14.11.2012 · Die Bundesliga-Uhr im Hamburger Stadion zählt die Stunden seit dem ersten Anpfiff vor fast 50 Jahren. Darauf ist der HSV besonders stolz: er war immer dabei. Doch jetzt ist sie stehen geblieben.
Von Achim DreisRichtlinien für Lesermeinungen
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Digital in »digitaler Version«
Seinen nachweislichen Erfolglosigkeitswillen zeigt das HSV-Management
auch bei der defekten BuLi-Uhr. Mannomann! Hätte der FC Bayern
diese Verweildauer vorzuweisen - da würde nicht lange
herumgewackelt, da würde ohne Sprechen die Traditions-Araluhr
repariert.
Keine Ersatzteile? So what. Was nicht lieferbar ist, lässt man
anfertigen. Zu teuer? Ach. Deswegen eines der meistgezeigten deutschen
Stadionfotomotive verändern? Nur, um einen weiteren Beweis
anzutreten, dass man PR und optisches Marketing nicht beherrscht. Oder
antizipieren die Sportpfeffersäcke des Vorstands die
Entbehrlichkeit der BuLi-Zugehörigkeitszeitanzeige, weil sie mit
dem baldigen Abstieg rechnen?
P.S.:
Wie ich den Begriff »digital« verstehe, ist die HSV-Araluhr
bereits digital. Zumindest die Anzeige. Analog ist sie jedenfalls nicht.
In welcher Hinsicht ist »digitale Version« (Originaltext
HSV) gemeint? In verhunzender?
Der HSV scheint die bleierne Zeit...
...der letzten Saison definitiv hinter sich gelassen zu haben, wenn man als Aussenstehender diese etwas skurrile Diskussion um die "verlorene Stadionzeit" mit leichter Verwunderung zur Kenntnis nimmt. Letzte Saison standen die Spieler still im Stadion, diese Saison die "Aral-Uhr" - da kann man nur beten, dass das Herz von Herrn Kühne noch lange für die Rothosen schlägt, sonst ist schneller wieder fünf vor zwölf an der Elbe, als man sich vorstellen mag.