02.01.2013 · Das Abenteuer Chelsea hat für Fußballprofi Marko Marin auf der Bank begonnen. Die Fans machen schon Späße über den unsichtbaren deutschen Nationalspieler. Ob er wenigstens gegen Schlusslicht Queens Park spielen darf?
Von Inga Radel, LondonRichtlinien für Lesermeinungen
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...wenn der neue Arbeitgeber (VW) seines ehemaligen "Vereinskameraden" Klaus Allofs ein paar Milliönchen aus der Portokasse investieren würde, um diesen Jungen wieder in die Bundesliga zurückzuholen? Klaus Allofs (KA) scheint ohnehin eine Vorliebe zu haben, einige ehemalige Werderaner nach Wolfsburg zu holen.
Auch Torres hat lange gebraucht bei Chelsea, er hat nur gespielt weil
man 57 Millionen für ihn bezahlt hat. Dabei ist seine Klasse
unbestritten, auch über ihn hat man schon Witze gemacht. Das muss
man in dem Geschäft aushalten. Ausserdem wird er fürstlich
entlohnt fürs Bankerl hocken.Er muss jetzt im Training gewaltig Gas
geben oder sich einen neuen Verein suchen. So einfach ist das alles. In
Bremen hat er sicher nicht so viel verdient und eine neue Erfahrung ist
es auch
Es ist schon an anderer Stelle angeklungen: MM ist meiner Meinung nach vor allem ein Schwalbenkönig und Schauspieler. Wenn der die Energie, die er fürs Hinfallen verwendet, mal in sein Spiel stecken würde, wäre er sicher schon weiter. Aber vielleicht lernt er ja in England, dass Fussball ein Männersport und keine rythmische Sportgymnastik ist, wobei ich den Bodenturnern natürlich nicht zu nahe treten will ;-)
der Mann ist gerade einmal 23 Jahre alt, ganz sicher Multimillionär
und dürfte sicherlich noch 12-15 Jahre spielen können.
Insofern hält sich mein Mitleid in Grenzen. Er wird schon wieder
irgendwo unterkommen, wenn's bei Chelsea nicht funktionieren sollte...
Ein richtiger Fußballtrainer würde ihm gut tun
Ich kenne einige Zweifler und jede Menge Kritiker des Marko Marin;
seinen aktuellen Gesamtzustand kenne ich nicht, habe ihn aber als
besonderen Fußballer – im positiven Sinne – in Erinnerung.
In der Offensive ist er extrem stark und hilfreich; was konnte man kritisieren?
Ja, er fällt sehr schnell; sehr oft war es allerdings keine Show
von ihm, wohl eher die Folge seiner geringen Kilogramm. Das
Defensiverhalten wurde ebenfalls kritisiert. Bei Gladbach hat er sehr
viel Positives gezeigt; der damalige Trainer Hans M. war jedoch nicht
sein Freund. So und anders entstand dann Stimmung gegen ihn. Als er zu
Werder kam, zeigte er meiner Meinung viele gute Spiele; ich habe Spiele
gesehen, da hat er je Partie im Schnitt mindestens drei
hundertprozentige für seine Kollegen aufgelegt. Sein Pech: die
damaligen Stürmer nutzten diese Vorlagen nicht. Das ist alles nicht
gut gelaufen für den Marko. Ihm fehlt einfach ein wenig Fortune
– und ein Trainer der in der Lage ist, Markos Potenzial zu nutzen.