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Fußball-Nationalmannschaft Gomez sagt für die Länderspiele ab

 ·  Mario Gomez schießt sich in Form - und wird nun von einer Verletzung gestoppt. Cacau wird nachnominiert.

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© dapd In Kaiserslautern jubelt Mario Gomez (links) noch, nun muss er eine Zwangspause einlegen

Schlechte Nachricht für Joachim Löw: Torjäger Mario Gomez fällt ausgerechnet nach seinem Dreierpack für den FC Bayern in der Fußball-Bundesliga für das EM-Qualifikationsspiel am Freitag gegen Österreich und das anschließende Testspiel in Polen aus. Der 26 Jahre alte Angreifer sagte dem Bundestrainer am Sonntag wegen einer hartnäckigen Muskelverhärtung im Oberschenkel für die beiden Länderspiele ab. Löw nominierte für Gomez den Stuttgarter Angreifer Cacau nach, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte.

„Mario hat gerade gezeigt, dass er ein exzellenter Torjäger ist“, bedauerte Löws Assistent Hans-Dieter Flick den Ausfall von Gomez. Allerdings sei man auf der Mittelstürmerposition mit Miroslav Klose und Cacau immer noch „gut besetzt“. Gomez ist der zweite prominente Ausfall neben dem erneut verletzten Mittelfeldspieler Sami Khedira (Adduktorenbeschwerden) von Real Madrid. Der 23-köpfige DFB-Kader kommt an diesem Montagabend in Düsseldorf zusammen.

Offenbar auch mit Rücksicht auf die kommenden wichtigen Aufgaben mit dem FC Bayern in Bundesliga und Champions League wollte Gomez kein gesundheitliches Risiko eingehen. Denn schon seit fast zwei Wochen plagen den Angreifer die körperlichen Probleme. Nach seinem von drei Toren gekrönten Einsatz in Kaiserslautern waren die Beschwerden „wieder stärker“ geworden, wie Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach der Partie berichtete. „Er hat nach wie vor Probleme, wenn er einen langen Sprint anzieht“, erläuterte Heynckes.

Gomez konnte zuletzt kaum trainieren, auch sein Einsatz am Wochenende war fraglich gewesen. Für Gomez kommt die Länderspielabsage zur Unzeit. Denn im Zweikampf mit Klose wollte der Herausforderer seine Position weiter verbessern. „Ich werde nicht locker lassen“, hatte Gomez noch am Samstagabend im ZDF-Sportstudio kämpferisch angekündigt. Konkurrent Klose konnte im Gegensatz zu Gomez am Wochenende wegen des Spielerstreiks in Italien zum Saisonstart keinen Arbeitsnachweis in Form von Toren im Trikot seines neuen Klubs Lazio Rom erbringen. Der ehemalige Münchner Klose reist damit ohne Spielpraxis in der Liga zu den Länderspielen an.

Nach dem Wirbel um das Buch von Kapitän Philipp Lahm und die Aufregung um „Rotsünder“ Mario Götze stehen Löw in der Vorbereitung auf das Prestigeduell gegen Österreich am Freitag in Gelsenkirchen womöglich einige turbulente Tage bevor. Zumindest Buchautor Lahm verströmte jedoch Gelassenheit vor der Reise zur Nationalmannschaft. „Ich fahre ganz entspannt dorthin“, verkündete Lahm. Negative Auswirkungen seines Buches auf die beiden Länderspiele befürchtet der Abwehrspieler nicht. „Es hat ja auch in Kaiserslautern null-komma-null gestört. Das hat man an der Mannschaftsleistung gesehen“, erklärte Lahm.

Immerhin sechs Münchner Teamkollegen gehören auch nach der Absage von Gomez noch zum DFB-Aufgebot. Dem angekündigten Rapport bei Bundestrainer Löw vor der Partie gegen Österreich sieht der DFB-Kapitän genauso gelassen entgegen wie den Gesprächen mit den Mitspielern. „Ich freue mich sogar darauf. Ich habe ja niemanden von der aktuellen Nationalmannschaft kritisiert oder gar beleidigt“, sagte Lahm in der „Bild am Sonntag“.

Löw zog sich am Wochenende öffentlich zurück. Der Bundestrainer will sich nicht durch die heftigen Nebengeräusche ablenken lassen. Die „Konzentration“ solle „ausschließlich dem Aufeinandertreffen mit Österreich“ gelten, hatte er schon bei der Nominierung am Freitag angekündigt. Mit einem Sieg kann die DFB-Auswahl den Gruppensieg und die Teilnahme an der EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine vorzeitig perfekt machen. „Es ist unser erklärtes Ziel, alles klar zu machen“, sagte Löw - auch ohne Khedira und Torgigant Gomez.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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