Home
http://www.faz.net/-gtm-78v47
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Finale „at home“ Der Wahnsinn vor Wembley

Eigentlich ist alles schon gesagt - nur noch nicht von jedem: Deshalb sammelt der Experten-Ticker bis zum 25. Mai die Stimmen vor dem Finale.

© AFP Vergrößern Eigentlich ist alles gesagt: Wir sammeln trotzdem immer neue Expertenmeinungen zum Finale

Noch immer warten wir auf die ultimative Einschätzung von Lothar Matthäus zum Champions-League-Finale. Aber alle anderen haben eine Meinung. Wir dokumentieren.

24. Mai: Bei Löw kribbelt es

Auf den ersten Blick scheint er ein Verlierer des deutsch-deutschen Finales zu sein, schließlich muss Bundestrainer Löw ohne 13 in London beschäftigte Nationalspieler nach Amerika reisen. Andererseits befreit ihn dies von der Peinlichkeit, wieder fadenscheinige Ausreden und Atteste von fünf, sechs „Verletzten“ einzusammeln, die sich der umstrittenen Reise nach Übersee vermutlich entzogen hätten. So macht Löw gute Miene zum großen Spiel und freut  sich auf ein „besondere Highlight für unseren Fußball.“ Im Gespräch mit der F.A.Z. gibt der Bundestrainer zu, dass es bei ihm ein gewisses Kribbeln erzeugt, auf einen Tipp lässt er sich kraft seines neutralen Amtes aber nicht festlegen. „Ich denke, es wird ein sehr enges Spiel“, richtet er salomonisch aus.

24. Mai: Klinsmann sieht Hochachtung

Für den früheren Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann geht Bayern München als Favorit in das Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund, auch wenn es in einem Spiel zu „Unwägbarkeiten“ kommen könne. Dass zwei deutsche Mannschaften im Londoner Endspiel stehen, ist aus Sicht des ehemaligen deutschen Teamchefs Beleg für die Klasse des deutschen Fußballs. „Im Ausland guckt man voller Respekt und Hochachtung auf die Bundesliga.“

23. Mai: Kraft hält zum BVB

Jetzt kommen die wahren Experten zu Wort: Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hält natürlich zu Borussia Dortmund. Aber nicht nur, weil der Verein aus NRW kommt. „Der BVB spielt attraktiven Fußball, schnell in die Spitze, frühes Pressing - das haben die Bayern von den Dortmundern abgekupfert“, meint die SPD-Politikerin über das Spiel gegen den FC Bayern München. „2:1 für den BVB“, lautet ihr Tipp. Das große Duell in London kann sie von einem Spitzenplatz aus verfolgen: „In Wembley“, verriet sie der Nachrichtenagentur dpa. „Die Uefa hat mich eingeladen. Mein bayerischer Kollege Horst Seehofer wird auch im Stadion sein.“ Es wäre aber wenigstens gut und im Sinne des Sports , dass die beiden nicht auch noch direkt die Mannschaftsansprache vor dem Endspiel halten. Und wir warten noch auf Seehofers Expertenmeinung.

Outgoing President of German upper house of parliament Kraft welcomes successor Seehofer during a Bundesrat session in Berlin © REUTERS Vergrößern Seitenwahl der Ministerpräsidenten: Kraft (NRW/BVB) und Seehofer (Bayern/Bayern) werden in Wembley sein

23. Mai: Rangnick sieht Bayern vorn - würde aber auf BVB tippen

Ralf Rangnick findet es ganz und gar nicht schlimm, dass sich die Bayern bei den Dortmundern das Gegenpressing abgeschaut haben. „In jeder Branche orientiert man sich an den Besten“, sagt er in einem Gastbeitrag für die F.A.Z. Neben manch anderem interessanten Hinweis aus Trainersicht gewährt Rangnick aber vor allem einen iInteressanten Einblick in seine Zockerseele. „Jedem, der wetten mag, empfehle ich, auf Borussia Dortmund zu setzen. Nicht, dass für mich der BVB bessere Siegchancen als Bayern München im Finale der Champions League hätte. Aber als junger Student in England habe ich bei den Pferderennen dort gelernt, setze dein Geld auf Außenseiter, die realistische Gewinnchancen haben.“

22. Mai: Sammer baut vor

Vor dem Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund demonstriert Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer weiter große Zuversicht. „Wenn wir unser Top-Niveau an diesem Tag erreichen, kann es keinen anderen Sieger geben“, sagte Sammer im „Audi Star Talk“ von Sport1. „Die Qualität und die Substanz dieser Mannschaft - und auch der Geist über Jahre hinweg - wird auf jeden Fall dazu führen, irgendeinen großen Titel zu holen. Am liebsten schnell, das ist ja klar. Aber dass es passieren wird, ganz sicher.“

1 | 2 | 3 | 4 | 5 Nächste Seite   |  Artikel auf einer Seite
 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bundesliga-Vorbereitung Neue Sorgen für Dortmund-Trainer Klopp

Im Trainingslager schöpft Borrusia Dortmund im Abstiegskampf neuen Mut. Die Langzeitverletzen Reus und Sokratis machen Fortschritte. Doch beim letzten Test in Spanien trüben neue Verletzungen die Stimmung bei Trainer Klopp. Mehr

18.01.2015, 12:34 Uhr | Sport
Borussia Dortmund Champions League top, Bundesliga flop

Jürgen Klopp kann sich freuen. In der Champions League konnte der BVB deutlich mit 4:1 gegen Galatasaray Istanbul siegen. Mehr

05.11.2014, 09:39 Uhr | Sport
Spiel ohne Frauen in Riad Bei den Bayern schlägt Kommerz die Ethik

Nach dem Spiel ohne Frauen in Riad mehrt sich die Kritik am FC Bayern. Zwanziger findet klare Worte. Auch Dortmund äußert sich. DFB und DFL verweigern konkrete Stellungnahmen. Mehr Von Michael Ashelm und Michael Horeni

21.01.2015, 13:06 Uhr | Sport
Champions League Dortmund will Sieg für Sicherheit

Nach der beispiellosen Negativserie in der Bundesliga hofft Borussia Dortmund auf internationalen Erfolg. Mit einem Sieg gegen Galatasaray Istanbul an diesem Dienstag könnte die Elf von Trainer Jürgen Klopp vorzeitig ins Achtelfinale einziehen. Mehr

05.11.2014, 11:43 Uhr | Sport
Ballon d’Or 2014 Weltfußballer Ronaldo - Keßler beste Frau

Cristiano Ronaldo ist wieder Weltfußballer des Jahres. Weltmeister Manuel Neuer landet noch hinter Lionel Messi auf Platz drei der Wahl. Bei den Frauen und Trainern gewinnen Deutsche. Mehr Von Christian Kamp, Zürich

12.01.2015, 20:05 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.05.2013, 17:10 Uhr

Nichts gelernt

Von Michael Horeni

Nach dem Bayern-Spiel in Saudi-Arabien geht es den Herren des Fußballs nur darum, die Diskussion möglichst schnell zu beenden. Die Münchner lassen den „Säbener Sigi“ für sich sprechen. Mehr 33 29