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Gruppe A Griechenland auf dem Weg ins Viertelfinale - 1:1 gegen Spanien

16.06.2004 ·  Der griechische Höhenflug unter Trainer Otto Rehhagel hält an: Nach dem Sieg gegen Portugal gelingt dem Außenseiter auch ein Teilerfolg gegen Spanien.

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Angelos Charisteas läßt Griechenland und seinen deutschen Trainer Otto Rehhagel weiter vom Einzug in das Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft träumen (FAZ.NET-Spezial Euro 2004). Nach der 2:1-Sensation im Auftaktspiel gegen Portugal trotzten die Hellenen am Mittwoch dem nächsten Favoriten Spanien ein beachtliches 1:1 (0:1) ab.

Werder Bremens Edelreservist Charisteas glückte vor 25.444 Zuschauern im Estádio Bessa-Século von Porto in der 66. Minute das umjubelte Ausgleichstor für die Hellenen. Er machte damit Spaniens Führungstreffer durch Champions-League-Torschützenkönig Fernando Morientes aus der 28. Minute wett, dem ein kapitaler Schnitzer des griechischen Abwehrspielers Mihailis Kapsis vorausgegangen war.

„Jetzt ist alles möglich“

„Jetzt haben wir vier Punkte, und es ist alles möglich“, sagte Charisteas. „Wir haben zwei tolle Spiele gemacht. Aber jetzt gegen Rußland wird es schwierig. Auch dann müssen wir hart spielen und kompakt stehen.“

Otto Rehhagel ergänzte: „Die Spanier waren in der Ballzirkulation und im Pressing besser als wir. Wir haben aber mit Leidenschaft und Hingabe gekämpft. Außerdem sind wir am Ende ein hohes Risiko eingegangen, weil ich neue Leute gebracht habe. Doch das hat sich ausgezahlt.“

Beide Teams halten sich bei der EM mit jweils vier Punkten damit alle Türen offen. In der Gruppe A wird es am Sonntag zu echten Endspielen kommen. In Faro können die Griechen gegen Rußland ihren Aufstieg in den Fußball-Olymp fortsetzen, Spanien versucht gegen Gastgeber Portugal in Lissabon, zum neunten Mal in die Runde der letzten Acht bei einem kontinentalen Titelkampf vorzustoßen.

Rehhagel und sein Team waren mit großem Selbstvertrauen in die Partie gegangen - doch die Profis der spanischen Primera Division waren gewarnt und zumindest in der ersten Halbzeit hochkonzentriert. Rehhagel probierte es im Vergleich zum Auftaktspiel mit einer Änderung in seiner Startformation: Als Sonderbewacher von Spaniens Stürmerstar Raul kam Katsouranis für Basinas zur Verstärkung der Defensive ins Spiel.

König Juan Carlos als Zuschauer

Aber nur knapp eine halbe Stunde hielt Griechenlands doppelte Viererkette den Favoriten in Schach. Dann wurde der erste echte Fehler bestraft: Nach einem gewonnenen Zweikampf leistete sich Innenverteidiger Kapsis einen schlimnmen Fehler und lieferte Morientes mit einem mißglücktes Rückpaß die Vorlage zu dessen 22. Tor im 34. Länderspieleinsatz - bejubelt von Spaniens König Juan Carlos auf der Ehrentribüne als oberstem Fußball-Fan.

Es blieb der einzige Torschuß beider Mannschaften in einer vor allem von den Griechen zu verhalten geführten ersten Halbzeit. Aber das Rehhagel-Team kann auch auf Rückstände reagieren. Nach der Pause gab der Coach mit der Einwechslung des Angreifers Nikolaidis das Startzeichen zu mutigen Angriffsbemühungen. Werder-Profi Charisteas schaffte schließlich nach einem weiten Diagonalpaß das Ausgleichtor.

Griechenland - Spanien 1:1 (0:1)
Griechenland: Nikopolidis - Seitaridis, Kapsis, Dellas, Fyssas (86. Venetidis) - Giannakopoulos (49. Nikolaidis), Katsouranis, Zagorakis, Karagounis (53. Tsiartas) - Charisteas, Vryzas
Spanien: Casillas - Puyol, Helguera, Marchena, Raul Bravo - Etxeberria (46. Joaquin), Albelda, Baraja, Vicente - Morientes (65. Valeron), Raul (80. Torres)
Schiedsrichter: Lubos Michel (Slowakei)
Tore: 0:1 Morientes (28.), 1:1 Charisteas (66.)
Zuschauer: 25.444
Gelbe Karten: Karagounis (2), Katsouranis, Giannakopoulos, Zagorakis, Vryzas - Marchena (2), Helguera

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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