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FA-Cup Arsenal-Revanche gegen Liverpool

Mesut Özil, Lukas Podolski und die anderen Deutschen stehen im Viertelfinale des FA-Cups. Arsenal schaffte gegen den FC Liverpool die Revanche für die bittere 1:5-Ligapleite am vergangenen Wochenende. ManCity räumte Chelsea aus dem Weg.

© dpa Siegreich: Lukas Podolski (l.) und Mesut Özil nach dem Erfolg gegen Liverpool

Die Revanche ist auch dank Torschütze Lukas Podolski geglückt: Eine Woche nach der bitteren 1:5-Pleite in der Premier League hat der FC Arsenal den FC Liverpool aus dem FA-Cup geworfen. Die Gunners bezwangen am Sonntag nach Treffern von Alex Oxlade-Chamberlain (16. Minute) und Podolski (47.) Liverpool mit 2:1 (1:0) und scheinen gut vorbereitet für das Champions-League-Hinspiel gegen Titelverteidiger Bayern München am Mittwoch. Steven Gerrard hatte in dem packenden Pokal-Fight für Liverpool nach einem Podolski-Foul an Luis Suarez per Elfmeter verkürzt (59.).

Im Viertelfinale trifft das Team von Arsène Wenger auf den FC Everton, der Swansea City am Sonntag mit 3:1 (1:1) aus dem Wettbewerb schmiss. Auch Manchester City steht nach einem dominanten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Chelsea in der Runde der besten Acht.

Mertesackers Abwehr stand

Wie in der Premier-League-Begegnung am vergangenen Wochenende stürmten die Reds um Luis Suarez und Daniel Sturridge von Beginn an vehement auf das Tor von Arsenal-Ersatzkeeper Lukasz Fabianski. Diesmal stand die Gunners-Defensive um Abwehrchef Per Mertesacker besser, auch der zuletzt in London in die Kritik geratene Mesut Özil half häufiger in der eigenen Hälfte aus. Sturridge blieb erstmals seit November 2013 ohne Pflichtspiel-Treffer, auch die etlichen Versuche von Suarez fanden nicht den Weg ins Tor.

Mann des Spiels war Oxlade-Chamberlain, der die Gunners erst in Führung brachte und Podolski anschließend mustergültig zum 2:0 bediente. Nur zwölf Minuten nach seinem Treffer foulte Podolski im eigenen Strafraum Suarez, den fälligen Elfmeter verwandelte Routinier Steven Gerrard problemlos (59.). Arsenal hatte Glück, dass Schiedsrichter Howard Webb wenige Minuten später nicht erneut auf den Punkt zeigte, als Suarez nach einem Zweikampf mit Oxlade-Chamberlain abermals im Strafraum zu Boden ging. Auch nach dem Einsteigen von Fabianski gegen Liverpool-Verteidiger Daniel Agger nach einer Ecke kurz vor Schluss forderten die Reds einen weiteren Strafstoß.

Beide Teams waren mit Veränderungen auf gleich mehreren Positionen in die Partie gegangen. Wenger stellte drei Tage vor dem Champions-League-Duell mit den Bayern auf gleich sieben Positionen um. Unter anderem ersetzte Fabianski Stammtorhüter Wojciech Szczesny.

City träumt von vier Titeln

Manchester City kam bereits am Samstag der dritten Finalteilnahme im FA-Cup in vier Jahren einen Schritt näher und darf in dieser Saison weiter von vier Titeln träumen. Die Citizens dominierten den FC Chelsea beim 2:0 und zogen wie auch Wigan Athletic, AFC Sunderland und Sheffield United ins Viertelfinale ein.

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ManCity nahm mit dem ersten Erfolg im dritten Aufeinandertreffen dieser Runde Revanche für die vor wenigen Tagen gegen die Blues erlittene 0:1-Heimniederlage in der Liga. Chelsea-Coach Jose Mourinho gab sich nach der Partie ungewohnt kleinlaut. „City hat viel besser gespielt als wir und hat den Sieg viel mehr verdient.“

Der deutsche Nationalspieler André Schürrle spielte im Team des Portugiesen einmal mehr keine Rolle und schmorte 90 Minuten auf der Ersatzbank. Tatenlos musste er zusehen, als Stevan Jovetic (16.) und Samir Nasri (67.) für den ungefährdeten Sieg der Gastgeber sorgten.

„Chelsea dürfte sehr enttäuscht über die eigene Leistung sein. Es war ein komfortabler Sieg für ManCity. Sie haben Chelsea keine Möglichkeit gelassen“, schrieb der britische Sender BBC auf seiner Internetseite über die einseitige Begegnung.

ManCitys nächster Gegner in der Runde der besten Acht ist Titelverteidiger Wigan. Der Zweitligist mit dem deutschen Trainer Uwe Rösler gewann bei Premier-League-Aufsteiger Cardiff City 2:1 (2:1). Dem Coach war dabei das Siegtor von Mittelfeldspieler Ben Watson (40.) aus mehr als 30 Metern entgangen. „Ich hatte mich gerade umgedreht, dann war der Ball drin“, sagte Rösler, nachdem Wigan bereits den zweiten Erstligisten aus dem Wettbewerb geschossen hatte.

Quelle: DPA

 
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