Die Besten sollen spielen. Natürlich. Und deshalb will der tobende Franz jetzt schnell die Regeln ändern: Weg mit den Sperren nach Gelben Karten für die Bayern und Chelsea, freies Spiel für alle im Finale der Champions League. Früher, als es noch Kaiser gab, die was zu sagen hatten, wurde nach Belieben regiert: Gestern so und heute wieder ganz anders.
Aber vielleicht ist es doch ganz gut gewesen, dass sie die letzte deutsche Majestät vor Beckenbauer zum Holzhacken schickten. Heute dürfen wir uns ein bisschen auf Regeln verlassen. Das hilft nicht nur, halbwegs miteinander auszukommen. Es fördert auch die Fußballkultur, wenn potentiellen Blutgrätschern schon vor dem Griff zur Roten Karte Denkpausen verordnet werden.
Ob in München nun nicht die Besten zum Zuge kommen, ist außerdem gar nicht sicher. Es sei denn, die eingesprungene Attacke auf den Gegner, jämmerliches Gezeter vor dem Linienrichter oder dämliche Fehltritte an der Mittellinie zeugten von Extraklasse. Nein, die Regel stützt die Geschickten, die Klugen, die Eleganten und sie dient dem Genießer.
Ob sie abgeschafft gehört, mag man nach dem Finale diskutieren. Wer das nicht will, der sollte in seiner Inkonsequenz konsequent sein und Franz, den Kaiser, einsetzen. Dann ließen sich nicht nur die Gelben Karten tilgen, sondern auch die Allerbesten nominieren: Streiche Chelsea, setze Barcelona.
Wenn sich einer aus der Gummiwalzen- und...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 28.04.2012, 11:47 Uhr
Bei allem Verständnis...
Rico Kurschat (Ickerbocker)
- 28.04.2012, 04:23 Uhr