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Kommentar : Ist München eine Sportstadt?

Das Wappen des FC Bayern wird poliert - aber wie überlegen die anderen Vereine in München? Bild: dapd

Eine Olympiastadt ist München nicht. Und eine Sportstadt? Erfolgreich sind die Vereine. Doch es gibt Unterschiede. Den Fußballern des FC Bayern fliegen Sponsoren und Stars nur so zu. Andere sind dagegen in Nöten.

          Als Olympiastadt fiel München durch. Als Sportstadt boomt es. Ob im Fußball, Basketball, Volleyball: Münchner Klubs führen die Bundesliga an und brillieren im Europapokal. Doch gibt es Unterschiede. Den Fußballern des FC Bayern fliegen Sponsoren und Stars nur so zu. Den Basketballern inzwischen auch.

          Sie konnten die Stadtsparkasse als zehnten Sponsor präsentieren, sechs davon Dax-Firmen. Den Volleyballern von Generali Haching wird der eine, den sie haben, im Sommer verlorengehen. Sollte Haching nur das sportliche Saisonziel erreichen, nicht aber das wirtschaftliche, und nur den Titel, keinen Sponsor gewinnen, dann ereilt den Klub als deutscher Meister der Exitus.

          Bis Mitte März sucht der viermalige Pokalsieger verzweifelt einen neuen Partner. Es geht um ein Budget, das nicht genug wäre, die Bayern-Kicker drei Tage lang zu bezahlen, die Volleyballer aber ein ganzes Jahr: eine Million Euro.

          „Reich wird hier keiner“, sagt Trainer Mihai Paduretu. Und rechnet vor, was für einen Spieler übrig bleibt: „im Schnitt 2000 Euro im Monat und eine 55-Quadratmeter-Wohnung“. Sollte es wirklich unmöglich sein, für solch preisgünstige Top-Leistung einen Finanzier zu finden? Dann wäre München nicht nur keine Olympiastadt, auch keine Sportstadt. Nur die Stadt des FC Bayern.

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

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