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Fußball Rehhagel bleibt Nationaltrainer in Griechenland

14.11.2005 ·  Trotz des Scheiterns in der WM-Qualifikation bleibt Otto Rehhagel Fußball-Nationaltrainer in Griechenland. Der 67jährige verlängerte seinen Vertrag bis Ende 2007. Im vergangenen Jahr führte er das Team sensationell zum EM-Titel.

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„König Otto“ Rehhagel hält Hellas die Treue: Am Montag unterschrieb der 67 Jahre alte Erfolgscoach, der die griechische Fußball-Nationalmannschaft 2004 zum sensationellen EM-Triumph in Portugal geführt hatte, einen neuen Zweijahresvertrag bis zum 31. Dezember 2007. Damit beendete der ehemalige Meistertrainer von Werder Bremen und des 1. FC Kaiserslautern das wochenlange Rätselraten um seine Zukunft.

„Ich konnte keine andere Entscheidung treffen. Es ist mir zum ersten Mal passiert, daß alle - Verband, Fans, Spieler und das Umfeld - wollten, daß ich bleibe. Mein Herz ist immer hier“, sagte der gebürtige Essener auf einer Pressekonferenz. Sogar die griechische Presse sei auf seiner Seite gewesen. Rehhagels Jahressalär soll sich künftig auf 800.000 Euro plus Prämien belaufen, so daß rund eine Million Euro für Rehhagel per annum möglich sind. Vor vier Jahren hatte „Rehhakles“ mit 420.000 Euro Jahresgage in Griechenland angefangen.

„Nach einer Viertelstunde einig“

„Wir wollen uns für die EM 2008 qualifizieren und den Titel in der Schweiz und Österreich erfolgreich verteidigen“, verkündete Rehhagel im Blitzlichtgewitter der Fotografen und im gleißenden Licht der TV-Kameras. Sollten die Griechen das EM-Ticket lösen, verlängert sich der Kontrakt automatisch bis zum Ende des Turniers. Erfüllt Rehhagel den bis 2008 laufenden Vertrag, wäre er dann der dienstälteste griechische Nationaltrainer in einer Amtszeit.

Die Vertragsverlängerung sei bereits am Mittwoch vergangener Woche perfekt gemacht worden. Rehhagel: „Es ging um ein paar Details, nach einer Viertelstunde waren wir uns einig.“ Allerdings hatte er sich zuvor mit Ehefrau Beate lange Zeit beraten. „Es ging darum, ob ich grundsätzlich weitermache oder aufhöre. Ich habe mich dann zum Weitermachen entschieden“, sagte Rehhagel.

Nach der verpaßten Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland, als die Griechen der Ukraine (direkt qualifiziert) und dem Erzrivalen Türkei (Play-off-Teilnahme) den Vortritt lassen mußten, hatte er zunächst an Rücktritt gedacht. Doch Verbands-Präsident Vasilis Gagatsis unterstrich in mehreren Gesprächen mit dem deutschen Fußball-Lehrer, daß er großen Wert auf eine Fortsetzung der seit dem 9. August 2001 währenden Zusammenarbeit lege. Der griechische Verband EPO traut Rehhagel zudem zu, den notwendigen Neuaufbau der Auswahl im Hinblick auf die EURO 2008 einzuleiten.

Großes Vertrauen

Für das Länderspiel am Mittwoch gegen Ungarn, die Mannschaft von Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, in Piräus hatte Rehhagel nur noch elf EM-Helden nominiert. Außerdem stehen einige Youngster im Kader, so der 21 Jahre alte Abwehrspieler Filipos Darlas (Panathinaikos Athen), der ein Jahr jüngere Innenverteidiger Panagiotis Lagos (Iraklis Saloniki) und der 26 Jahre alte Torwart Stefanos Kotsolis (Larissa). Außerdem gibt Abwehrspieler Paraskevas Antzas (Xanthi) nach zweijähriger Pause sein Comeback.

Rehhagel saß in seinem vierjährigen Engagement als Nationaltrainer in Griechenland 53-mal auf der Bank (27 Siege, 13 Unentschieden, 13 Niederlagen). In der griechischen Öffentlichkeit genießt der deutsche Coach trotz des Scheiterns in der WM-Qualifikation großes Vertrauen. In einer Meinungsumfrage unmittelbar nach dem WM-Aus hatten sich 88 Prozent für eine Weiterbeschäftigung Rehhagels in Griechenland ausgesprochen.

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