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Frankreich : Streit um Steuervorteile des AS Monaco spitzt sich zu

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Gnade der Steueroase: Das Monaco von Prinz Albert (l.) bietet dem Russen Dimitri Rybololev günstige Investitionsmöglichkeiten im Fußball Bild: dpa

Im französischen Fußball wollen die Schwergewichte nicht akzeptieren, dass Konkurrent AS Monaco weiterhin von den Steuervorteilen im Fürstentum profitiert. Paris, Marseille & Co.blasen daher zum Angriff.

          Der Streit um die Steuervorteile des französischen Fußball-Erstligisten AS Monaco nimmt kein Ende. Sieben Vereine der ersten und zweiten Liga, darunter die einflussreichen Clubs Paris Saint-Germain, Olympique Marseille und Girondins Bordeaux, haben am Donnerstag Maßnahmen gegen die Monegassen angekündigt. Sie wollen die Annullierung eines Abkommens zwischen ASM und der Profi-Liga (LFP) erreichen, wonach der Club gegen eine Ausgleichszahlung von 50 Millionen Euro seinen Sitz im Fürstentum behalten darf.

          Diese Übereinkunft sei „voreilig und wenig transparent“, daher wolle man dagegen vorgehen, um sie annullieren zu lassen und eine „sportlich gerechte Lösung“ zu finden, teilte Girondins bei der Bekanntgabe des Zusammenschlusses mit sechs weiteren unzufriedenen Vereinen mit. Die vereinbarte Ausgleichszahlung, die unter allen Proficlubs verteilt werden soll, sei zu gering, meinten diese Clubs. Welche Schritte Paris, Bordeaux, Marseille, OSC Lille, FC Lorient, HSC Montpellier und SM Caen unternehmen wollen, wurde nicht bekannt.

          Die Führung von AS Monaco war unterdessen ob des Vorstoßes der Konkurrenz „verblüfft und erstaunt“. Bisher habe im französischen Fußball immer Demokratie geherrscht, nun werde aber ein Abkommen, das erst jüngst von einer großen Mehrheit der Proficlubs akzeptiert worden sei, wieder infrage gestellt, heißt es in einem Kommuniqué.

          Steuervorteile des Fürstentums

          Der Streit sorgt seit dem Vorjahr für Spannungen. Bereits im März 2013, als der Wiederaufstieg Monacos in die erste Liga noch nicht perfekt war, hatte die Liga den Klub des russischen „Düngerkönigs“ Dmitri Ribolowlew unter Androhung eines Ausschlusses bis Juni 2014 Zeit gegeben, um den Sitz nach Frankreich zu verlegen.

          Die Association Sportive profitiert von den Steuervorteilen des Fürstentums, wo ansässige Ausländer keine Steuern zahlen. Monaco konnte im Sommer Stars wie die Kolumbianer Radamel Falcao und James Rodriguez oder den Portugiesen Joao Moutinho und jüngst auch den ehemaligen Bundesligaprofi aus Bulgarien Dimitar Berbatow an die Côte d’Azur locken.

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