiederholt mit Gewalt auffällig geworden.

© dpa Der Schein trügt: Für einige Gladbach-Fans bot der Ausflug nach Rom nicht nur friedliche Freude

Die bei einer Messerattacke verletzten drei Gladbacher Fans haben das Krankenhaus in Rom wieder verlassen und keine schweren Verletzungen davongetragen. Das teilte der Ordnungsdienst des Fußball-Bundesligisten am Freitag mit.

Die drei Borussia-Anhänger waren vor dem Europa-League-Spiel bei Lazio Rom (0:2) in der italienischen Hauptstadt von Krawallmachern mit dem Messer angegriffen worden. Zu den Vorfällen sei es nach italienischen Medienberichten an drei verschiedenen Orten der Stadt gekommen. Die Polizei, die Ermittlungen aufgenommen hat, suche die Täter in der Lazio-Fanszene.

Appell an Lazio-„Fans“

Roms Bürgermeister Gianni Alemanno und der Lazio-Chef Claudio Lotito verurteilten die Übergriffe auf die Fans. „Man wird aber sehen müssen, ob diese Vorfälle mit der Lazio-Fangemeinde zu tun haben oder ob es sich um verschiedene Dinge handelt“, sagte Lotito dem TV-Sender Sky.

Mehr zum Thema

Die Angriffe auf die drei Borussia-Anhänger ereigneten sich unabhängig voneinander. So wurde ein 50-jähriger Arzt an einer Brücke in der Nähe des Stadions attackiert. Ein zweiter Fan, als er von seinem Hotel zu Fuß zu dem Europa-League-Match seiner Mannschaft gehen wollte. Der dritte Vorfall ereignete sich am Tiberufer. In zwei Fällen seien es Messerstiche ins Gesäß gewesen, der dritte Fan wurde an der Hüfte verletzt.

„Noch einmal müssen wir an die Tifosi appellieren, die Gewalttätigen zu isolieren und insgesamt ein zivileres Verhalten zu zeigen“, forderte Alemanno die Lazio-Fans zu mehr Besonnenheit auf. Die Lazio-Fans sind in der Vergangenheit wiederholt durch Gewalt und rechtsextreme Ausfälle in die Schlagzeilen geraten.

Quelle: DPA

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Großbritannien Labour-Abgeordnete nach Attentat gestorben

Die britische Parlamentsabgeordnete Jo Cox von der Labour-Partei erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Politikerin war zuvor in der Nähe von Leeds angeschossen worden. Mehr

16.06.2016, 19:53 Uhr | Politik
Messerattacke auf Gay Pride Lange Haft für jüdischen Fanatiker

Der tödliche Messerangriff auf Teilnehmer der Gay Pride in Jerusalem 2015 ist mit aller Härte bestraft worden: Das Jerusalemer Bezirksgericht verurteilte den ultraorthodoxen Juden Jischai Schlissel zu lebenslanger Haft plus 31 Jahren. Er hatte im Jahr 2005 bei der Schwulen- und Lesben-Parade schon einmal mehrere Menschen mit dem Messer verletzt. Mehr

26.06.2016, 18:34 Uhr | Gesellschaft
EM-Trainer und ihre Berufe Keine Angst vorm Zahnarzt

Die meisten Spieler setzen heute allein auf den Fußball. Einige Trainer aber haben in normalen Berufen gearbeitet. Aber was heißt schon normal? Heimir Hallgrimsson bohrt noch immer, und Martin O’Neill spürt Kapitalverbrechen nach. Mehr Von Christian Eichler, Paris

23.06.2016, 14:31 Uhr | Sport
Amerika LKW baumelt über Brückengeländer

Wie auf Messers Schneide hing ein tonnenschwerer Lastwagen über einem Brückengeländer am Montag in New York. Laut Berichten örtlicher Medien waren zuvor mehrere Fahrzeuge auf der Autobahnüberführung im Stadtteil Bronx kollidiert. Der Lastwagen durchbrach das Geländer. Der Fahrer wurde den Berichten zufolge verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Mehr

31.05.2016, 10:37 Uhr | Gesellschaft
Modemesse Pitti Uomo Neue Ideen für die Luxusmode von morgen

Zehntausende besuchen in Florenz die wichtigste Messe für Herrenmode auf der Welt. Hier besinnen sich die Italiener auf ihre Stärken – allen Widrigkeiten zum Trotz. Mehr Von Stephan Finsterbusch und Alfons Kaiser, Florenz

17.06.2016, 16:12 Uhr | Stil

Nach Spaniens Aus wird ein neuer Herrscher gesucht

Von Michael Horeni

Island führt das finanziell überhitzte Fußballsystem ad absurdum. Und nach dem Ende der spanischen Herrschaft ist ein neuer Kaiser des Weltfußballs gesucht. Deutschland ist der Anwärter - wenn die Nationalmannschaft von Spanien lernt. Mehr 7 8

Abonnieren Sie den Newsletter „Fußball-EM“