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Fußball-Bundesliga Schalke und Hamburg leiden

 ·  Klare Verhältnisse: Wolfsburg und Hoffenheim demütigen ihre Gegner. Dortmund spielt sich am Sonntag an die Spitze. Der 2. Spieltag im Überblick.

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© dpa Vergrößern Nicht jeder fühlt sich wie ein Sieger: Wolfsburgs Naldo schon

Hoffenheim und Wolfsburg aktuell bärenstark, Pep Guardiolas Starensemble glanzlos, aber ebenfalls erfolgreich: Triple-Gewinner Bayern München sorgt in der neuen Bundesliga-Saison schon wieder für Fußball-Superlative. Das 1:0 durch Mario Mandzukics Treffer bei Eintracht Frankfurt war gleichbedeutend mit dem 27. Spiel in Serie ohne Niederlage - Clubrekord von 1989 eingestellt!

An die Spitze setzte sich Borussia Dortmund. Lange mühte sich der Klopp-Klub gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig am Sonntagabend vor heimischem Publikum vergeblich. Dann bescherte der eingewechselte Jonas Hofmann der Borussia mit seinem Treffer in der 75. Minute zunächst die 1:0-Führung und holte fünf Minuten vor dem Ende noch einen Strafstoß heraus, den Marco Reus (86.) zum 2:0 verwandelte. Kevin Kratz (89.) sorgte für den 1:2-Endstand aus Braunschweiger Sicht.

Wolfsburg fertigte hoch ambitionierte Schalker mit 4:0 ab. Vor dem ersten Akt des Millionen-Playoffspiels um die Champions-League-Teilnahme gegen PAOK Saloniki mit dem Gelsenkirchener „Jahrhundertcoach“ Huub Stevens machte sich „auf Schalke“ ein früher Hauch von Krisenstimmung breit. „Wir müssen Ruhe bewahren, die Fehler knallhart analysieren und möglichst abstellen“, lautete der Rat von Manager Horst Heldt. In Wolfsburg stellte sich dagegen der erwünschte Effekt nach dem Transfer von Luiz Gustavo sofort ein. „Dieser Sieg ist ein Zeichen. Wir wollen nach oben. Da sind Bayern und Dortmund. Die müssen wissen, Wolfsburg ist auch da“, fügte Luiz Gustavo selbstbewusst an.

Fast-Absteiger Hoffenheim düpierte Gastgeber Hamburg mit 5:1. In Hamburg sprach HSV-Keeper René Adler nach der Klatsche gegen Hoffenheim Klartext: „Das war absolut katastrophal“ und „eine Demontage“. Für 1899-Trainer Markus Gisdol war das 5:1 ein willkommenes Geschenk zum 44. Geburtstag. Acht Gegentore für den HSV, schon sieben für Schalke und Frankfurt: Das ist unter der Rubrik „verkorkst“ einzuordnen.

Bremen und Mainz überraschend weit oben

Völlig konträr stellt sich andernorts die Lage dar: Werder Bremen (1:0 gegen den FC Augsburg), Mainz 05 (2:1 beim SC Freiburg) und Leverkusen (1:0 beim VfB Stuttgart) gelang jeweils der zweite Sieg. Für Bayer war der dreifache Punktgewinn durch das Eigentor des ehemaligen Leverkuseners Daniel Schwaab saisonübergreifend der siebte Dreier nacheinander.

Die Bayern scheinen auch in der 51. Spielzeit das Maß aller Dinge zu sein. Spielerischen Glanz aber verbreiten sie bislang nicht. Trotzdem äußerte sich Guardiola „glücklich und zu einhundert Prozent zufrieden“. Dabei hatte der Rekordchampion Glück, dass den Hessen eine Woche nach dem 1:6 bei Aufsteiger Hertha BSC ein Treffer von Alexander Meier kurz vor der Pause nicht zuerkannt wurde und Schiedsrichter Peter Gagelmann kurz vor dem Ende nicht auf Elfmeter für die Eintracht entschied. „Ich bin voll im Lauf und bekomme einen Schubs von hinten. Da kann man nicht mehr stehen bleiben“, schilderte Meier die Szene unter Beteiligung von Bayern-Verteidiger Jerome Boateng. Für Eintracht-Trainer Armin Veh war es eindeutig: „Ein klarer Elfmeter.“ Der Pfiff blieb aus, Frankfurt ist wie Augsburg, Freiburg und Stuttgart noch ohne Punktgewinn.

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