Gegen die Rückkehr von Berti Vogts als Technischer Direktor zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) regt sich auch innerhalb des DFB-Trainerstabs Widerstand. DFB-Jugendkoordinator und „U20“-Coach Michael Skibbe schloß in einem Interview mit dem „kicker“ aus, unter einem Technischen Direktor, ob er Vogts hieße oder nicht, arbeiten zu wollen: „Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.“
Außerdem sieht Skibbe keinen Bedarf, den Posten eines Technischen Direktors zu schaffen. Der DFB sei im Nachwuchsbereich „hervorragend aufgestellt. Da ist kaum noch etwas zu verbessern, allenfalls zu verfeinern“, sagte der Assistent des früheren Teamchefs Rudi Völler.
Geht es nach Bundestrainer Jürgen Klinsmann, soll Vogts als Technischer Direktor die Philosophie und Spielweise der A-Mannschaft in den Jugendbereich transportieren und die Trainerausbildung lenken. „Diese Weichenstellung ist nicht mehr nötig, denn in weiten Teilen der U-Teams wird genauso gespielt wie in der A-Mannschaft. Auch die Trainerausbildung haben wir auf den neuesten Stand gebracht, da kann man absolut nicht mehr verändern oder verbessern“, meinte Skibbe.
Auch DFB-Trainer Jörg Daniel, zuständig für die „U17“ und die Nachwuchsförderung, sieht „im Moment keinen Bedarf“ für eine Veränderung. „Skibbe ist so etwas wie unser Technischer Direktor“, sagte Daniel.
Bernd Stöber, der für die „U16“ und die Kommunikation zwischen dem Verband und den Leistungszentren verantwortlich ist, ist ebenfalls skeptisch, „ob man noch eine Position braucht, die noch mehr koordiniert“. Zudem sei das von Klinsmann erarbeitete Konzept mit jenem „das wir erarbeitet haben, zu 99,9 Prozent deckungsgleich“.