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Fußball Köln feiert Stevens und fordert Daum

26.04.2005 ·  Der Aufstiegsplatz ist dem 1. FC Köln nach dem Sieg gegen Unterhaching kaum noch zu nehmen. Doch dem Team fehlt nicht nur ein Trainer, auch die Mannschaft muß verstärkt werden, will sie in der Bundesliga bestehen.

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Als der knappe Sieg unter Dach und Fach war, der scheidende Trainer Huub Stevens gefeiert wurde, forderten die Fans des designierten Bundesligaaufsteigers 1. FC Köln mit Sprechchören ihren Wunschtrainer Christoph Daum.

Doch die Clubführung ließ sich nach dem 1:0-Erfolg gegen die SpVgg Unterhaching und der Zurückeroberung der Tabellenführung in der Zweiten Liga nicht aus der Ruhe bringen. „Wir haben noch gar nicht die Voraussetzungen geschafft, um mit einem neuen Mann in Verhandlungen zu treten. Wir müssen den Aufstieg schnell perfekt machen, um eine gute Visitenkarte für einen neuen Trainer abzugeben“, befand Andreas Rettig. Daum sei zwar interessant, aber nicht finanzierbar, meinte der FC-Manager.

Für die Bundesliga sind Verstärkungen nötig

Auf dem Weg zurück in die Erstklassigkeit müssen die Rheinländer nicht nur die Trainerfrage klären. Auch am Montag abend wurde deutlich, daß die Mannschaft für die dritte Rückkehr ins Fußball-Oberhaus nach 2000 und 2003 erheblich verstärkt werden muß. Außer Jungstar Lukas Podolski, der seine Genialität nur einmal mit einem sehenswerten Paß auf den Siegtorschützen Matthias Scherz aufblitzen ließ, steht viel Mittelmaß im Kader. „Wir wollen am 30. Spieltag keine Diskussion über Qualität beginnen. Jetzt zählen nur noch Punkte“, sagte Rettig, auf den in den nächsten Wochen viel Arbeit zukommen wird.

Zweifel an der Rückkehr in die Bundesliga haben die Kölner nach dem Punkte-Dreier gegen Unterhaching nicht mehr. „Wir können uns nur noch selber da runterholen, aber das werden wir nicht tun“, sagte Matchwinner Scherz, der seinen 11. Saisontreffer erzielte und zum dritten Mal mit dem FC aufsteigen will. Auch Trainer Stevens, der im ersten Spiel nach Bekanntgabe seines Abschieds sehr freundlich empfangen und gefeiert wurde, sagte in seiner typischen Art: „Es ist schade fürs Publikum, daß wir nicht mehr Tore geschossen haben. Aber die Fans verstehen, was wir vorhaben.“

Die abstiegsbedrohte Elf aus Unterhaching hat sich vor 35.700 Zuschauern im RheinEnergieStadion teuer verkauft. „Wir haben vieles richtig gemacht und können mit dieser Leistung gestärkt in die nächsten Spiele gehen“, befand Interimstrainer Harry Deutinger. Auch Torjäger Francisco Copado, der Pech bei einem Lattentreffer (17.) hatte, ist davon überzeugt, den Abstieg zu vermeiden. „Wir werden die Nerven behalten. Schließlich kennen wir die Situation aus dem vergangenen Jahr.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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