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Fußball Di Canio zeigt abermals Faschistengruß

13.12.2005 ·  Lazio Roms Stürmer Paolo Di Canio hat bei seiner Auswechslung im Spiel in Livorno die rechte Hand zum „römischen Gruß“ in Richtung der Fans gehoben. In der Lazio-Kurve wurde während der Partie eine Hakenkreuzflagge geschwenkt.

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Der Kapitän des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom, Paolo Di Canio, ist wegen seiner rechtsextremen Gesinnung abermals in die Kritik geraten. Der 36 Jahre alte Stürmer hatte beim Spiel Livorno Calcio gegen Lazio (2:1) seine Fans mit dem ausgestreckten rechten Arm begrüßt. Di Canio trägt zudem eine Tätowierung mit der Schrift „Dux“ (lateinisch: Führer) auf dem Arm. In der Lazio-Kurve wurde während der Partie eine Hakenkreuzflagge geschwenkt.

Die Unterstützung des Faschismus ist in Italien gesetzlich verboten. Di Canio war bereits von der Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbandes (FIGC) im vergangenen März mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro belegt worden, weil er am 6. Januar im Stadtderby gegen AS Rom seine Anhänger ebenfalls mit dem faschistischen Gruß gefeiert hatte. Auch sein Klub wurde damals zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Disziplinarkommission war zu der Überzeugung gekommen, daß Di Canios Geste eine klare politische Bedeutung habe.

„Di Canios Geste ist ein Schwachsinn, er tut dies nicht zum ersten Mal, er sollte bestraft werden“, kommentierte Livorno-Star Marco Amelia. Der Vize-Präsident des italienischen Fußball-Verbandes, Pierluigi Abete, versicherte, daß er den Fall Di Canio überprüfen werde. „Politik sollte von den Spielfeldern fern bleiben“, kommentierte Abete.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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