http://www.faz.net/-gtl-8xxz3

DFB-Team beim Confed Cup : Demirbay-Nominierung sorgt für Wirbel

  • Aktualisiert am

Hoffenheims Mittelfeldspieler Demirbay: Will nun nur noch für den DFB spielen. Bild: AP

Kerem Demirbay läuft beim Confederations Cup für Deutschland auf – das ist eine Überraschung: Denn kurz vor der Nominierung des früheren türkischen Jugendnationalspielers ins DFB-Team sorgte ein Schreiben des türkischen Verbands für Verwirrung.

          Hoffenheims Mittelfeldspieler Kerem Demirbay hat sich nach seiner Nominierung für den Confederations Cup in Russland klar zum DFB-Team bekannt. „Für mich ist klar, dass ich der Einladung folge und für mich ein Traum in Erfüllung geht“, sagte der 23-Jährige.

          „Ich habe mich entschieden, für Deutschland zu spielen, da ich hier geboren wurde und aufgewachsen bin und mich auch mit der Deutschen Nationalmannschaft identifiziere.“ Demirbay hatte einst für Junioren-Teams der Türkei gespielt. Nach Medienberichten bemühte sich der in Herten geborene Fußballprofi Demirbay kürzlich sogar um einen türkischen Pass. Er habe sich aber kurzfristig für die DFB-Auswahl entschieden.

          Die digitale F.A.Z. PLUS
          Die digitale F.A.Z. PLUS

          Die F.A.Z. stets aktuell, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken.

          Mehr erfahren

          Der türkische Verband TFF schrieb auf seiner Webseite, dass er die Last-Minute-Entscheidung Demirbays „respektiert“ und dem Spieler viel Erfolg für seine Karriere wünsche. Zu einem vom TFF veröffentlichen Schreiben von Demirbay an den Fußball-Weltverband Fifa vom Montag, in dem er sich noch zu seinem Wunsch, für die Türkei zu spielen, bekannte, sagte sein Berater Tobias Sander der Deutschen Presse-Agentur: „Dieses Schreiben diente ausschließlich zum Zwecke der Prüfung, ob es überhaupt eine rechtliche Möglichkeit gibt, für die Türkei zu spielen, da eine doppelte Staatsbürgerschaft nicht möglich ist.“ Die Prüfung habe der türkische Verband übernehmen wollen.

          Allerdings behauptet Demirbay in dem Schreiben an den türkischen Verband, dass er sich „türkisch fühle“ und deswegen auch „statt für die deutsche, künftig für die türkische Nationalmannschaft spielen wolle“. Auch die Konsequenzen dieses Wechsels seien ihm bewusst, fügte er an.

          Bei der U21-EM 2015 in Tschechien stand Demirbay schon im deutschen Aufgebot, war aber nicht zum Einsatz gekommen. Erst mit einem Pflichtspieleinsatz im Sommer für das A-Team beim Confed Cup in Russland hätte sich Demirbay für Deutschland festgespielt. Anschließend wäre ein Wechsel zum türkischen Verband nicht mehr möglich.

          Weitere Themen

          Lachender Sieger Assad

          Syrien-Kommentar : Lachender Sieger Assad

          Der Krieg in Syrien tobt weiter, die Lage ist unübersichtlich. Innerhalb von 48 Stunden starben über 250 Menschen bei Angriffen auf die Rebellen-Hochburg Ost-Ghuta. Das Chaos spielt dem Assad-Regime in die Hände.

          Feierlaune im Deutschen Haus Video-Seite öffnen

          Medaillen bei Olympia : Feierlaune im Deutschen Haus

          Nach den Silber- und Goldmedaillen für das Skispringer-Team und den Zweierbob der Männer haben die deutschen Olympioniken ordentlich gefeiert. Skispringer Andreas Wellinger gab dabei eine Tänzchen zum Besten.

          Topmeldungen

          Das war die Olympia-Nacht : Viel Schnee aufgewirbelt

          Der Tag in Pyeongchang war bislang geprägt von Wettbewerben im Schnee: Andre Myhrer nutzt im Slalom die Ausfälle der Superstars. Bei den Freigeistern in Freestyle und Big Air gewinnen ein Amerikaner und eine Österreicherin. In der Alpinen Kombination gibt es zwei Medaillen für die Schweiz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.