Das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes hat zwei wichtigen Reformen zugestimmt: Die umstrittene Ethikkommission wird neu strukturiert und soll in Zukunft mit Anklage und Gericht in zwei Kammern arbeiten. Zudem wird der sogenannten Fifa-Regierung künftig mindestens eine Frau angehören. Das entschied das 24-köpfige Exekutivkomitee am Freitag in Zürich.
„Historischer Tag für den Fifa-Reformprozess“, twitterte der 76 Jahre alte Schweizer und sprach von einem „riesigen Schritt vorwärts“. Nach den jüngsten Korruptionsskandalen und dem Ausscheiden von mittlerweile fünf Mitgliedern aus der sogenannten Fifa-Regierung hatte Blatter im vergangenen Jahr einen Zwei-Jahres-Plan zur Reform seines Verbandes vorgestellt.
Die beschlossenen Reformen müssen nun noch vom Fifa-Kongress in Budapest am 25. Mai verabschiedet werden. Nach den jüngsten Korruptionsskandalen und dem Ausscheiden von mittlerweile fünf Mitgliedern aus der Fifa-Exekutive hatte Blatter im vergangenen Jahr einen Zwei-Jahres-Plan zur Reform seines Verbandes vorgestellt.
Die Ethikkommission entscheidet bei Verfehlungen von Fifa-Offiziellen, ob ein Verfahren eröffnet wird und welche Sanktionen verhängt werden. Bislang arbeitete das Gremium mit nur einer Kammer, was immer wieder Kritik wegen der undurchsichtigen Arbeitsweise hervorgerufen hatte.
„Eine Kammer ermittelt und die andere arbeitet als Richter“, erklärte Blatter weiter. Der Fifa-Chef zeigte sich „erfreut, dass das Exekutivkomitee mich bei dieser entscheidenden Reform unterstützt“. Für 15.00 Uhr ist am Freitag eine Pressekonferenz mit Blatter in der Verbandszentrale in Zürich angekündigt.