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Kreative Protestaktion : Hunderte Pakete Cornflakes für den DFB

Der Screenshot des DFB-Twitter-Postings zeigt die ankommenden Pakete. Bild: Screenshot www.twitter.com/DFB_3Liga

Weil der DFB Ermittlungen gegen FCK-Profi Jan Löhmannsröben führt, haben Fußball-Fans aus ganz Deutschland an einer Protestaktion teilgenommen. Anlass ist eine spezielle Formulierung des Profis in einem Interview.

          „Der Schiedsrichter soll Cornflakes zählen gehen.“ Mit dieser Aussage machte Jan Löhmannsröben, Profi beim 1. FC Kaiserslautern in der dritten Fußball-Bundesliga, seinem Unmut nach dem 1:1 gegen den FSV Zwickau Luft. Vorangegangen war ein strittiger Elfmeter für die Sachsen in der Nachspielzeit, bei dem Löhmannsröben den Ball zwar mit der Hand gespielt hatte, davor aber selbst mit dem Ellbogen getroffen wurde. Im Interview mit der Telekom sagte der 27-Jährige zudem: „Ja, wenn das kein Foulspiel ist, ja leck mich am Arsch, Alter. Wie kann man das nicht sehen? Irgendwann platzt mir die Krawatte, ehrlich!“

          Jan Ehrhardt

          Sportredakteur.

          Weil kurz darauf der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) begonnen hatte, gegen den Mittelfeldspieler wegen dieser verbalen Entgleisungen zu ermitteln, rief ein FCK-Anhänger in den sozialen Medien zu einer kreativen Protestaktion auf. Zahlreiche Fußball-Fans aus ganz Deutschland sendeten daraufhin Cornflakes an die DFB-Zentrale in Frankfurt. Etwa 700 bis 1000 Packungen sollen so bis zum frühen Mittwochabend schon zusammengekommen sein, möglicherweise sind noch weitere unterwegs.

          Der DFB sieht die Angelegenheit derweil gelassen. Nachdem ein Mitarbeiter die Pakete angenommen hatte, ließ der Verband über seinen Twitter-Kanal verlauten, man werde die Cornflakes einem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommen lassen. Geplant sei, die vielen Packungen der Tafel zu spenden. Endgültig geklärt sei dies jedoch noch nicht, da es bei Lebensmittel-Spenden gewisse Regeln und Richtlinien einzuhalten gilt. Etwa müssen diese in einer Originalverpackung abgegeben werden.

          Auf das Ermittlungsverfahren gegen Löhmannsröben wird sich die Protestaktion wohl dennoch nicht entscheidend auswirken, auch wenn sie in den sozialen Netzwerken deutschlandweit große Beachtung gefunden zu haben scheint. Immerhin hat sich der Spieler für die wütenden Aussagen nach dem Remis (unter anderem: „Ich hoffe, der (Schiedsrichter, d. Red.) kann 'ne Woche nicht pennen. Er soll erstmal Kreisliga pfeifen und mal die Augen aufmachen. Das ist ja eine absolute Frechheit.“) mittlerweile entschuldigt.

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