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Fußball Di Canio empört mit faschistischem Gruß

08.01.2005 ·  Der Lazio-Kapitän baute sich nach seinem Tor gegen AS Rom mit ausgestrecktem rechten Arm vor den Fans auf. Während er den Vorfall relativiert, ermittelt der Verband.

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Paolo di Canio von Lazio Rom ist beim 3:1-Derbysieg seines Klubs gegen AS Rom mit einem faschistischen Gruß an seine Fans aus der Rolle gefallen. Der italienische Fußballverband FIGC leitete eine Untersuchung gegen den Stürmer ein. Der 36 Jahre alte Lazio-Kapitän hatte sich nach seinem Treffer zum 1:0 im Stadtduell am Donnerstag vor den Lazio-Ultras mit ausgestrecktem rechten Arm aufgebaut. Auf dem Arm hat di Canio eine Tätovierung mit der Schrift „Dux“ (lateinisch: Führer) eingraviert. Ihm droht eine Sperre. Ob auch zivilrechtliche Schritte eingeleitet werden, ist noch nicht bekannt.

Hakenkreuze im Stadion

„Wie schön dieser römische Gruß! Ich war zutiefst gerührt“, kommentierte die Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini, Alessandra Mussolini, Parlamentarierin der rechten Partei Alternativa Sociale. Es gab jedoch vor allem harsche Kritik: „Mit seinem Verhalten hat di Canio dem Image seines Klubs zutiefst geschadet, der eigentlich den Sieg auf dem Spielfeld vollkommen verdient hat“, meinte der Sportdirektor von AS Rom, Franco Baldini.

Di Canio, der 2001 den Fairplay-Preis des Fußball-Weltverbandes Fifa erhalten hatte, wies die Vorwürfe entschieden zurück. „Ich bin ein Profi und halte die Politik vom Stadion fern. Ich habe mein Tor gefeiert und meinen Arm ausgestreckt. Das ist keine politische Geste“, meinte di Canio nach Angaben italienischer Medien vom Samstag. Lazio-Anhänger hatten in den vergangenen Jahren mehrmals mit Hakenkreuzen und Abbildungen von Mussolini Sympathie für die rechtsextreme Szene gezeigt.

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