Home
http://www.faz.net/-gtm-qw78
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fußball Ballack und Prinz „Fußballer des Jahres“

27.07.2005 ·  Michael Ballack ist zum deutschen „Fußballer des Jahres“ gewählt worden. In der unter deutschen Sportjournalisten durchgeführten Wahl lag er deutlich vor Lukas Podolski. „Fußballerin des Jahres“ wurde Birgit Prinz.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (0)

Als die Nachricht in Deutschland am Mittwoch mittag publik wurde, bezog Michael Ballack gerade leicht übermüdet nach elfstündigem Flug sein Hotelzimmer in Tokio. Viel Zeit bleibt ihm angesichts der Strapazen des fünftägigen Japan-Trips von Bayern München ohnehin nicht, die abermalige Auszeichnnug zum „Fußballer des Jahres“ 2005 in Deutschland zu genießen.

Doch selbst für einen wie Michael Ballack ist der erste Platz bei der vom „kicker“-Sportmagazin unter den deutschen Sportjournalisten seit 1960 durchgeführten Wahl immer noch etwas ganz Besonderes - zumal es für ihn abgesehen von der vergangenen Saison, als Ailton „Fußballer des Jahres“ wurde, der dritte „Titel“ der vergangenen vier Jahre ist. Dies haben vor Ballack erst „Kaiser“ Franz Beckenbauer (4), Uwe Seeler und Sepp Maier (je 3) geschafft.

Mit klarem Vorsprung

„Es ist schwieriger eine solche Wahl zu bestätigen oder sie nach einem Jahr wieder zu gewinnen. Deshalb schätze ich das Votum beim dritten Mal höher ein“, sagte Ballack. Mit klarem Vorsprung und 516 Stimmen landete der 28jährige vor dem überraschend auf Rang zwei plazierten Kölner Jungstar Lukas Podolski (103) und dem Brasilianer Marcelinho von Hertha BSC (99) und unterstrich damit wieder einmal seine absolute Ausnahmestellung im deutschen Fußball. Mit starken Auftritten in der Nationalmannschaft wie zuletzt beim Konföderationen-Cup und beim FC Bayern hat sich Ballack die Auszeichnung verdient. Die Münchner führte der laut Bundestrainer Jürgen Klinsmann „torgefährlichste Mittelfeldspieler der Welt“, den der Bundestrainer bereits auf eine Stufe mit Weltstar Zinedine Zidane stellt, in der abgelaufenen Saison immerhin zum „Double“.

Nicht umsonst gibt es seit Wochen Spekulationen um die Zukunft von Ballack, der mit den Bayern „unbedingt noch die Champions League gewinnen will“. Real Madrid und Manchester United haben angeblich starkes Interesse an einer Verpflichtung. Die Bayern wollen ihren Führungsspieler über das Vertragsende am 30. Juni 2006 hinaus aber unbedingt halten und dafür auch an ihre finanzielle Schmerzgrenze gehen. Auch Ballack signalisierte seine Bereitschaft, in München bleiben zu wollen. Ums Geld gehe es ihm dabei nicht in erster Linie. „Ich habe bei Bayern einen sehr guten Vertrag, meine Familie und ich fühlen uns wohl in München, das rückt auch in den Mittelpunkt. Es ist eine Entscheidung, die ich mir gut überlege“, sagte Ballack, fügte jedoch an: „Real Madrid ist auch ein guter Verein.“ Der Poker geht weiter. Auch in Japan soll es Gespräche geben.

„Same procedure as every year“

Doch zunächst einmal hatte in Tokio nicht nur Michael Ballack einen Grund zum Feiern: Felix Magath wurde nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals mit den Bayern zum „Trainer des Jahres“ 2005 gewählt. Beide erhalten ihre Trophäen am 5. August vor dem Bundesliga-Auftaktspiel gegen Borussia Mönchengladbach überreicht. „Ich fühle mich sehr geehrt. Aber ich weiß, daß ich diese Auszeichnung vor allem der Mannschaft zu verdanken habe, die Hervorragendes geleistet hat“, sagte Magath, der bereits 2003, damals in Diensten des VfB Stuttgart, zum besten Trainer gekürt worden war. Der Bayern-Coach siegte mit 433 Stimmen vor Jürgen Klopp vom FSV Mainz 05 (328) und Ralf Rangnick (35) von Schalke 04. DFB-Coach Klinsmann belegte mit 34 Stimmen Rang vier.

Bei den Frauen war es „same procedure as every year“. Bereits zum fünften Mal in Folge wurde Weltfußballerin Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt auch in Deutschland auf Platz eins gewählt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   34  55   81 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   34  55   73 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   34  30   64 Gleichheit zur Vorwoche
4.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   34  25   60 Gleichheit zur Vorwoche
5.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   34  8   54 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   34  17   53 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   34  -4   48 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   34  -13   44 Gleichheit zur Vorwoche
9.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   34  -9   42 Gleichheit zur Vorwoche
10.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   34  -11   42 Gleichheit zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   34  -6   41 Gleichheit zur Vorwoche
12.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   34  -16   40 Gleichheit zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   34  -4   39 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   34  -13   38 Verbesserung zur Vorwoche
15.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   34  -22   36 Verschlechterung zur Vorwoche
16.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   34  -26   31 Verbesserung zur Vorwoche
17.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   34  -36   30 Verschlechterung zur Vorwoche
18.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   34  -30   23 Gleichheit zur Vorwoche

Ein Renner

Von Michael Wittershagen, Monte Carlo

Mit 43 Jahren beschleunigt Michael Schumacher noch einmal - sich und andere. Doch die Maschine zeigt ihm immer wieder Grenzen auf. Die Führung des Teams steht nun in der Verantwortung. Mehr

Ergebnisse, Tabellen und Statistik