http://www.faz.net/-gtl-7s8v2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 31.07.2014, 22:27 Uhr

Europa-League-Qualifikation Mainz müht sich zum Auftaktsieg

Mainz startet mit einem Sieg auf internationaler Bühne in die Saison - und beschert seinem neuen Trainer ein erfolgreiches Debüt. In der Europa-League-Qualifikation schlägt der FSV die Griechen von Asteras Tripolis mit 1:0.

von , Mainz
© dpa Zweikampfsieger: Der Mainzer Ja-Cheol Koo (rechts) behauptet den Ball

An die Qualifikationsrunde für die Europa League hat Mainz 05 nicht gerade beste Erinnerungen: 2011 war der Klub als bislang einziges deutsches Team in einer solch frühen Phase eines Europapokalwettbewerbs gescheitert. Drei Jahre später haben die Rheinhessen nach dem 1:0-Sieg durch ein Tor des japanischen Torjägers Shinji Okazaki (45. Minute) im Hinspiel gegen Asteras Tripolis die Chance auf Wiedergutmachung gewahrt.

Daniel Meuren Folgen:

Im Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.15 Uhr / Sport 1 und im FAZ.NET-Liveticker) können sie sich den Einzug in die Playoff-Runde sichern,  in der es Ende August um den Einzug in die Gruppenphase ginge. Für den dänischen Trainer Kasper Hjulmand begann das erste Pflichtspiel als Nachfolger des freiwillig aus dem Amt geschiedenen Thomas Tuchel alles andere als gut: Seinen müden Spielern merkte man an, dass sie sich mitten in der Vorbereitung auf die erst in drei Wochen beginnende Bundesligasaison befinden.

Müller vor Abschied

Außerdem verzichtete Hjulmand freiwillig auf Nicolai Müller. Der Trainer glaubte nicht daran, dass sein bester Offensivspieler die nötige Konzentration für das Spiel aufbringen würde. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass er hundert Prozent mit seinen Gedanken in Mainz ist“, sagte Hjulmand. Müller ist vom HSV umworben. Sein Wechsel dürfte in den kommenden Tagen über die Bühne gehen. Am Donnerstagabend saß der Stürmer etwas provokativ neben seinem fast durchgängig telefonierenden Berater unter den 18.000 Zuschauern auf der Tribüne des Mainzer Stadions und schaute seinen Kameraden bei ihren recht hilflosen Bemühungen zu.

Mehr zum Thema

Mainz hatte großes Glück, bei einer Kopfballchance (33.) und einem Lattenschuss des Argentiniers Pablo Mazza (40.) nicht in Rückstand zu geraten. Stattdessen führte der erste Mainzer Torabschluss zum Führungstreffer: Okazaki schob den Ball nach einer Kopfballablage von Ja-Cheol Koo ein (45.). Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Griechen die beste Chance, doch Kapitän Pablo de Blasis verfehlte aus fünf Metern das leere Tor.

1. FSV Mainz 05 - Asteras Tripolis FC © dpa Vergrößern Während die Mainzer das 1:0 bejubeln, ist Tripolis’ Juan Munafo enttäuscht

Den einzigen bemerkenswerten Mainzer Akzent setzte derweil der Trainer: Er stellte nach einer Stunde von der klassischen Viererkette in der Abwehr auf eine Dreierkette um. Mainz 05 hat sich unter Hjulmand also taktischen Trends der WM geöffnet. Ob das zu weiteren internationalen Auftritten verhilft, wird sich zeigen. „Wir haben heute Glück gehabt. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Nächste Woche werden wir eine Woche weiter und besser sein“, sagte Hjulmand.

FSV Mainz 05 - Asteras triplois 1:0 (1:0)

FSV Mainz 05: Karius - Jara, Bell, Noveski, Park (70. Júnior Díaz) - Geis, Baumgartlinger (61. Brosinski) - Moritz, Malli, Koo (77. Zimling) - Okazaki
Asteras Tripolis: Theodoropoulos - Lluy, Goian, Zisopoulos, Panteliades - Badibanga (81. Kitoko), Munafo (71. Tsokanis), Kourbelis, Mazza - Rolle (64. Sankaré) - de Blasis
Schiedsrichter: de Sousa (Portugal)
Zuschauer: 18.287
Tor: 1:0 Okazaki (45.)
Gelbe Karten: Noveski / Goian

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Suche nach dem Siegerprogramm Packing ma’s

Das neue Spielzeug der Fernseh-Berichterstattung bei der EM heißt Packing. Mehmet Scholl spricht vom Heiligen Gral der Fußballanalyse. Aber es gibt Zweifler – und andere Systeme, die Spieler mit dem Siegergen herausfiltern. Mehr Von Daniel Meuren

16.06.2016, 11:49 Uhr | Sport
Präsidentenwahl Kopf-an-Kopf-Rennen in Peru

Bei der Präsidentenwahl in Peru zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab: Der Ökonom Pedro Pablo Kuczynski liegt mit 50,6 Prozent knapp vor seiner Konkurrentin Keiko Fujimori mit 49,4 Prozent. Mehr

06.06.2016, 13:52 Uhr | Politik
Unbeteiligte Fußball-Nationen Holländer gucken EM 88 - Dänen bleiben locker

Ohne Holland fahr’n wir zur EM, höhnen deutsche Fans gerne. Doch auch andere ehemalige Europameister sind nicht in Frankreich dabei. Wie gehen deren Fans damit um? Eine Europareise! Mehr

18.06.2016, 08:40 Uhr | Sport
Lima Investmentbanker Kuczynski gewinnt Präsidentenwahl in Peru

Bei der Präsidentenwahl in Peru konnte sich der ehemalige Investmentbankers Pedro Pablo Kuczynski knapp durchsetzen. Wie die Wahlbehörde Onpe am Donnerstag mitteilte, lag er nach der Auszählung aller regulären Wahlzettel mit 50,12 Prozent vor seiner Konkurrentin Keiko Fujimori. Mehr

10.06.2016, 12:29 Uhr | Politik
Forschung Insektizide schaden Bienen doch

Ein Grund für das Bienensterben ist gefunden: Als Insektengifte eingesetzte sogenannte Neonikotinoide schaden den Tieren, wie Mainzer und Frankfurter Forscher herausgefunden haben. Das hat mit einem Botenstoff zu tun. Mehr

15.06.2016, 23:14 Uhr | Rhein-Main

Der deutsche Zauber ist zurück

Von Christian Kamp, Lille

Deutschland präsentiert sich als Team ohne Schwachpunkte, das in dieser Verfassung jeder Gegner fürchten muss. Mit dem EM-Viertelfinale wird nun die Rolle von Joachim Löw noch stärker als bisher in den Fokus rücken. Mehr 5 9