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Ronaldo und Messi : Die Erzrivalen des Weltfußballs

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Bei der Wahl des Weltfußballers heißt der Sieger seit 2008 ausnahmslos Messi oder Ronaldo – ob das auch 2017 so sein wird? Bild: dpa

Cristiano Ronaldo gegen Lionel Messi: So lautet das Duell bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres an diesem Donnerstag. Wieder einmal. Der teuerste Spieler der Welt ist erst gar nicht in der Endauswahl.

          Franz Beckenbauer gegen Johan Cruyff, Diego Maradona gegen Michel Platini – es gab schon einige Dauer-Rivalitäten überragender Weltklasse-Fußballer. Aber wohl noch nie prägten zwei Stars eine Epoche so wie nun Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Nahezu jede persönliche Ehrung des Weltfußballs im vergangenen Jahrzehnt ging entweder an den Portugiesen Ronaldo oder den Argentinier Messi.

          Bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres an diesem Donnerstag wird dann auch unter diesen beiden – Torhüter Gianluigi Buffon ist als Außenseiter ebenfalls nominiert – der Rekordtitelträger gesucht. Beide gewannen seit der Reform 2011 zweimal. Immerhin gab es in Andres Iniesta 2012 und Bayern-Star Franck Ribery 2013 auch schon zwei andere Sieger. Der teuerste Spieler der Welt, Neymar, schaffte es hingegen nicht einmal in die Endausscheidung.

          Bei der Wahl des Weltfußballers heißt der Sieger seit 2008 dagegen ausnahmslos Messi oder Ronaldo. Viermal siegte der Portugiese, dreimal der Argentinier. Den „Goldenen Schuh“ für den besten Torschützen Europas bekamen Messi und Ronaldo jeweils viermal. Hier funkte seit 2010 nur der Uruguayer Luis Suárez dazwischen: 2014 gewann er die Trophäe gemeinsam mit Ronaldo, 2016 alleine. In der Ehrentafel der Torschützenkönige in der Champions League führt Ronaldo mit 6:5 gegen Messi, seit 2008 stand hier kein anderer Spieler oben. In der Primera Division liegt Messi dafür mit 4:3 Auszeichnungen vorne.

          Im Jahr 2016 hieß Europas Fußballer des Jahres Cristiano Ronaldo. Bilderstrecke
          Im Jahr 2016 hieß Europas Fußballer des Jahres Cristiano Ronaldo. :

          Was Ronaldo seinem Erzrivalen voraus hat, ist seit dem EM-Titel vergangenen Sommer der große Triumph mit der Nationalmannschaft. Messi wurde mit der Albiceleste 2005 U20-Weltmeister und 2008 Olympiasieger. Mit dem A-Team fehlt ihm nach vier Final-Niederlagen aber noch der große Titel: Dreimal scheiterte er bei der Copa América mit Argentinien im Endspiel, 2014 verlor er das WM-Finale gegen Deutschland durch das Tor von Mario Götze in der Verlängerung. Die Wahl zum besten Spieler der WM war ein schwacher Trost.

          Doch so erbittert die Rivalität der beiden Weltstars ist, so sehr ist sie auch von Respekt geprägt. „Cristiano Ronaldo ist ein großartiger Spieler, der viele Qualitäten besitzt und der sich Jahr für Jahr selbst toppt“, lobte Messi. Und CR7 meinte: „Wir haben eine gute Beziehung, wir gehen zwar nicht gemeinsam Essen, aber ich respektiere ihn.“ Außerdem genieße er es sehr, ihn spielen zu sehen.

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