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Europa-League-Qualifikation Der VfB legt vor

 ·  Der VfB Stuttgart verschafft sich im Hinspiel der Qualifikation zur Europa League eine hervorragende Ausgangsposition. Die Schwaben bezwingen Dynamo Moskau mit 2:0. Vedad Ibisevic trifft doppelt.

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© dpa Kommt her und drückt mich: Die Stuttgarter feiern Torschütze Vedad Ibisevic nach dessen 1:0

Mit einem Doppelpack hat Vedad Ibisevic dem VfB Stuttgart den Weg in die Gruppenphase der Europa League geebnet. Bei der Rückkehr von Kevin Kuranyi in seine Heimat traf der bosnische Nationalstürmer beim 2:0 (0:0) zweimal gegen Dynamo Moskau und verschaffte dem Bundesligaklub damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Playoff-Rückspiel am kommenden Dienstag. Der VfB bot an diesem Mittwoch allerdings eine über weite Strecken leidenschaftslose Vorstellung gegen defensiv gut eingestellte Gäste aus Russland.

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Vor 20.400 Zuschauern war Ibisevic nach 72. Minute zum 1:0 zur Stelle, nachdem Dynamo-Keeper Anton Schunin einen Fernschuss von Tim Hoogland aus 25 Metern nach vorne hatte abprallen lassen – und Ibisevic gedankenschnell nachsetzte. In der ersten Minute der Nachspielzeit schlug er nach Vorarbeit von Ibrahima Traoré wieder zu. Traoré hatte sich an der rechten Strafraumseite stark zur Grundlinie durchgesetzt und mit einer scharfen Flanke aufgelegt. Ibisevic war zur Stelle und drückte den Ball mit einem wuchtigen Flugkopfball über die Linie.

VfB-Coach Bruno Labbadia nahm im Gegensatz zum 5:0 im DFB-Pokal gegen den SV Falkensee-Finkenkrug zwei Änderungen in der Startelf vor: Maza ersetzte in der Innenverteidigung Georg Niedermeier, auf dem linken Flügel erhielt Shinji Okazaki den Vorzug vor Ibrahima Traoré. Moskaus neuer Trainer Dan Petrescu vertraute den früheren Bundesligaspielern Kuranyi als Kapitän, Zvjezdan Misimovic und Gordon Schildenfeld von Beginn an.

Die Schwaben taten sich lange schwer. Nach dem kapitalen Fehlstart in der russischen Meisterschaft mit null Punkten und erst einem Treffer in fünf Partien konzentrierte sich Dynamo auf seine Deckung, stand tief und ließ Stuttgart kommen. Kuranyi wollte an alter Wirkungsstätte eine erfolgreiche Rückkehr feiern. Der frühere Fußball-Nationalspieler, der zwischen 2001 und 2005 für die Schwaben in 99 Bundesligapartien 40 Tore erzielt hatte, hatte rund 80 Tickets für Familie und Freunde reserviert.

Von VfB-Seite bekamen die Zuschauer zunächst viele Unkonzentriertheiten und schwache Abspiele zu sehen. Erst in der 27. Minute sorgte Martin Harnik nach einer Flanke des emsigen Arthur Boka für etwas Gefahr – Dynamo-Keeper Schunin musste bei dessen Kopfball nachfassen. Petrescu reagierte noch vor der Halbzeit auf die behäbige Vorstellung seines Teams: Für den blassen früheren Wolfsburger Misimovic kam Igor Semschow (38.). Auf die leidenschaftslose und langweilige Darbietung seiner Spieler reagierte auf der Gegenseite Labbadia: Er brachte Traoré für den zumindest bemühten Okazaki (61.) und Tunay Torun für den enttäuschenden Harnik (62.). Die Maßnahme zahlte sich aus: Der VfB erhöhte in der Schlussphase das Tempo und erzwang die beiden Treffer zum Sieg.

VfB Stuttgart - Dynamo Moskau 2:0 (0:0)

VfB Stuttgart: Ulreich - Hoogland, Tasci, Maza, Boka - Kvist, Gentner - Harnik (62. Torun), Hajnal (77. Cacau), Okazaki (61. Traoré) – Ibisevic
Dynamo Moskau: Schunin - Wilkshire, Schildenfeld, Leandro Fernández, Lomic - Jussopow, Noboa - Nechajtschik (85. Granat), Misimovic (39. Semschow), Dzsudzsak - Kuranyi (75. Panjukow)
Schiedsrichter: Collum (Schottland)
Zuschauer: 20.400
Tore: 1:0 Ibisevic (71.), 2:0 Ibisevic (90.+1)
Gelbe Karten: - / Jussopow, Wilkshire

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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