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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Mourinho hilft Guardiola mit einer Blamage

Die Fans von Manchester City haben ihren Spaß am Duell José Mourinho gegen Pep Guardiola. Bild: AFP

City ist Meister. Klopp begeistert. Arsenal steckt in der Krise. Ter Stegen kassiert kurioses Tor. Real gewinnt knapp. Zwei Deutsche treffen für Juve. PSG gewinnt Titel nach Gala. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

          Es gab Zeiten, man mag es kaum glauben, da standen sich Pep Guardiola und José Mourinho ganz nahe. Gut zwanzig Jahre ist das her. Der Katalane war Mittelfeldstratege beim FC Barcelona. Der Portugiese, acht Jahre älter als Guardiola, half Trainer Bobby Robson als Übersetzer. Sie verband die Liebe zum Fußball, sie hatten die gleiche Leidenschaft für die Details des Spiels. Vier Jahre ging das so, dann verließ Mourinho Spanien, um seine erste Station als Cheftrainer in seiner Heimat bei Sporting Lissabon anzutreten. Auch Guardiola wurde nach seiner Karriere erfolgreicher Coach.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Zum Bruch der beiden kam es 2008. Der FC Barcelona suchte einen neuen Trainer. Mourinho glaubte fest, dass er den Zuschlag bekommt. Doch der Klub entschied sich überraschend für Guardiola, der zuvor nur ein Jahr die zweite Mannschaft trainiert hatte. Den Höhepunkt der Rivalität gab es zur Zeit, als Mourinho mit Real Madrid den Erzrivalen trainierte. Aus Freunden waren Feinde geworden. Und in der englischen Premier League trafen sie sich vor gut eineinhalb Jahren wieder. Guardiola nun als Trainer von Manchester City, Mourinho von Stadtrivale United.

          Vor einer Woche drohte dem exzentrischen Mourinho der Gau. Mit einem Heimsieg von City über United hätte Guardiola vor seinen Augen die Meisterschaft feiern können. Mit einem Kraftakt nach 0:2-Rückstand verhinderte die Mannschaft des Portugiesen diese Schmach – um dem Rivalen nun den Titel doch zu servieren nach einer eigenen Blamage. City gewann das Topspiel bei Tottenham Hotspur 3:1. United brauchte nur ein Remis im Heimspiel gegen den Tabellenletzten West Bromwich Albion, um die Titelentscheidung weiter zu verschieben. Doch es setzte eine peinliche 0:1-Heimniederlage. Und der blaue Teil der Stadt jubelte.

          Gute Laune hat Jürgen Klopp. Nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League und dem aussichtsreichen Los AS Rom gelang ein 3:0-Sieg über AFC Bournemouth. Die glorreichen Drei im Sturm trafen: Sadio Mané, Roberto Firmino und Mohamed Salah mit seinem 30. Tor. „Das ist verrückt“, sagte Klopp begeistert.

          Ganz anders ist die Stimmung in London beim FC Arsenal. Über die Liga ist der Weg in die Champions League kaum mehr möglich. Bei Aufsteiger Newcastle United reichte eine Führung nicht, um etwas mitzunehmen. Arsenal bleibt im Jahr 2018 ohne einen Punkt in Auswärtsspielen der Premier League.

          Besser machte es der Stadtrivale FC Chelsea, der auch den Erwartungen hinterherläuft, aber noch eine Chance auf die Königsklasse hat. Nach 0:2-Rückstand drehten die „Blues“ die Partie beim FC Southampton in acht Minuten zum Sieg. Überragend war der zweifache Torschütze Olivier Giroud.

          In der spanischen Primera División bleibt der FC Barcelona ungeschlagen. Der Titel dürfte bei elf Punkten Vorsprung nicht mehr in Gefahr sein, nachdem die Katalanen auch das Topspiel gegen den FC Valencia mit 2:1 gewannen. Etwas unglücklich sah nur Torwart Marc-Andre ter Stegen beim kuriosen Elfmeter-Gegentor aus.

          Erzrivale Real Madrid erledigte seine Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten glanzlos mit einem 2:1. Beim FC Malaga traf erst Isco mit einem Freistoß gegen seine alte Mannschaft, später legte Casemiro nach für die „Königlichen“, die im Halbfinale der Champions League auf den FC Bayern treffen.

          Auch die Meisterschaft in der italienischen Serie A, die einzige, die noch Aufregung im Kampf um den Titel versprach, scheint auf der Zielgeraden zur spannungsarmen Angelegenheit zu verkommen. Der SSC Neapel kam beim AC Mailand nicht über ein 0:0 hinaus. Der Abstand auf den Erster wird größer.

          Tabellenführer Juventus Turin gewann sein Heimspiel gegen Sampdoria Genua souverän mit 3:0 und liegt sechs Spieltage vor Saisonende sechs Punkt vorne. Es trafen alte Bekannte aus der Bundesliga: Mario Mandzukic, Benedikt Höwedes – genesen nach langer Verletzungspause – und Sami Khedira.

          Nach der Gala in der Champions League gegen den FC Barcelona und dem Einzug ins Halbfinale stand für AS Rom schon der nächste Höhepunkt an. Im römischen Stadtderby gegen Lazio fielen allerdings keine Tor, obwohl die Blauen die Schlussphase in Unterzahl bestreiten mussten.

          In der französischen Ligue 1 machte Paris St-Germain sein Meisterstück auf beeindruckende Art und Weise perfekt. Gegen den letzten Verfolger AS Monaco gab es im eigenen Stadion eine Gala. Schon zur Pause hieß es 4:1 nach einer furiosen Anfangsphase, am Ende 7:1. Auch Julian Draxler traf.

          Olympique Marseille, dass zuletzt RB Leipzig aus der Europa League fegte, darf noch darauf hoffen, in der nächsten Saison in der Champions League zu spielen. Bei ES Troyes gelang nach zweimaligem Rückstand noch ein 3:2-Sieg. Florian Thauvin erzielte den Siegtreffer kurz vor dem Abpfiff.

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