09.08.2011 · Knapp ein Jahr vor der Eröffnungsfeier ringt Olympia-Gastgeber London wegen der Krawalle und Plünderungen mit großen Problemen. Nach der Absage des Fußball-Länderspiels warnen die Olympia-Organisatoren vor Panikmache.
Krawalle, Brände, Plünderungen, entsetzte Top-Athleten, besorgte Funktionäre und jetzt auch noch die Absage des Länderspielknüllers England - Niederlande: 353 Tage vor der Eröffnungsfeier ringt Olympia-Gastgeber London mit großen Problemen. Nach den schweren Krawallen sind das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Olympia-Macher um Deeskalation bemüht und warnen vor Panikmache, aber die unschönen Bilder von der „Schlacht um London“ (Daily Telegraph) haben längst Wirkung gezeigt. Das Sicherheitskonzept der London-Spiele wird in Frage gestellt, Großbritanniens Marathon-Star Paula Radcliffe schämt sich sogar für ihre Landsleute: „In weniger als einem Jahr wollen wir die Welt in London willkommen heißen, im Moment will die Welt aber nicht zu uns kommen.“
In dieser Woche laufen drei olympische Testwettkämpfe in der britischen Hauptstadt, zudem begann am Dienstag ein viertägiges Meeting für mehr als zweihundert Delegationsleiter der verschiedenen Olympia-Teams. „Ich fühle mich sicher in London, eine objektive Gefahr oder negative Auswirkungen für die Spiele sehe ich nicht, aber diese Bilder sind den Organisatoren natürlich gar nicht recht“, sagte Michael Vesper, 2012 der deutsche Chef de Mission. Es wäre „völlig falsch, sich verrückt machen zu lassen“.
„Wir nehmen das besorgt zur Kenntnis“
Die Absage des hochkarätigen Länderspiels in Wembley wurde damit begründet, dass die Polizeikräfte wegen der Unruhen gebunden seien. Auch das für Dienstagabend in Watford vor den Toren der britischen Hauptstadt geplante Testspiel zwischen Ghana und Nigeria fiel aus. Zudem wurden drei Begegnungen des englischen Ligapokals abgesetzt. Ob die Premier League wie geplant am Wochenende in die Saison startet, ist ungewiss.
Auf die Badminton-Einzel-WM in der Londoner Wembley Arena haben die Krawalle bislang keinen negativen Einfluss. „Aus unserer Sicht läuft hier alles normal. Die Krawalle sind weit entfernt, aber wir beobachten die Situation natürlich“, berichtete Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes. Jörg Ziegler, Generalsekretär des Deutschen Volleyball-Verbandes, war vor dem Testturnier der Beach-Volleyballerinnen in unmittelbarer Nähe zum Trafalgar Square auch ohne deutsche Beteiligung weniger gelassen: „Wir nehmen das besorgt zur Kenntnis. Wir hoffen, dass für das Test-Turnier entsprechende Vorsorge getroffen worden ist.“
„Wie zum Teufel soll denn die Polizei mit alldem klarkommen?“
Das Thema Sicherheit sollte am Dienstag auch bei der seit langem anberaumten Besprechung zwischen Vertretern des lokalen Organisationskomitees und Spitzenfunktionären des Internationalen Olympischen Komitees eine zentrale Rolle spielen. „Sicherheit ist unsere oberste Priorität, aber sie ist nicht unsere direkte Verantwortung. Darum kümmern sich die Behörden in London, in die wir volles Vertrauen haben“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams. Jugendgangs und andere Gewalttäter hatten in der britischen Hauptstadt in der dritten Nacht Häuser und Autos angezündet. Inzwischen gingen auch in Liverpool, Birmingham und Bristol vermummte Randalierer auf die Straßen.
„Bringt die Armee. Wie zum Teufel soll denn die Polizei mit alldem klarkommen?“, klagte die britische Siebenkämpferin Kelly Sotherton, Olympia-Dritte von 2004. Fast 700 Millionen Euro hat das Organisationskomitee (OK) im Gesamtetat für den Posten Sicherheit veranschlagt. OK-Chef Sebastian Coe hatte immer betont, dass die britische Polizei bekannt dafür sei, bei Vorfällen „freundlich und diskret“ einzugreifen. Aber nach den besorgniserregenden Zwischenfällen nicht nur in Londoner Problemvierteln kommt das Sicherheitskonzept noch einmal auf den Prüfstand.
Das OK erhält Unterstützung vom Nationalen Olympischen Komitee Großbritanniens (BOA). „Zweifellos wollen wir solche Bilder ein Jahr vor den Spielen nicht sehen, aber wir haben großes Vertrauen in den entwickelten Sicherheitsplan, der während der Spiele greifen wird“, hieß es in einer BOA-Stellungnahme. Und: „Diese Zwischenfälle sind unglücklich, unangenehm und nicht akzeptabel, aber sie werden keine Auswirkungen auf die Vorbereitungen der Spiele haben.“
militär und polizei
Detlef Weise (detlef.weise)
- 11.08.2011, 18:04 Uhr
@Herr Weise
Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)
- 10.08.2011, 02:27 Uhr
@Herrn Weise:
Johann Schulz-Gebeltzig (johannsg)
- 09.08.2011, 17:08 Uhr
Rooney: '... hört auf damit'
gisbert heimes (gisbert4)
- 09.08.2011, 16:48 Uhr
anarchie/ @Hartmut Jacques (GeoffBTate)
Detlef Weise (detlef.weise)
- 09.08.2011, 16:38 Uhr
| Verein | Sp | Diff | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() |
Borussia Dortmund | 34 | 55 | 81 | ![]() |
| 2. | ![]() |
Bayern München | 34 | 55 | 73 | ![]() |
| 3. | ![]() |
FC Schalke 04 | 34 | 30 | 64 | ![]() |
| 4. | ![]() |
Bor. Mönchengladbach | 34 | 25 | 60 | ![]() |
| 5. | ![]() |
Bayer Leverkusen | 34 | 8 | 54 | ![]() |
| 6. | ![]() |
VfB Stuttgart | 34 | 17 | 53 | ![]() |
| 7. | ![]() |
Hannover 96 | 34 | -4 | 48 | ![]() |
| 8. | ![]() |
VfL Wolfsburg | 34 | -13 | 44 | ![]() |
| 9. | ![]() |
Werder Bremen | 34 | -9 | 42 | ![]() |
| 10. | ![]() |
1. FC Nürnberg | 34 | -11 | 42 | ![]() |
| 11. | ![]() |
1899 Hoffenheim | 34 | -6 | 41 | ![]() |
| 12. | ![]() |
SC Freiburg | 34 | -16 | 40 | ![]() |
| 13. | ![]() |
FSV Mainz 05 | 34 | -4 | 39 | ![]() |
| 14. | ![]() |
FC Augsburg | 34 | -13 | 38 | ![]() |
| 15. | ![]() |
Hamburger SV | 34 | -22 | 36 | ![]() |
| 16. | ![]() |
Hertha BSC | 34 | -26 | 31 | ![]() |
| 17. | ![]() |
1. FC Köln | 34 | -36 | 30 | ![]() |
| 18. | ![]() |
1. FC Kaiserslautern | 34 | -30 | 23 | ![]() |