21.06.2004 · Mit einem 1:0 gegen Spanien hat Gastgeber Portugal das Viertelfinale der Euro 2004 erreicht. Das griechische Team von Otto Rehhagel kam trotz eines 1:2 gegen Rußland weiter. Spanien und Rußland scheiden aus.
„Joker“ Nuno Gomes hat Gastgeber Portugal vor dem vorzeitigen K.o. bei der Fußball-Europameisterschaft bewahrt und den großen Nachbarn vorzeitig nach Hause geschickt. Mit seinem Tor in der 57. Minute zum 1:0 (0:0) gegen Spanien sicherte der Angreifer den schwach ins Turnier gestarteten Portugiesen am Sonntagabend doch noch den Einzug ins Viertelfinale und stürzte die Gäste in ein Tal der Tränen.
Im zweiten Spiel des hochdramatischen Gruppenfinale haben Otto Rehhagels Griechen sich erstmals in die Runde der letzten Acht gezittert. Die Hellenen feierten ihre 1:2-Niederlage gegen Rußland wie einen Sieg, denn als Zweiter der Gruppe A erreichten sie das Viertelfinale. Den Ausschlag für die Griechen im Vergleich mit den punktgleichen Spaniern (je 4) gaben die mehr erzielten Tore (4:4/Spanien 2:2). Die Griechen mußten bis zum Schlußpfiff zittern, denn die Russen waren nahe an einem dritten Tor, das gleichbedeutend mit dem EM-Aus für das Rehhagel-Team gewesen wäre.
Die EM-Party in Portugal geht weiter
Vor 52.000 Zuschauern im Estadio de Alvalade von Lissabon verdrängten die EM-Gastgeber Portugal mit dem ersten Länderspielsieg gegen Spanien seit exakt 23 Jahren Griechenland noch von Platz eins der Vorrundengruppe A und treffen nun in der K.o.-Runde gegen den Zweiten der Staffel B an. Dagegen endete das Turnier für den iberischen Nachbarn, der 1996 und 2000 jeweils die Runde der letzten Acht erreicht hatte, mit einer bitteren Enttäuschung.
Nach dem Erfolg in einer temperamentvollen Partie geht die EM-Party in Portugal weiter. Allerdings hing das 1:0 bis zum Schluß am seidenen Faden. In der 62. Minute scheiterte Spaniens Angreifer Fernando Torres am Pfosten, 14 Minuten vor dem Ende verhinderte die Latte des portugiesischen Tores bei einem Kopfball von Juanito den drohenden Ausgleich, der für die Gastgeber gleichbedeutend mit dem Vorrunden-K.o. gewesen wäre.
Figo und Ronaldo stiften Unruhe
Unter dem Druck, das Spiel gewinnen zu müssen, zeigte das Team von Felipe Scolari mit einer engagierten und leidenschaftlichen Vorstellung endlich jene Eigenschaften, die die Fans bei den beiden ersten Auftritten der Gastgeber vermißt hatten. Mit dem 19jährigen Cristiano Ronaldo an Stelle von Simao kam frischer Wind ins Angriffsspiel der Portugiesen, die ihren Gegner sofort in die Defensive drängten.
Der Jungstar, für 18 Millionen Euro zu Manchester United gewechselt, wechselte häufig mit Luis Figo die Seite und stiftete mit seinen Dribblings mehrfach erhebliche Verwirrung in der spanischen Abwehr. Allerdings hielt die Defensive des großen Nachbarn auch ohne den gesperrten Carlos Marchena dem Ansturm Stand. In der 20. Minute meisterte Torhüter Iker Casillas einen Schuß des aufgerückten Verteidigers Miguel. Sekunden vor der Halbzeit übersprang Cristiano Ronaldo zwar den Schlußmann von Real Madrid, köpfte aber neben das Tor.
Raul ohne EM-Form
Bei ihren gelegentlichen Kontern suchten die Spanier den direkteren Weg zum Tor. Dabei erwies sich die Maßnahme von Trainer Inaki Saez, dem 20jährigen Fernando Torres den Vorzug vor Fernando Morientes zu geben, als kluger Schachzug. Der antrittsschnelle Angreifer von Atletico Madrid verpaßte in der 44. Minute die beste Möglichkeit für die Gäste, als er nach einem Eckball knapp über das Tor von Ricardo köpfte. Dagegen wurde Real Madrids Stürmer-Star Raul von Jorge Andrade eng markiert und konnte sich auch im dritten Turnierspiel nicht entscheidend in Szene setzen.
Mit der Einwechslung von Nuno Gomes für den erneut glücklosen Pauleta bewies Weltmeister-Trainer Scolari nach Wiederbeginn eine glückliche Hand. Als die spanische Verteidigung den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, faßte sich der 27jährige von Rekord-Titelträger Benfica Lissabon ein Herz und traf aus 18 Metern flach in die Torecke. Das mögliche 2:0 verpaßte Figo (68.), dessen Freistoß von Casillas mit einer Glanzparade abwehrte.
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |