http://www.faz.net/-gtl-72iet

Fußball-Nationalelf : Löw verzichtet auf Schweinsteiger

  • Aktualisiert am

Bastian Schweinsteiger fehlt im deutschen Aufgebot zum Start der WM-Qualifikation Bild: dpa

Mit dem Doppelpack gegen die Färöer und Österreich startet Deutschland in die WM-Qualifikation. Bei den beiden Spielen verzichtet Bundestrainer Joachim Löw auf Bastian Schweinsteiger.

          Anführer Bastian Schweinsteiger muss auch bei Joachim Löw weiter warten. Der Vizekapitän, der sich nach vielen Verletzungen beim FC Bayern derzeit erst wieder mit Kurzeinsätzen an sein Topniveau herankämpft, wird beim Start der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in die Qualifikation für die WM 2014 fehlen. „Ich habe ausführlich mit Bastian gesprochen. Dabei haben wir uns darauf verständigt, dass er noch ein wenig Zeit braucht, um wieder voll in den Trainings- und Spielrhythmus zu kommen“, erklärte Bundestrainer Löw zum Verzicht auf den 95-maligen Nationalspieler.

          Insgesamt berief Löw 22 Spieler für die WM-Partien am kommenden Freitag in Hannover gegen den Weltranglisten-153. Färöer und vier Tage später in Wien gegen Österreich, darunter die Rückkehrer Philipp Lahm (FC Bayern), Lukas Podolski und Per Mertesacker (beide FC Arsenal). Alle drei hatten wie Stammtorwart Manuel Neuer (FC Bayern) beim misslungenen Saisonauftakt gegen Argentinien (1:3) gefehlt.

          „Es ist gut, dass der Kapitän wieder dabei ist“, sagte Löw. „Und Per und Lukas haben die ersten Spiele in der Premier League absolviert. Es war aber immer klar, dass die beiden beim Start der Qualifikation dabei sein werden.“ Mertesacker hatte allerdings schon vor dem EM-Turnier in Polen und der Ukraine seinen Stammplatz verloren. Der „ewige“ Podolski feierte bei der EURO sein 100. Länderspiel, konnte in seinem Geburtsland jedoch nicht überzeugen.

          Auf Schweinsteiger verzichtet der Bundestrainer wie schon gegen Argentinien. „Unsere Planungen mit Bastian Schweinsteiger sind ausgelegt auf die beiden Länderspiele im Oktober gegen Irland und Schweden“, erläuterte Löw am Freitag auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der 28 Jahre alte Münchner war bei Bayern in der neuen Spielzeit bisher nur zu Einwechslungen gekommen. Klubkollege Lahm hält Löws Maßnahme für richtig: „Bastian war länger verletzt, hatte immer Probleme. Ich glaube, es ist wichtiger, dass der Spieler wieder richtig fit wird, um seine Leistung zu bringen.“

          „Wir wollen den Fans begeisternden Fußball bieten“

          Das DFB-Team wird sich am kommenden Montag in der Sportschule Barsinghausen zur Vorbereitung auf den ersten WM-Doppelpack treffen. Mario Gomez (FC Bayern) und Sven Bender (Borussia Dortmund) fehlen verletzt. Für das Tor stehen neben Neuer der Hannoveraner Ron-Robert Zieler und der Gladbacher Marc-André ter Stegen bereit. In Miroslav Klose hat Löw nur einen Mittelstürmer dabei, was durchaus ein Handicap sein könnte. „Aber es gibt auch Spieler wie Marco Reus, die einen etwas anderen Spielertyp verkörpern, wenn sie in der Spitze agieren“, hatte der Bundestrainer schon Varianten angekündigt.

          „Mit Reus haben wir die Möglichkeit, flexibel zu spielen. Mario Götze kann weiter vorne spielen. Das sind Spieler, die für Gefahr sorgen, wenn es ganz eng wird“, erklärte Löw. Nach dem bitteren EM-Halbfinal-Aus in Polen gegen Italien und dem misslungenen Saisonstart gegen Argentinien will Löw den Blick nun nach vorn richten. „Wir freuen uns alle, dass es losgeht. Wir wollen den Fans begeisternden Fußball bieten und uns auf direktem Weg für die WM in Brasilien qualifizieren“, formulierte Löw die Ziele. „Natürlich wünschen wir uns, mit zwei Siegen in Hannover und Wien zu starten und uns damit Schwung zu holen für den Rest des Jahres“, teilte der Bundestrainer mit, der auch selbst verlorenen Kredit zurückholen will.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Um diese Grenze dreht sich der Streit: Hinweisschild auf eine Zollstation in Nordirland.

          Was der Deal bedeutet : Der Brexit-Kompromiss bindet die Briten an die EU

          Die Briten hätten sich auf Standards eingelassen, hinter die sie nicht mehr zurück könnten, heißt es in Brüssel. Doch rettet der Kompromiss einen geordneten Brexit? Eine wirtschaftliche Einordnung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.