23.12.2012 · Beim SV Muslime geht es nicht um religiöse Debatten, sondern ums Toreschießen: Anfangs argwöhnisch beobachtet, hat sich der Fußballklub in Hamburg etabliert. „Bei uns ist jeder willkommen.“
Von Michael Wittershagen, HamburgRichtlinien für Lesermeinungen
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Den Verein dürfte es in Rahmen des DFB gar nicht geben. Das
FIFA-Reglement (Entscheidung 1 IFAB)untersagt das m. E.: "...Die
vorgeschriebene Grundausrüstung darf keine politischen,
religiösen oder persönlichen Botschaften aufweisen."
Zumindest ein entsprechendes Logo dürfte er auf seinen Trikots
nicht platzieren.
Diskutabel ist weiterhin, ob er die Anforderungen der Satzung des
Hamburger Fußballverbandes erfüllt. Der HFV ist u.a.
"religiös neutral". Das sollte auch für seine
Mitglieder, die Vereine, gelten. § 10 (2) fordert, dass der
Vereinsname dem zu entsprechen habe.
Zitat:
"Der Glaube eint sie, denn auf jeder Position läuft ein
bekennender Muslim auf."
„Bei uns ist jeder willkommen - auch Christen oder Atheisten. Uns
geht es allein um den Verein, um den Erfolg, und all das wollen wir
nicht kaputtmachen durch irgendwelche dummen Diskussionen untereinander.“
Wie passen denn diese beiden Textstellen zusammen.
Für mich klingt dieser Artikel nach Wunschdenken: "Wir
schliessen fest die Augen und stellen uns etwas ganz Schönes
vor." In Wirklichkeit verfestigen sich Parallelgesellschaften, denn
welcher Nicht-Muslim wird sich denn in einem Islam-Fußballverein
anmelden? Da können die Vereinsmitglieder natürlich
erklären, dass jeder willkommen ist, es besteht ja keine Gefahr,
dass Nicht-Muslime das Angebot wahrnehmen.
Jetzt SV Muslime, morgen Dschihad 09 oder Borussia Salafista
Wunderbar. Nun wird auch der Sport islamisiert. Demnächst wirds
wohl keine Frauen als Zuschauer mehr geben. Schwimmen für rein
muslim. Frauen haben wir ja schon in Bremen.
Die Parallelgesellschaften schaffen nun Fakten. Womöglich findet
der DFB dies auch noch vorzeigbar und das Innenmisiterium
überschüttet dieses auch noch mit Geldern.
Jetzt SV Muslime, morgen Dschihad 09 oder Borussia Salafista. Wir
schaffen uns noch schneller ab als von Sarrazin beschrieben.
Als Deutscher mit Migrationshintergrund möchte ich eine Frage stellen.
Natürlich haben sich in diesem wunderbaren Land - das meine ich
ernst! - sehr viele Fremde aus dem restlichen Europa integriert und
fallen heute eigentlich nicht mehr auf. Ich bin ursprünglich
Italiener und keiner merkt es, weil ich arbeite, fließend deutsch
spreche, Steuern zahle usw.
Es kommt aber jetzt durch die Muslime eine neue Qualität des
Zusammenlebens ins Spiel, man ißt kein Schwein, mann unterbricht
die Arbeit zum Beten, man verhält sich sehr unterschiedlich und
betont diesen Unterschied. Und man unterscheidet zwischen Muslimen und "Ungläubigen"!
Pikanterweise wird der Unterschied aber anders als früher gerade
durch unsere neuen
"Landsleute" betont. Diese berücksichtigen nicht unsere
gemeinsame mitteleuropäische Kultur, nein, sie bringen ihre Kultur
mit und setzen sie hier durch.
Meine Frage: der Deutsche steht ja heute gnadenlos auf multi-kulti, aber
wie lange soll das gut gehen???
Ich stimme Ihnen völlig zu, Herr Schaller ....
.... und sehe allerorts Segregation statt Integration. Auch der hier
gelobte "SV Muslime" ist nichts als eine Institution der
Segregation, ganz im Sinne etwa des Herrn Erdogan oder der staatlich
türkischen Religionsbehörde.
Nur Ihrem Schluss-Satz will ich mich nicht vorbehaltlos
anschließen. Der Deutsche steht eben nicht "gnadenlos auf
multi-kulti". Sprechen Sie mit beliebigen Menschen auf der
Straße oder beim Einkauf - Skepsis und Zweifel übewiegen
stets. Es wird den Deutschen nämlich nur suggeriert, sie
hätten "gnadenlos auf multi-kulti" zu stehen, unter
anderen von volkspädagogisch agierenden Polit-Darstellern und
68er-Journalisten. Doch die Realität straft diese Lügen - und
immer mehr Menschen nehmen es trotz Dauerberieselung auch wahr.
Multikulti ist out- es lebe die Parallelgesellschaft!
Verfestigte Parallelgesellschaften
mehr fällt einem bei der Lektüre doch nicht mehr ein. Was will man mit solchen Leuten hier? Sind das die Fachkräfte, die wir so dringend brauchen?
Ich freue mich über jeden Moslem, der sich in Deutschland
integriert! Damit werden Parallelgesellschaften jede Grundlage entzogen
und man kann sich wieder sicher fühlen auf Deutschlands
Straßen - bei Nacht - allein - als Frau - ohne Kopftuch.
Weiter so!