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Fußball, Fernsehen, Politik Humanitäre Geschichte

 ·  Ohne Plattitüden und ohne Anmaßung begründet Hans-Joachim Watzke seinen persönlichen EM-Boykott. Moralische Werte sind nicht verhandelbar.

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Um politischen Pragmatismus, sportliche Boykotte, Besserwisserei und um die Frage, ob der Fußball Julija Timoschenko helfen kann, ging es diesmal bei Maybrit Illners Donnerstagsrunde im ZDF. Es fand sich niemand, der für einen sportlichen Boykott der Europameisterschaft in der Ukraine eintrat.

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund, sprach vielen Studiobesuchern und Fernsehzuschauern aus dem Herzen. Er erhielt berechtigten Applaus, weil er sich ohne Plattitüden und ohne Anmaßung äußerte. Ändere sich nichts an der humanitären Lage Julija Timoschenkos, werde er seinen persönlichen Besuchsboykott aller EM-Spiele in der Ukraine durchziehen.

Dies gelte auch, sollte Deutschland (mit einigen Dortmunder Jungs) das Endspiel in Kiew erreichen. Dennoch wollte Watzke seine Entscheidung nicht als politische Botschaft gewertet sehen: „Wenn ein Herr Janukowitsch in Charkiw liegen würde, dann würde ich es genauso sehen, denn es ist eine humanitäre Geschichte.“ Das wäre auch für Politiker, die ihren Verzicht auf EM-Reisen öffentlichkeitswirksam angekündigt haben, kein schlechter Ansatz. Moralische Werte sind nicht verhandelbar.

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Von Peter Penders

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