Home
http://www.faz.net/-gtm-75hq1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Fußball-Sicherheitsdebatte Rettig will sich mit Fans treffen

Nach der emotionalen Debatte um das Sicherheitskonzept der Fußball-Bundesligen möchte der neue DFL-Chef Rettig die Wogen glätten. Er schlägt ein Treffen mit Fanvertretern „auf Arbeitsebene“ vor - und das schon für kommende Woche.

© dpa Vergrößern Sucht den Kontakt zu den Anhängern: der neue DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig

Der neue DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig will sich schon nächste Woche in der Zentrale der Deutschen Fußball-Liga in Frankfurt am Main mit Fanvertretern treffen. Nach der emotionalen Debatte um das Sicherheitskonzept sollen die Wogen weiter geglättet werden. Rettig nannte bei seiner Präsentation an diesem Donnerstag zwar keinen genauen Termin, nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist das Gespräch aber für Dienstag um 10 Uhr angesetzt. „Wir dürfen jetzt nicht wieder die Fehler begehen, das zu einem Medienspektakel zu machen. Es ist ein Treffen auf Arbeitsebene“, sagte Rettig und warnte vor überhöhten Erwartungen: „Es geht darum, sich auszutauschen. Es wird nicht das Gespräch sein, wo sich alles in Luft auflöst.“

Protest war etwas abgeflaut

Die Fan-Kampagne „12:12“ will ihren Stimmungsboykott in den Bundesliga-Stadien nach der Winterpause nicht fortsetzen, hat aber weitere mögliche Proteste in der Sicherheitsdebatte angekündigt. Zum Abschluss der Hinrunde hatten Zuschauer an mehreren Spieltagen in den Bundesligen jeweils für die ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden geschwiegen. Dennoch hatte die Ligaversammlung das umstrittene Papier am 12. Dezember durchgewinkt, die Anträge waren in einem wochenlangen Prozess allerdings teilweise stark abgeändert worden. Der öffentliche Protest der Fans war kurz vor der Winterpause etwas abgeflaut, zumal sich Anhänger aus anderen Lagern nicht mehr mit den Ultras solidarisiert hatten.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
DFL-Geschäftsführer Rettig WM-Achtelfinale in Qatar streichen

Die Fifa will die WM 2022 von 32 auf 28 Tage verkürzen. Andreas Rettig fordert nun eine Spielplan-Reform – ohne Achtelfinale. Der DFL-Geschäftsführer hat noch andere Ideen für das umstrittene Turnier in Qatar. Mehr

02.03.2015, 10:36 Uhr | Sport
Istanbul Fußball-Fans vor Gericht

35 Anhänger des Clubs Besiktas sollen bei den Protesten im Jahr 2013 einen Sturz der Regierung geplant haben. Mehr

16.12.2014, 15:48 Uhr | Politik
Platzsturm in Gladbach Köln verteidigt Foto-Fahndung nach Derby-Tätern

Nach dem Skandal in Gladbach verteidigt der 1. FC Köln das Zeigen von Fotos der randalierenden Hooligans im Internet. Auch Borussia Mönchengladbach und die DFL melden sich zu den Vorfällen zu Wort. Mehr

17.02.2015, 14:28 Uhr | Sport
Streit geht in nächste Runde

Nach Seehofers Angriff auf CDU-Politiker versucht Verkehrsminister Dobrindt, die Wogen zu glätten. Aber trotz allem: Die Maut kommt, sagt der Minister. Mehr

09.09.2014, 09:16 Uhr | Politik
WM-2022-Reaktionen Wir sind sehr enttäuscht

Wenn die Fifa-Exekutive zustimmt, findet die Fußball-WM 2022 in Qatar im November und Dezember statt. DFB-Präsident hält die Verlegung für alternativlos. Kritik gibt es aus der Bundesliga, Erleichterung beim Skiverband. Mehr

24.02.2015, 12:13 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.01.2013, 18:58 Uhr

Wer sind die obersten Vertuscher?

Von Anno Hecker

Die Welt ist schlecht. Aber mindestens genauso vergesslich. Der Hinweis auf den Einsatz von Dopingmitteln beim VfB Stuttgart ist schon fast 23 Jahre alt. Damals hatte Trainer Daum geplaudert. Mehr 1 3