Der ehemalige Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann ist nach Medienberichten auf der Insel als Coach beim englischen Meister FC Chelsea im Gespräch, dessen derzeitiger Teammanager Jose Mourinho wohl Steve McClaren als englischen Nationaltrainer beerben soll.
Die Diskussion über den Trainerposten bei den „Blues“ bestimmte am Wochenende die Schlagzeilen in den englischen Medien und stellte den 2:1-Sieg des FC Arsenal mit Nationaltorhüter Jens Lehmann am 34. Spieltag der Premier League gegen die Bolton Wanderers in den Schatten. Das Team beendete damit eine Durststrecke von genau einem Monat ohne Sieg.
Wohin geht Mourinho?
Laut Tageszeitung „The Sun“ sollen Chelsea-Verantwortliche angeblich bereits Kontakt mit Klinsmann aufgenommen haben, doch der 42jährige hält sich bedeckt. „Kein Kommentar“, ließ er auf Anfrage der Nachrichtenagentur Sport-Informations-Dienst durch seinen Berater Roland Eitel am Sonntag ausrichten. Derweil titelte der Mirror schon „Mourinho für England“.
Denn trotz laufenden Vertrages gilt es als wahrscheinlich, dass der Portugiese nach der Saison den Verein verlässt, bei dem auch Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack unter Vertrag steht. Mourinho, der sich mit Klubchef Roman Abramowitsch überworfen haben soll, wird unter anderem auch als neuer Trainer von Spaniens Rekordmeister Real Madrid gehandelt - und als Nationaltrainer Englands, wie der „Mirror“ erfahren haben will.
Nach „Sun“-Informationen soll eine Delegation von Chelsea bereits nach Los Angeles gereist sein, um intensive Gespräche mit Klinsmann zu führen. Chelsea-Direktor Eugene Tenenbaum soll ebenfalls anwesend gewesen sein. Klinsmann, der Deutschland als Bundestrainer bei der WM 2006 auf Platz drei geführt hatte, war bereits von den Vereinigten Staaten als Nationalcoach umworben worden. Der Wahl-Kalifornier, der als Profi auf der Insel für Tottenham Hotspur gespielt hat, hatte dem amerikanischen Verband allerdings eine Absage erteilt.