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Fußball : DFB will Torlinientechnik im Pokalfinale 2015

Die Szene, die die Diskussion neu entfacht hat: Dante klärt Hummels’ Kopfball Bild: dpa

DFB-Präsident Niersbach will die Einführung der Torlinientechnik vorziehen. Schon im Pokalfinale 2015 könnte sie eingesetzt werden, sagte er der F.A.Z. Der Druck auf die Liga wächst.

          Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat in der Diskussion um die Einführung der Torlinientechnologie den Druck auf die Bundesliga erhöht. „Wir begrüßen die Initiative, die Vereine erneut über das Thema abstimmen zu lassen. Wenn ein positives Votum vorliegt, würden wir parallel zu den Plänen der Liga die Torlinientechnik im DFB-Pokal ab dem Viertelfinale einführen. Sollte es so kommen, könnten wir bereits im Pokal-Finale 2015 den Einsatz der Technik vorziehen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In der Liga könnte diese Technologie frühestens in der Spielzeit 2015/16 zum Einsatz kommen.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zuvor hatte an diesem Mittwoch der FC Bayern mit einem Schreiben an den Ligapräsidenten Reinhard Rauball einen Antrag auf Einführung der Torlinientechnologie gestellt, womit bei der nächsten Mitgliederversammlung der Profiklubs das Thema aufgegriffen wird und wieder darüber abgestimmt werden muss. Der nächste ordentliche Verbandstag soll Anfang Dezember stattfinden, wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilte. Die Münchner wollen allerdings, dass diesmal nur die Erstligavereine befragt werden.

          Ein Fall für die Technik: Dortmunds nicht gegebenes Tor im DFB-Pokalfinale 2014
          Ein Fall für die Technik: Dortmunds nicht gegebenes Tor im DFB-Pokalfinale 2014 : Bild: dpa

          Aufgrund des nicht gegebenen Dortmunder Kopfballtors von Mats Hummels im DFB-Pokalfinale am Samstag gegen die Bayern ist die Debatte wieder in Schwung gekommen. Im März noch hatte sich die Mehrheit aller Klubs aus erster und zweiter Liga gegen die Einführung der Torlinientechnologie ausgesprochen. Der bei der DFL für den Spielbetrieb zuständige Geschäftsführer Andreas Rettig zeigte sich am Mittwoch eher zurückhaltend und wollte nicht kommentieren, ob die Entscheidung aus dem Frühjahr gegen die Technik ein Fehler gewesen war. „Ich möchte das nicht bewerten. Der Ball liegt bei den Vereinen. Jeder kann, wie es jetzt der FC Bayern München gemacht hat, erneut einen Antrag auf Einführung der Torlinientechnologie stellen. Wir sind da offen“, sagte Rettig der F.A.Z.. Er signalisierte dem DFB aber Gesprächsbereitschaft. „An uns würde es sicherlich nicht scheitern.“

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