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Fußball in England Eklat um Suárez

11.02.2012 ·  Nach seiner Sperre wegen einer rassistischen Beleidigung kehrt Liverpools Luis Suárez ausgerechnet gegen ManUnited auf den Rasen zurück. Dort provoziert er schon vor der Partie einen Eklat. Für positive Schlagzeilen sorgt hingegen Thierry Henry.

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© AFP Nicht nur wegen seines Tores in Manchester steht Luis Suarez im Mittelpunkt

Dank Wayne Rooney steht Rekordmeister Manchester United zumindest für einen Tag an der Spitze der englischen Fußball-Liga. In einem hochemotionalen Duell gegen den Erzrivalen FC Liverpool, das ManUnited-Coach Alex Ferguson kurz vor Anpfiff als „größtes Spiel des Landes“ bezeichnet hatte, erzielte Rooney beide Tore beim 2:1 (0:0)-Heimsieg.

Der englische Nationalstürmer schraubte mit seinem Doppelschlag nach der Halbzeitpause (47. Minute/50.) sein Konto auf 17 Liga-Treffer. „Es ist immer großartig, gegen Liverpool Tore zu machen. Ich hoffe, die Fans feiern heute ordentlich“, sagte der 26-Jährige.

Den Anschlusstreffer für Liverpool schoss ausgerechnet „Enfant Terrible“ Luis Suárez (80.), der im Hinspiel den dunkelhäutigen ManUnited-Kapitän Patrice Evra rassistisch beleidigt haben soll. Der Uruguayer bestritt sein erstes Spiel von Beginn an seit Ablauf seiner Acht-Spiele-Sperre, die er als Strafe bekommen hatte.

Suárez wurde im Old Trafford durchgehend ausgebuht. Er hatte schon vor Spielbeginn einen Eklat provoziert, als er Evra den traditionellen Handschlag verweigerte. Evra packte Suárez daraufhin am Arm.

In der Pause sollen die Zwei und weitere Profis im Spielertunnel aneinandergeraten sein. Stadionkräfte und Polizisten hätten einschreiten müssen, hieß es. Ich konnte das nicht glauben“, sagte ein aufgebrachter ManUnited-Trainer Ferguson über Suárez’ verweigerten „Handshake“. „Ich bin sehr enttäuscht. Das war schrecklich.“

Fergusons „Red Devils“ nahmen mit dem Sieg erfolgreich Revanche für die Viertrunden-Pleite im FA-Cup bei den „Reds“ (1:2) vor zwei Wochen. In der Premier League hat ManUnited nun 58 Zähler. Stadtrivale Manchester City (57) tritt zum Abschluss des 25. Spieltags am Sonntagabend bei Aston Villa an.

Mit dem Siegtor in der 90. Minute hat Thierry Henry den FC Arsenal derweil in seinem letzten Liga-Spiel in die Champions-League-Ränge geschossen. Der ausgeliehene Franzose, der in einer Woche wieder zurück zu den New York Red Bulls muss, erzielte das 2:1 bei Arsenals Last-Minute-Sieg beim AFC Sunderland. Wermutstropfen für die Gunners: Der deutsche Nationalspieler Per Mertesacker verletzte sich in der Szene, die zu Sunderlands 1:0 durch James McClean führte (70. Minute). Der frühere Bremer musste ausgewechselt werden.

Der für ihn gekommene Aaron Ramsey erzielte den Ausgleich für Arsenal (75.), ehe Henry traf. Arsenal profitierte von der 0:2-Pleite des FC Chelsea beim FC Everton. Danach muss Chelsea-Trainer André Villas-Boas mehr denn je um seinen Arbeitsplatz bangen. Arsenal liegt nun mit 43 Zählern vor dem punktgleichen Londoner Rivalen auf Rang vier.

Der frühere Stuttgarter Pawel Pogrebnjak traf unterdeesen bei seinem Debüt für den FC Fulham auf Anhieb. Der russische Nationalstürmer ebnete mit seinem 1:0 (16. Minute) den Weg für den 2:1 (2:0)-Heimerfolg gegen Stoke City. Der 28-Jährige war erst im Wintertransfer-Fenster vom VfB für rund 500.000 Euro Ablöse zu dem Team des früheren HSV-Trainers Martin Jol gewechselt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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