Home
http://www.faz.net/-gtm-pz3s
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fußball Klinsmann testet „alte Recken“

 ·  Markus Babbel und Dietmar Hamann sind wieder in den Kreis der Nationalmannschaft aufgenommen worden. Klinsmann nominierte den Verteidiger vom VfB Stuttgart und den Mittelfeldspieler vom FC Liverpool für den im März anstehenden Fitneßtest.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat völlig überraschend die „alten Recken“ Markus Babbel und Dietmar Hamann wieder in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft aufgenommen und heizt damit 462 Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland den Konkurrenzkampf weiter an. Klinsmann nominierte den Verteidiger vom VfB Stuttgart und den Mittelfeldspieler vom FC Liverpool am Freitag für den am 22. und 23. März in Frankfurt anstehenden Fitnesstest des dreimaligen Welt- und Europameisters.

Große Freude bereitet dem DFB-Trainerstab insbesondere die Entwicklung von Babbel, der erstmals seit der EM in Belgien und den Niederlanden wieder zum DFB-Kader zählt, nach dessen Rückkehr in die Bundesliga. „Es imponiert uns, wie er sich nach seiner schweren Krankheit herausgearbeitet und zu einer wichtigen Stütze beim VfB Stuttgart entwickelt hat. Markus wird sich bis zur WM im kommenden Jahr sicher noch steigern und zählt deshalb zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft“, erklärte Klinsmann.

Schonzeit für junge Spieler beendet

Nach der verunglückten EM in Portugal im vergangenen Jahr kehrt neben dem Dortmunder Sebastian Kehl auch der im DFB-Team oftmals umstrittene Hamann vom englischen Rekordmeister Liverpool zurück in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft. „Didi Hamann ist einer der routinierten Spieler gewesen, mit denen ich direkt nach meinem Amtsantritt gesprochen habe. Damals habe ich ihm gesagt, daß er in den nächsten Monaten nicht zum Zuge kommen wird, da wir im Hinblick auf die WM vor allem jüngere Spieler testen wollen, um deren Möglichkeiten zu sehen. Diesen Kurs werden wir in den nächsten Spielen weiter fortsetzen“, sagte Klinsmann, der damit aber dennoch die Schonzeit für die junge Spieler wie Thomas Hitzlsperger (Aston Villa) oder Christian Schulz (Werder Bremen) für beendet erklärte.

Insgesamt werden sich 33 Spieler dem Test unterziehen, bevor Klinsmann am 26. März endgültig den Zwanzig-Mann-Kader für das Länderspiel gegen Slowenien in Celje bekannt geben wird. Wieder mit dabei ist auch der nach seinem unrühmlichen „Hand-Tor“ am 17. Oktober beim 2:0-Erfolg seines Klubs Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht mehr berücksichtigte Stürmer Oliver Neuville. Allerdings nur als Ersatz, denn gesetzt sind laut Klinsmann „Kevin Kuranyi, Miroslav Klose und Gerald Asamoah“.

Zweitägiger Gesundheitscheck

Zunächst müssen die Nationalspieler aber erst einmal ihre Fitness unter Beweis stellen. Am 22. März beginnt der zweitägige Gesundheitscheck mit einer Körperfettmessung und einer Analyse der Blutwerte der Spieler. Im weiteren Verlauf stehen dann Sprint- und Ausdauertests auf dem Programm. Einen Tag später werden die Untersuchungen mit verschiedenen Schnellkraft-, Koordinations- und Beweglichkeitstests beendet. „Es geht in diesen Tests vor allem darum, die vor dem Länderspiel gegen Brasilien in Berlin gewonnenen Ergebnisse zu ergänzen, um tagesformbedingte Abweichungen zu minimieren und einen genauen Längsschnitt für jeden einzelnen Spieler zu erhalten. Daran ist dann erkennbar, in welchem Bereich ein Spieler Stärken besitzt und wo Verbesserungen möglich sind“, sagt DFB-Mannschaftsarzt Dr. Tim Meyer.

Gemeinsam mit einem Team aus den Vereinigten Staaten wird der am Sportmedizinischen Institut der Universität Saarbrücken tätige Meyer die Testreihe in Frankfurt leiten und überwachen. „Durch die im zweiten Test gewonnenen Ergebnisse können wir feststellen, ob sich die Werte der Spieler in einigen Bereichen bereits verbessert oder doch verschlechtert haben“, sagte DFB-Assistenztrainer Joachim Löw. Außerdem werden, basierend auf den gewonnenen Ergebnissen, für alle Nationalspieler individuelle Trainingsprogramme erstellt. Diese sollen dann ergänzend zum Vereinstraining durchgeführt werden, um etwaige Schwächen zu beheben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Umfrage

Wer gewinnt das Champions-League-Finale 2013?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Schweres Erbe

Von Peter Hess

Gesiegt haben die Bayern früher schon, aber noch nie so schön wie in dieser Saison. Pep Guardiola ist um seinen Job als Nachfolger von Jupp Heynckes wirklich nicht zu beneiden. Mehr 3