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Fußball-Nationalmannschaft Mit Kroos und Müller gegen Argentinien - Wiese fehlt

26.02.2010 ·  Joachim Löw hat für den letzten Test vor Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders Toni Kroos und Thomas Müller nominiert. Verzichten muss der Bundestrainer gegen Argentinien hingegen auf Torwart Tim Wiese, Heiko Westermann und Simon Rolfes.

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Thomas Müller von Bayern München und der Leverkusener Toni Kroos dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen. Die beiden Jungstars gehören wie erwartet dem Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das Länderspiel am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr / FAZ.NET-Länderspiel-Liveticker) in München gegen Argentinien an.

Die Partie gegen die von Diego Maradona trainierten Südamerikaner ist für Bundestrainer Joachim Löw der einzige Test vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders Anfang Mai und dem anschließenden Start der Vorbereitungen für das Turnier in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli). Löw berief insgesamt gleich 26 Spieler in den Kader für München - darunter erstmals Müller und Kroos.

„Viele Gespräche neben gezieltem Training“

„Beide haben sich in den vergangenen Monaten in der Bundesliga mit guten Leistungen in den Blickpunkt gespielt und deshalb eine Chance verdient. Nachdem sie schon beim Leistungstest erstmals dabei waren, bietet sich für sie nun die nächste Möglichkeit, im Kreis der WM-Kandidaten auf sich aufmerksam zu machen“, sagte Löw, der auf den verletzten Bremer Torwart Tim Wiese kurzfristig verzichten muss. In Rene Adler und Manuel Neuer hat der Bundestrainer deshalb nur zwei Keeper nominiert.

Im deutschen Mittelfeld ist der Kampf um die begehrten WM-Tickets derzeit am größten. 13 Spieler streiten sich für den Klassiker gegen die „Gauchos“ um vier Plätze, gesetzt sind nur Kapitän Michael Ballack und Bastian Schweinsteiger. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, einen größeren Kreis einzuladen. Es ist einfach wichtig in einem WM-Jahr, dass wir uns so oft wie möglich sehen und uns mit jedem Einzelnen ausführlich über seine aktuelle Situation unterhalten können. Deshalb werden neben dem gezielten Training viele Gespräche anstehen“, begründete Löw seine große Auswahl.

„Problemfall“ Podolski genießen weiter das Vertrauen

Reichlich Gesprächsbedarf gibt es insbesondere bei Wackelkandidat Thomas Hitzlsperger. Der 27 Jahre alte frühere Stuttgarter ist seit Wochen außer Form und auch bei seinem neuen Klub Lazio Rom kein Stammspieler. Neben Müller und Kroos besitzen dagegen aktuell Sami Khedira und trotz Formschwäche auch Mesut Özil gute Chancen.

Im Angriff darf sich der Stuttgarter Cacau abermals bewähren. Der 28-Jährige hatte in der vergangenen Woche mit vier Treffern in Köln und einem Tor in der Champions League gegen Barcelona auf sich aufmerksam gemacht. Auch Miroslav Klose, der beim FC Bayern derzeit nur Ersatz ist, und „Problemfall“ Lukas Podolski genießen weiter das Vertrauen von Löw. Podolski ist in der Liga schon seit 1300 Minuten ohne Torerfolg.

„Eine willkommene sportliche Herausforderung“

Verzichten muss Löw auf den verletzten Simon Rolfes. Auch Schalkes Heiko Westermann, der an diesem Freitagabend gegen Dortmund (20.30 Uhr / FAZ.NET-Bundesliga-Liveticker) nach längerer Verletzungspause sein Comeback feiern soll, wurde nicht berücksichtigt.

Im Gegensatz zum Leistungstest der DFB-Auswahl Ende Januar in Stuttgart fehlen zudem Andreas Beck, Dennis Aogo, Robert Huth und Patrick Helmes. Weiterhin in Geduld müssen sich auch der Münchner Holger Badstuber und der Dortmunder Mats Hummels. Für Löw ist das Länderspiel nach den Querelen der vergangenen Wochen um seine Zukunft „eine willkommene sportliche Herausforderung. Die Argentinier sind ein attraktiver und spielstarker Gegner, der uns sicherlich alles abverlangen wird.“

DFB-Aufgebot für das Länderspiel gegen Argentinien:

Tor: René Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Schalke 04)

Abwehr: Jerome Boateng (Hamburger SV), Arne Friedrich (Hertha BSC), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Serdar Tasci (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Christian Gentner (Vf Wolfsburg), Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom), Aaron Hunt (Werder Bremen), Marcell Jansen (Hamburger SV), Sami Khedira (VfB Stuttgart), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Marko Marin (Werder Bremen), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (Werder Bremen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Christian Träsch (VfB Stuttgart), Piotr Trochowski (Hamburger SV)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez (Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Miroslav Klose (Bayern München), Lukas Podolski (FC Köln)

Quelle: FAZ.NET / dpa
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