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Mario Gomez in Florenz „Was für ein wunderbarer Tag“

 ·  „Ciao Firenze“ - Mario Gomez trifft in seiner neuen Fußball-Heimat ein und wird beim AC Florenz mit offenen Armen empfangen. Bei der Vorstellung im Stadio Artemio Franchi herrscht geradezu Volksfeststimmung.

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© dpa Vergrößern Die Fans im Stadion sind nur wegen Mario Gomez gekommen

Im feinen Anzug mit Fiorentina-Emblem sowie dunkelblauer Krawatte erschien Mario Gomez bei seinem neuen Arbeitgeber - und ein paar Brocken Italienisch hatte der Stürmerstar auch schon gelernt. Zu mehr reichte die Zeit nach seinem recht kurzfristigen Wechsel vom FC Bayern München zum AC Florenz noch nicht.

Mit offenen Armen wurde er aber auch so empfangen. Bei seiner Vorstellung im Stadio Artemio Franchi vor tausenden Fans herrschte geradezu Volksfeststimmung. Es war der Höhepunkt der großen Gomez-Show, die bereits am Montag bei dessen Ankunft am Flughafen begann, wo ihn eine große Schar italienischer Reporter umlagerte.

„Ciao Florenz, ich bin wirklich glücklich hier zu sein“, sagte 28-Jährige direkt nach seiner Ankunft in Florenz. Standesgemäß war der neue Stürmerstar der Toskaner im Privatjet aus München eingeflogen.

Die ersten Autogramme gab Gomez noch auf dem Rollfeld, dann verschwand er durch einen Seitenausgang Richtung Clubsitz. Dort empfingen ihn Fiorentina-Geschäftsführer Sandro Mencucci und Sportdirektor Daniele Prade, bevor Gomez im Trophäenraum des Klubs erstmals das Fiorentina-Trikot mit der Rückennummer 33 für die Fotografen überzog.

Guardiola schwärmt auch von Florenz

„Florenz war die beste Wahl für mich und meine Familie“, betonte Gomez am Abend. Überzeugt hätten ihn die Ziele der Florentiner und ihr Engagement: „Sie haben sich unheimlich um mich bemüht“, berichtete Gomez.

Auch Pep Guardiola habe in den höchsten Tönen von der Fiorentina geschwärmt. „Florenz spielt offensiv und schön“, analysierte Gomez, der auch betonte, dass „die Schönheit der Stadt und die Herzlichkeit der Florentiner“ eine Rolle für seine Entscheidung gespielt habe.

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© dpa Vergrößern So viel Aufmerksamkeit bekam der Stürmer beim FC Bayern selten

Gomez strahlte den ganzen Nachmittag. „Was für ein wunderbarer Tag. Ich freue mich, für euch zu spielen!“, hatte der Angreifer schon am Flughafen gesagt. Der erste Tag in Florenz sollte nur ja nicht nach Zweckehe aussehen, sondern wie eine Liebesheirat.

Auf dem Papier sieht der Transfer vom Triple-Sieger FC Bayern München zum Vierten der Serie A wie ein sportlicher Abstieg aus. Das stritt auch Gomez nicht ab. „Wenn man den besten Klub der Welt verlässt, ist das so“, meinte der Deutsche.

Gomez will über Florenz nach Brasilien

Für ihn und die Fiorentina soll der Wechsel jedoch zu einer ähnlich großen Erfolgsstory werden wie Miroslav Kloses Transfer vor zwei Jahren zu Lazio Rom. Auch Klose war in München nicht mehr erste Wahl, blühte in Rom auf und sicherte sich so das Ticket für die EM 2012 in Polen und der Ukraine.

Nun will Gomez seinen Stammplatz in Florenz nutzen, um sich Bundestrainer Jogi Löw mit Toren in der Serie A und in der Europa League für die WM 2014 in Brasilien zu empfehlen. In seinen bislang 58 Länderspielen erzielte er 25 Treffer für Deutschland.

Der Start verläuft vielversprechend

Die Ablösesumme für Gomez, für den die Münchner 2009 rund 30 Millionen Euro an den VfB Stuttgart überwiesen, könnte je nach dessen Erfolgen in Florenz am Ende wohl um die 20 Millionen Euro betragen. „Gut investiertes Geld“, meinen sie in Florenz.

Klub-Chef Andrea Della Valle hatte den Deal persönlich mit Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge klargemacht. So ließ es sich der Patron auch nicht nehmen, seinen neuen Superstar im Stadion den Fans zu präsentieren. Für Gomez lief der Start in sein italienisches Abenteuer jedenfalls vielversprechend.

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