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Fußballspruch 2012 : Scholl liegt doppelt vorne

Bei den Zuschauern kommen Mehmet Scholls Sprüche an - bei den Spielern und Trainern nicht immer Bild: dapd

In der FAZ.NET-Umfrage zum Fußballspruch 2012 belegt Mehmet Scholl Platz eins und zwei. Ganz vorne liegt er mit seiner Sorge um Mario Gomez, dahinter landet sein gewagtes Fremdwort-Dribbling. Dritter wird ein Trainer, der sein Schicksal erahnte.

          Wenn sich da mal nicht jemand auf den besten Plätzen wund liegt ... In der FAZ.NET-Umfrage zum besten Fußball-Spruch 2012 hat es sich Mehmet Scholl gleich auf dem ersten und dem zweiten Rang gemütlich gemacht. Beim Voting, an dem 22.159 User teilnahmen, plazierte sich der ARD-Experte mit seiner Aussage über Mario Gomez nach dem EM-Auftakt gegen Portugal („Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wund liegt und mal gewendet werden muss“) mit 24 Prozent der Stimmen ganz vorne.

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          Fußballspruch-Kandidaten 2012 : Rehhagel und andere Querschläger
          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Gefolgt wird er - von sich selbst („Algorithmus – das sage ich jetzt nicht, um mit einem Fremdwort zu imprägnieren“). Für das gewagte Dribbling mit schweren Wörtern bekam er von den FAZ.NET-Lesern 15 Prozent. Platz drei ging ausnahmsweise nicht an Scholl, sondern den früheren Kölner Trainer Ståle Solbakken, der seinerzeit bei einer Pressekonferenz zum Handy griff: „Oh, das ist meine Frau. Die will fragen, ob ich morgen noch eine Arbeit habe.“ Zwei Spieltage später musste er diese Frage mit „Nein“ beantworten.

          Ob Scholl auch bei der Preisverleihung am Freitagabend in Nürnberg vorne liegen wird, ist offen. Auch Jürgen Klopp und Bastian Schweinsteiger haben noch Chancen. Denn bei der Gala der Deutschen Akademie für Fußballkultur entscheidet das Publikum in einer K.o.-Abstimmung, wer die ersten vier Plätze belegt. Die Ränge 5 bis 13 hat bereits die Jury um ihren Kapitän Christian Eichler, F.A.Z.-Sportredakteur und Eurogoals-Autor, bereits festgelegt:

          5. Franz Beckenbauer: „Da hat wirklich der Riese gegen Goliath gespielt. 

          6. Otto Rehhagel: „Kobiashvili ist der fairste Spieler seit dem Zweiten Weltkrieg.“

          6. Ståle Solbakken: „Oh, das ist meine Frau. Die will fragen, ob ich morgen noch eine Arbeit habe.“

          8. Schalke-Fan (Transparent): „Datt mit Raúl erzähl ich meine Enkel!“

          9. Jürgen Klopp: „Am Mittwoch, das wird „Mia san Mia“ gegen „Wir sind Fußball“.“

          9. Lewis Holtby: „Ich sage es mal mit einem Spruch aus der Kreisliga A: Am Ende ist der Pimmel dick!“

          11. Fan des 1. FC Kaiserslautern (Transparent): „Liebe kennt keine Liga.“

          11. Mats Hummels: „Es ist einfach ein großer Spaß, den anderen nicht mögen zu dürfen.“

          11. Toni Kroos: „Immerhin sind wir diesmal nicht Zweiter geworden.“

          Im vergangenen Jahr war übrigens Roman Weidenfeller unüberwindbar. Mit seiner denglischen Interview-Aussage „I think we have a grandios Saison gespielt!“ prägte der Torwart von Borussia Dortmund den Fußballspruch des Jahres 2011, der die Qualität zum geflügelten Wort hatte. Ob Scholl nicht nur bei FAZ.NET, sondern auch bei der offiziellen Preisverleihung sein Nachfolger wird, entscheidet sich an diesem Freitag.

          Die Fußballsprüche der vergangenen Jahre

          Roman Weidenfeller (2011): „I think we have a grandios Saison gespielt!“

          Udo Lattek (2010): „Im Kölner Stadion ist immer so eine super Stimmung, da stört eigentlich nur die Mannschaft.“

          Neven Subotic (2009): „Er muss ja nicht unbedingt dahin laufen, wo ich hingrätsche.“

          Hans Meyer (2008): „In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das Gleiche.“

          Josef Hickersberger (2007): „Wir haben nur unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“

          Lukas Podolski (2006): „So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere.“

          Quelle: FAZ.NET

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