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Veröffentlicht: 11.08.2017, 16:01 Uhr

Suspendierte iranische Spieler Keine Hilfe von der Fifa

Die Fifa lehnt weiter ab, inhaltlich Stellung zu den ausgeschlossenen iranischen Spielern zu beziehen. Nun fordern drei Bundestagsabgeordnete Sanktionsmaßnahmen zu prüfen.

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© Picture-Alliance Inzwischen erfahren die Spieler (Foto: Masoud Schodschaei) auch in sozialen Netzwerken Unterstützung iranischer Bürger.

Im Fall der durch das iranische Sportministerium von ihrer Fußball-Nationalmannschaft ausgeschlossenen Spieler Masud Schodschaei und Ehsan Hadsch-Safi hat es die Fifa ungeachtet der wachsenden Zahl der Proteste zahlreicher iranischer Fans und ausländischer Politiker abgelehnt, inhaltlich Stellung zu beziehen. Man beobachte die Lage und habe zusätzliche Informationen vom iranischen Fußballverband angefordert, teilte ein Sprecher des Internationalen Fußballverbandes mit.

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„Zu diesem Zeitpunkt kommentieren wir die Sache nicht weiter“, heißt es in einer E-Mail aus Zürich. Schodschaei, Kapitän der für die Weltmeisterschaft 2018 qualifizierten iranischen Nationalmannschaft, und sein Stellvertreter Hadsch-Safi waren ausgeschlossen worden, weil sie am 3. August mit ihrem Klub Panionios Athen gegen Maccabi Tel Aviv gespielt hatten. Sie hätten die „rote Linie“ des Anti-Israel-Dogmas der iranischen Sportpolitik überschritten, hatte der stellvertretende iranische Sportminister Mohamed Resa Dawarsani am Donnerstag mitgeteilt.

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Inzwischen erfahren die Spieler in sozialen Netzwerken Unterstützung iranischer Bürger. Unter dem Hashtag „#Noban4ourplayers“ (Kein Verbannung unserer Spieler) finden sich bei Twitter und Instagram vieltausendfache Kommentare. Unter den Unterstützern ist auch der frühere Kapitän der Nationalmannschaft, Mehdi Mahdavikia, der in der Bundesliga für den VfL Bochum, den Hamburger SV und Eintracht Frankfurt gespielt hat.

لحظاتى كه باعث خوشحالى مردم ايران شديد هيچوقت از ياد نخواهد رفت.به اميد روزى كه سياست دست از سر ورزش بردارد و عمل جاى شعار را بگيرد🙏 ايكاش به فكر زيرساختهاى ورزش، ساختن چند ورزشگاه آبرومند وتوجه به ورزشهاى پايه اين مملكت، از بين بردن فقر، اعتياد، بيكارى و ........ بوديم نه اتفاقات لبنان و سوريه و عراق و.......... پاينده باد ايران و ايرانى🙏پ.ن:بعضى از دوستان به دنبال آب گل آلود هستند مطلب را نفهميدند يا به نفعشان نيست كه بفهمند. شما لازم نيست مقام بلند شهيدان را به من يادآورى كنيد چيزى كه از كودكى آن را از نزديك لمس كرده ام وتنها قشرى كه هميشه اعتقاد داشته ام بايد دستشان را بوسيد و احترام ويژه گذاشت پدر و مادر شهيدان هستند به خاطر پرورش فرزندانى كه از گرانبهاترين و عزيزترين داراييشان يعنى جان شيرينشان گذشتند خواهشأ پشت اين عزيزان پنهان نشويد براى بى احترامى به ديگران. منظور از اين پست در اختيار گذاشتن امكانات براى جوانان اين مملكت و حمايت آنهاست و بس🙏🙏

Ein Beitrag geteilt von Mehdi Mahdavikia (@mahdavikia_mehdi) am


Er werde die Momente der Freude, die er mit Schodschaei und Hadsch-Safi hatte, nicht vergessen. „Ich hoffe auf den Tag, an dem die Politik den Sport in Ruhe lässt“, schrieb Mahdavikia auf Instagram unter anderem. „Ich wünschte, sie würden sich über den Bau guter Stadien, über Armut und die Drogensüchtigen Gedanken machen“, schrieb Mahdavikia, der seine Karriere 2013 beendet hatte, unter anderem.

Unterdessen haben drei Bundestagsabgeordnete der Grünen, Monika Lazar, Özcan Mutlu, beide Mitglieder im Sportausschuss des Bundestages, und Volker Beck, Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlametariergruppe, in Briefen an Fifa-Präsident Gianni Infantino und den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, der Mitglied des Fifa-Councils ist, dem „Verstoß des Iran gegen das Prinzip der Völkerfreundschaft“ und den „universellen, sportlichen Geist“ zu begegnen und Sanktionsmaßnahmen, „etwa den Ausschluss der iranischen Nationalmannschaft von der Fußball-WM 2018“ zu prüfen. Der Ausschluss der Spieler verstoße „in eklatanter Weise gegen die Idee von Weltmeisterschaften“.

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